Mit der Tagung "Himmlische und irdische Liebe - ein anderer Blick auf Raffael" brachte das Römische Institut der Görres-Gesellschaft im Vatikan einen interessanten und wichtigen Beitrag zu den nationalen Festlichkeiten anlässlich des 500. Todestags von Raffaello Sanzio - "Raffael 2020".
Der Volksgedanke in den liturgischen Bewegungen und Reformen – eine ökumenische Revision
Das RIGG und Prof. Dr. Markus Schmidt von der Fachhochschule der Diakonie in Bethelführen in Kooperation mit dem Melanchthon-Zentrum Rom (Prof. Dr. Martin Wallraff) und der Liturgischen Konferenz der EKD (Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck) die Studientagung durch. Sowohl auf katholischer wie auf evangelischer Seite gab es seit dem 19. Jahrhundert liturgische Erneuerungsbewegungen, die teilweise stark vom Gedanken der Volksliturgie inspiriert waren. Wo liegen die Quellen der Volksidee? Inwieweit wollte man sich gesellschaftlich positionieren? Inwieweit hat der Volk-Gedanke in der präfaschistischen, nationalsozialistischen und Nachkriegszeit zu einer Überformung und Instrumentalisierung herkömmlicher oder vorgeblich wiederentdeckter ekklesiologisch-theologischer Konzepte geführt? Das sind nur einige der Fragen, die während der Tagung aufgeworfen werden sollen.
Am Samstag, dem 30. Januar, spricht Prof. Dr. Dr. Hubertus R. Drobner von der Theologischen Fakultät Paderborn, der seit geraumer Zeit seinen Augustinus-Forschungen am Campo Santo Teutonico nachgeht, über "Augustins Predigten: ,Dokumente prallen Lebens'". Drobner kennt sich wie kaum ein anderer mit Augustinus aus, dessen sämtliche Predigten er übersetzt und kommentiert (siehe Bibliothekskatalog des Kollegs).
Ort: Campo Santo Teutonico (Aula Papst Benedikt XVI.)
Beginn: 18 Uhr (wahrscheinlich wird der Vortrag auch per Zoom übertragen)
Dr. Mario Galgano vom Radio Vatikan hat in einem ausführlichen Interview mit Dr. Claudia Bertling Biaggini (Zürich) eine sehr gelungene Zusammenschau der mit 150 eingeschriebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern stark beachteten Raffael-Tagung des RIGG präsentiert. Das Interveiw thematisiert die Schwerpunkte, die Schwierigkeiten, aber auch das Gelingen der online-Tagung. Hören Sie hier hinein!
Wegen der regen Nachfrage haben wir die online-Teilnehmerzahl erweitert. Anmeldungen bei Stefan Heid sind also noch ohne Weiteres möglich.
Der renommierte römische Kunsthistoriker Prof. Dr. Claudio Strinati, langjähriger Direktor des Verbandes Museen der Stadt Rom und durch zahlreichen Fernsehübertragungen bekannt, hält den Öffentlichen Vortrag im Rahmen der Tagung "L'amore divino e profano - Himmlische und irdische Liebe - Uno sguardo diverso su Raffaello - Ein anderer Blick auf Raffael". Nach einer Einführung von Prof.ssa Gabriella Catalano spricht Prof. Strinati zum Thema "Il Primato di Raffaello Sanzio". Einzelne Interessierte können vor Ort teilnehmen, ansonsten wird um online-Teilnahme via Zoom gebeten. Interessierte mögen sich in jedem Fall melden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
Die Tagung wird dankenswerterweise auch unterstützt vom Goethe-Institut.
