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Vorträge & Tagungen

Bericht der Tagung am Campo Santo "Zwischen Kronen und Nationen"

Auf der Internet-Plattform HSozKult ist der von Theresa Gillinger verfasste umfassende Tagungsbericht zu "Kronen und Nationen" erschienen. Darin gibt sie den Verlauf der Tagung, die sich mit den zentraleuropäischen Priesterkollegien in Rom vom Risorgimento bis zum Zweiten Weltkrieg befasste, sowie den Inhalt der Vorträge wieder. Die von Tamara Scheer zusammen mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München und dem RIGG organisierte Tagung fand vom 22. bis zum 24. Januar, noch glücklich vor Ausbruch der Krise, am Campo Santo Teutonico und in der Anima statt.

Bericht HSozKult 

Römische Notizen & aus dem Institut

Als der Rektor des Campo Santo die vatikanische Geheimpolizei rief

Am 14. Februar 1869, nur ein Jahr vor dem Untergang des Kirchenstaates, schrieb der damalige Rektor des Campo Santo Teutonico, Philipp Müller (* 1804 in Molsberg in Nassau, + 1870 in Rom, bestattet auf dem Campo Santo Teutonico) einen verzweifelten Brief an die österreichische, preußische und bayerische Gesandtschaft beim Heiligen Stuhl über die untragbaren Verhältnisse, die am deutschen Friedhof herrschten. Der Brief ist ein einzigartiges Sittengemälde des Zusammenlebens des Campo Santo, der damals noch kein Priesterkolleg, sondern Pilgerhospiz ist, mit den "lieben Nachbarn". Es zeigt sich, dass Müller durchaus ein streitbarer Zeitgenosse war. Besonders beachtlich sind die italienischen Schmährufe, die man lauthals dem "deutschen Spion" entgegenhielt (fett gedruckt):

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Aus aller Welt

Der Campo Santo an der Elite-Uni Princeton

Dr. Ignacio García schreibt aus Mexiko: "Jüngst ist mir übrigens aufgefallen, wie stark der Campo Santo in den Bibliotheken der Universität Princeton vertreten sind: man findet Wohnen wie in Katakomben, Orte der Zuflucht, die zweibändige Monographie Albrecht Weilands, das Buch über Petrus und Paulus, jenes über die Märtyrer, das Lexikon für Christliche Archäologie, Ihre Monographien zur Geschichte des Zölibats und zur Kreuzesverehrung in Jerusalem, den Sammelband zu Joseph Wilpert, die Jubiläumsschriften von Stephan Ehses und von Erwin Gatz, ein Abonnement der Römischen Quartalschrift und Päpstlichkeit und Patriotismus ist wohl schon bestellt worden oder sogar schon angekommen. Eigentlich fehlen nur noch Eine Deutschsprachige Exklave am Vatikan und Altar und Kirche, um diese kleine Sammlung an Forschungsliteratur zum RIGG in New Jersey zu vollenden". Bravo!