Leseempfehlungen unserer Bibliothek

Stiller Studienort mit Blick auf Sankt Peter

Leseempfehlungen

Die neue Reihe "Rom und Protestantismus", die vom Melanchthon-Zentrum in Rom herausgegeben wird, schaut bereits auf ihren vierten Band, welcher der "Petrusliteratur und Petrusarchäologie" (2020) gewidmet ist, verantwortet von Jörg Frey (Zürich) und Martin Wallraff (München). Der Band versucht einen annähernd konsensfähigen Forschungsstand einzufangen, und zwar dezidiert auf der Grundlage protestantischer Forschung, die nicht unerheblich zum wissenschaftlichen Fortschritt beigetragen hat. Die Tendenz geht dahin, die Gestalt des Petrus als frühes Erzählelement und als Erinnerungsort mit Bindung an Rom zu sehen, auch wenn die harte historische Frage "War Petrus in Rom?" damit nicht beseitigt wird. Der Band entscheidet sie nicht zugunsten Heussis und Zwierleins Radikalnegation, ringt sich auch nicht zu einer Aussage über die historische Plausibilität der römischen Petrustradition durch, sondern begnügt sich damit, mit ihr zu liebäugeln.   

Rom und Protestantismus

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Dominik Burkard und Hans-Otto Mühleisen über den Freiburger Erzbischof Conrad Gröber 

Conrad Gröber (1872-1948) war seit 1932 Erzbischof von Freiburg und zeigte anfangs ein Entgegenkommen gegenüber dem neuen Regime, das sich bald in entschiedene Gegnerschaft wandelte. Sein anfängliche Gesprächsbereitschaft wird ihm heute zum Vorwurf gemacht. Dabei stützt man sich teilweise auf ein merkwürdiges Dokument, nämlich ein anonymes Gutachten über Gröber, das 1947 in die Hände der französischen Besatzung gespielt wurde.

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von Stefan von Kempis

„Abendland“: Das ist ein Begriff, von dem derzeit nur neuheidnische Nationalisten zu träumen scheinen – ausgerechnet. Zum Glück hat das Abendland jetzt in Paul Badde, einem Chesterton unserer Zeit, einen Apologeten gefunden. Oder besser gesagt: einen Erzähler.

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Zum neuen Buch von Christian Hecht

Noch nie bemerkt, obwohl eigentlich kaum zu übersehen: Die Decke des Büstenzimmers besteht aus Motiven der Loggien Raffaels, übernommen von den Stichen Giovanni Volpatos. 

Goethes Haus in Weimar ist das Herzstück im Pilgerort der deutschen Klassik – seine verschlüsselte Bildsprache aber war bis heute weitgehend unbekannt. Es ist das persönlichste Projekt, das Goethe je verwirklichte oder auch nur plante, und er hat ihm in den Bildprogrammen und in den teilweise nicht verwirklichten architektonischen Entwürfen Wesentliches seiner Kunst wie seines Lebens anvertraut. Aber - eine gehörige Überraschung - es gibt in Weimar noch heute ein Haus, dessen Fassade den Entwurf des Goethe-Hauses von 1800 aufgreift.

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PD Dr. Tobias Frese (Heidelberg) hat 2013 eine wegweisende Studie über die Bedeutung des Bildes für die Liturgie und der Liturgie für das Bild vorgelegt, an die zu erinnern lohnt, auch weil sie streckenweise durch die Studie Altar und Kirche. Prinzipien christlicher Liturgie (2019) ergänzt wird. Freses Buch lautet Aktual- und Realpräsenz: Das eucharistische Christusbild von der Spätantike bis ins Mittelalter

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Der Schweizer Historiker Dr. Lorenzo Pflanzi, Mitglied des RIGG, hat seine Studie "Der Papst und der Bundesrat: Vom Bruch 1873 zur Wiedereröffnung der Nuntiatur in Bern 1920" über die Geschiche der diplomatischen Beziehungen zwischen Hl. Stuhl und Schweiz vom Kulturkampf bis zur Zwischenkriegszeit vorgelegt. Es handelt sich um ein dreisprachiges Buch in Italienisch, Deutsch und Französisch, das anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl erscheint. Es sollte am 9. November an der Universität Freiburg (Schweiz) unter Teilnahme von Kardinal Pietro Parolin und Bundesrat Ignazio Cassis vogerstellt werden, aber alles ist auf 2021 verschoben worden; dann soll es auch im Istituto Svizzero in Rom präsentiert werden.

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Dr. Marco Aimone (Turin), früherer Stipendiat von Dumbarton Oaks, hat zusammen mit vier Mitarbeitern einen fulminanten Prachtband (im Schuber) mit einem vollständigen und detaillierten Katalog der byzantinischen und sassanidischen Silberpreziosen der britischen Privatsammlung Wyvern vorgelegt, die 131 Gefäße und Objekte jeder Art, auch liturgische Gefäße, umfasst. Viele davon waren bislang praktisch unbekannt. Der Band ("printed and bound in China"!) ist mit exzellenten Abbildungen ausgestattet und lässt keinerlei Wünsche offen. Er enthält neben dem Katalog wichtige Beiträge zur Silbertechnik. Aimone unterrichtet auch am Kurs "Instrumentum Domesticum" des PIAC im März 2021.

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Arnold Eschs Schatzkiste historischer Kuriositäten und Kolportagen ist schier unerschöpflich. Nun hat er im Beck-Verlag ein neues Buch vorgelegt, in dem er seine Funde aus Akten und Archiven meisterlich ausbreitet. Diesmal geht es nicht nur um Rom, auch nicht nur um Italien, sondern noch weiter auch um Jerusalem, Konstantinopel, Venedig, Göttingen, Nordafrika, das Schwarze Meer, Innerasien undsoweiter. Nach bekannter Manier werden historische Fragmente liebevoll gewürdigt und in das größere Ganze eingeordnet, das von Esch eben auch gesehen und beherrscht wird. So werden scheinbare Nebensächlichkeiten zu Fragmenten der Weltgeschichte. So nimmt man teil an der Rehabilitierung des normalen Lebens im Mittelalter, und man kann sicher sein, dass jedes Wort, jede Zeile, die man liest, historisch verbürgt ist. (alle Esch-Bücher im Campo Santo)

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Im Rahmen des internationalen Projekts zur Erfassung aller frühchristlichen Kirchen Europas (Corpus Architecturae Religiosae Europeae - C.A.R.E.) ist nun ein erster Band über die Kirchen Roms herausgekommen (Regionen 1-4). Dieser Band wird zusammen von der Universität Zagreb und dem Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie herausgegeben. Verfasser sind Federico Guidobaldi, Angela Miele und Chiara Cecalupo, alle drei vom Päpstlichen Institut. 

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Christoph Markschies hat mit einem glänzenden Vortrag in der Berliner Katholischen Akademie den neuen Prachtband über die 100 wichtigsten Kunstwerke der Vatikanmuseen vorgestellt, der vom Verlag Schnell & Steiner herausgegeben wurde. Die Vorstellung wurde vom Akademiedirektor Joachim Hake und dem Apostolischen Nuntius Nicola Eterovic eröffnet. Der Prachtband im Schuber, ein ideales Weihnachtsgeschenk, stellt Hauptwerke der Kunst aus allen Abteilungen der Vatikanmuseen vor. Herausgeberin ist die Museumsdirektorin Barbara Jatta.

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