Ort: Aula Benedikt XVI im Deutschen Kolleg (Vatikan)
Hochmeister Frank Bayard (Wien) spricht am 7. November zum Thema "800 Jahre Prokuratur des Deutschen Ordens in Rom". Bayard, der selber Historiker ist, gibt einen Überblick über die historische Bedeutung des "Ordo Teutonicus", und zwar passenderweise am "Campo Santo Teutonico". Nach unserer positiven Erfahrung beim letzten Vortrag ist die Teilnahme online via Zoom eine unkomplizierte Möglichkeit dabei zu sein, bis sich hoffentlich bald wieder humanere Verhältnisse einstellen und die direkte Begegnung möglich ist. Wer online teilnehmen möchte, melde sich bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. wegen der Daten zum einloggen.
Himmlische und irdische Liebe - Ein anderer Blick auf Raffael
Wegen der regen Nachfrage haben wir die online-Teilnehmerzahl erweitert. Anmeldungen bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. sind also noch ohne Weiteres möglich.
Die nun auf online-Teilnahme umgestellte Tagung - in italienischer Sprache - widmet sich der sakralen und der paganen Kunst Raffaels sowie der spirituellen Praxis am Papsthof. Beginnend mit der theologischen Botschaft und der Spiritualität der ‘Transfiguration’ oder ‚Verklärung Christi’ Raffaels (Vatikan, Pinakothek ) als bildhafte Wiedergabe der Liebe Gottes zu den Menschen steht im ersten Teil der Tagung eine gründliche kunsthistorische, ästhetische und ikonographische Analyse des Werkes im Vordergrund. Den Schluss dieses Teils bildet ein Vergleich zum anderen Werk für die Kathedrale von Narbonne, dem Lazarus-Bild von Sebastiano del Piombo (London, National Gallery).
Das RIGG nimmt im Herbst seine normale Tätigkeit wieder auf. Da das Sommerfest ausfiel, eröffnen wir das neue akademische Jahr ausnahnmsweise mit einem Spätsommerfest am 29. September in S. Giovanni a Porta Latina. Dann folgen die üblichen Monatsvorgträge. Es referieren Udo Arnold, Andreas Rehberg, Claudio Strinati, Julian Traut, Britta Kägler, Stefan Heid, Stephan Haering und Christin Seidenberg. Danach feiern wir das übliche Sommerfest 2021. Alle, die in unseren Newsletter eingeschrieben sind, erhalten zu jeder Veranstaltung eine Einladung.
Am Samstag, dem 31. Oktober, spricht Dr. Andreas Rehberg vom Deutschen Historischen Institut in Rom über "Der Liber pontificalis in römisch-kurialer Perspektive um 1500. Bemerkungen zur Neuerscheinung". Anlass des Vortrags ist die Vorstellung des Buches von Klaus Herbers / Matthias Simperl: „Das Buch der Päpste – Liber pontificalis: Ein Schlüsseldokument europäischer Geschichte“, das im Sommer als Ergänzungsband der Römischen Quatalschrift im Verlag Herder auf den Markt kommt. Ein Grußwort von Klaus Herbers wird im Anschluss an den Vortrag als Video-Aufzeichnung abgespielt.
Ort. Campo Santo Teutonico (Aula Papst Benedikt XVI.)
Beginn: 18 Uhr
Der Vortrag von Dr. Rehberg kann auch online über Zoom verfolgt werden. Für ein Einlock-Daten wende man sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
Der opulente Band "Das Buch der Päpste - Liber pontificalis: ein Schlüsseldokument europäischer Geschichte", herausgegeben von Klaus Herbers (Erlangen) und Matthias Simperl (Augsburg), erscheint im Herder-Verlag am 17. August. Schon jetzt sind Bestellungen möglich. Der 500-Seiten starke Band mit vielen bemerkenswerten Neuinterpretationen der mittelalterlichen Papstchronik erscheint als 67. Supplementband der Römischen Quartalschrift. Der Band wird in Zusammenarbeit mit dem Verlag Herder vorgestellt, vor allem durch einen Vortrag von Dr. Andreas Rehberg vom Deutschen Historischen Institut. Näheres wird noch bekannt gegeben.