Die neue Reihe "Rom und Protestantismus", die vom Melanchthon-Zentrum in Rom herausgegeben wird, schaut bereits auf ihren vierten Band, welcher der "Petrusliteratur und Petrusarchäologie" (2020) gewidmet ist, verantwortet von Jörg Frey (Zürich) und Martin Wallraff (München). Der Band versucht einen annähernd konsensfähigen Forschungsstand einzufangen, und zwar dezidiert auf der Grundlage protestantischer Forschung, die nicht unerheblich zum wissenschaftlichen Fortschritt beigetragen hat. Die Tendenz geht dahin, die Gestalt des Petrus als frühes Erzählelement und als Erinnerungsort mit Bindung an Rom zu sehen, auch wenn die harte historische Frage "War Petrus in Rom?" damit nicht beseitigt wird. Der Band entscheidet sie nicht zugunsten Heussis und Zwierleins Radikalnegation, ringt sich auch nicht zu einer Aussage über die historische Plausibilität der römischen Petrustradition durch, sondern begnügt sich damit, mit ihr zu liebäugeln.
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- Geschrieben von: Stefan Heid
- Kategorie: Leseempfehlungen
Römisches Institut der Görres-Gesellschaft












