Die Association pour l'Antiquité Tardive tagt vom 5. bis 7. Juni in Lausanne. Für Jungforscher werden Reisestipendien vergeben (Antrag bis Ende Januar).
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- Geschrieben von: Stefan Heid
- Kategorie: Aus aller Welt
Nachrichten rund um den Globus
Die Association pour l'Antiquité Tardive tagt vom 5. bis 7. Juni in Lausanne. Für Jungforscher werden Reisestipendien vergeben (Antrag bis Ende Januar).
Die Christliche Archäologie in Erlangen (Prof. Dr. Ute Verstegen), die an der Evangelischen Fakultät angesiedelt ist, hat einen eigenen YouTube-Kanal "Investigatio CA" (soll wohl heißen: Investigatio Christianae Archaeologiae) bekommen. Dort werden kurze, amüsante Videos über Themen der Christlichen Archäologie angeboten, die sich dafür eignen, Interesse bei jüngeren Leuten für das Fach zu wecken. Jeder kann diese Videos frei verwenden.
Dieser Tage wurde der Newsletter 2/2019 der Görres-Gesellschaft verschickt. Auf 6 Seiten werden bemerkenswerte Ereignisse zusammengestellt, darunter die Paderborner Generalversammlung und die DAAD-Tagung am RIGG. Hingewiesen sei auf das Junge Forum, das am 27./28. März 2020 in Bonn über "Akademische Karrierewege" tagt. Auf der Generalversammlung am 25.-27. September 2020 in Regensburg wird Joachim Gauck zum Generalthema "Toleranz - Herausforderungen und Grenzen" sprechen. Die kunsthistorische Buchreihe "Eikoniká" im Schnell & Steiner-Verlag ist für Görresianer mit 25% Rabatt erhältlich.
Am 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, verstarb der österreichische Prälat Prof. Dr. Karl-Heinz Frankl (* 1938 in Zwettl). Frankl, der in Rom studiert hatte, war viele Jahre in der Priesterausbildung seiner Heimatdiözese Gurk tätig. Aus diesem Interesse ging sein Personenlexikon "Das Frintaneum in Wien" hervor (2006). Seit 1976 war er 40 Jahre lang Diözesanarchivar und 1985-1993 zugleich Generalvikar der Diözese Gurk, danach bis 2005 Professor für Kirchengeschichte an der Universität Wien. Frankl war Mitglied der Görres-Gesellschaft. Er war ein guter Freund von Erwin Gatz, an dessen diversen Buchprojekten er mitgewirkt hat, und im Studienkolleg des Campo Santo Teutonico stets gern gesehen als eine vornehme Priesterpersönlichkeit und ein überaus gebildeter Gast. R.I.P.
Nachruf auf Frankl von Rupert Klieber
Benedikt XVI., das prominenteste Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, hat im Herbst die "Tagespost Stiftung für katholische Publizistik" ins Leben gerufen. Damit ist die Zukunft der weit bekannten, exzellent informierten und informierenden Wochenzeitung gesichert. Das kann man - gerade auch in Hinsicht auf den Kampf des katholischen Publizisten Joseph Görres (1776-1848) um die Rede- und Religionsfreiheit in Deutschland - nur begrüßen, vor allem auch wegen der nun möglichen freien Förderung journalistischen Nachwuchses. Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auf die andere, vatikanische Stiftung, die Benedikt XVI. bereits zur Förderung theologischen Nachwuchses gegründet hat.
Prof. Dr. Thomas Kremer, der im März an der Tagung "Sterben & Töten für Gott? Das Martyrium in Spätantike und Frühem Mittelalter" am RIGG teilgenommen hat, die u.a. von der Forschungsstelle Christlicher Orient der Uni Eichstätt ausgerichtet worden war (Publikation in Vorbereitung), ist seit Oktober 2018 Inhaber der neu begründeten Stiftungsprofessur Prinz Max von Sachsen der Diözese Eichstätt für Theologie des Christlichen Ostens an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er hält am Freitag, dem 17. Januar, um 16 Uhr im Jesuitenrefektor des Bischöflichen Seminars seine Antrittsvorlesung zum Thema "Kosmisches Kultmysterium - von der Aktualität der kirchlichen Erfahrung in der byzantinischen Liturgie" (Beginn 15 Uhr mit der Vesper in der Kapelle des Collegium Orientale).
Momentan herrscht ein dramatisches Verlagssterben. Besonders ärgerlich ist der Übergang von Schöningh (Paderborn) zu Brill, was die Buchpeise explodieren ließ, so dass viele Bibliotheken sich gezwungen sehen, Zeitschriften von Brill abzubestellen. Der traditionsreiche Aschendorff-Verlag in Münster hingegen, der schon immer äußerst maßvolle Preise hat, ist nun erfreulicherweise auch auf dem digitalen Markt präsent und wird damit immer attraktiver. Zahlreiche Reihen, Zeitschriften und Monographien kann man etwa im Paket "Historische Theologie/Kirchengeschichte" (ca. 700 Bände) für 11.016,- einmalig kaufen (mit jährlichen Updates), was umgerechnet ca. 15 Euro pro Buch ist. Auch ein Paket "Geschichte und Altertumswissenschaften" ist im Angebot. Zahlreiche Serviceleistungen sind damit verbunden.
Dr. Florian Schwarz, der 2015-2017 als Stipendiat der Fondazione Vaticana Joseph Ratzinger am RIGG Assistent war und die Benedikt-Studienbibliothek des Kollegs am Campo Santo Teutonico betreut hat, wird am 7. Dezember um 10 Uhr in der Basilika St. Anna in Altötting von Bischof Dr. Stefan Oster für die Diözese Passau zum Diakon geweiht.
Ein langjähriges Forschungsprojekt über die baden-württembergische Stiftslandschaft geht mit dieser Tagung und der Publikation des Handbuchs der Stiftskirchen im November zu Ende. Die in Zusammenarbeit mit den Universitäten Kiel und Tübingen, der Gesellschaft Oberschwaben und dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart organisierte Tagung in Klosterweingarten vom 28. bis zum 30. November ist sozusagen der Höhepunkt dieses Bemühens und zweilfellos von größtem Interesse.
Stefan Langenbahn, seit vielen Jahren der Schriftleiter des "Archivs für Liturgiewissenschaft" in der Abtei Maria Laach, hat einen fundamentalen Artikel über die Anfänge der modernen Liturgischen Bewegung in Deutschland im jüngsten Archiv (2018, Seiten 34-100) veröffentlicht. Langenbahn, der sich wie kein anderer in dieser Materie auskennt, dankt ausdrücklich dem Archiv der Abtei, Pater Basilius Sandner, der in der Tat für die historische Memoria und die Bewahrung der Dokumente der Abtei von hervorragender Bedeutung ist.