Aus dem Institut

Neues Mitglied des RIGG: Paul Oberholzer

Pater PD Dr. Paul Oberholzer S.J. (* 1968 Uznach in der Ostschweiz): "Geschichte spielte für mich bereits seit früher Kindheit eine grosse Rolle. In der nahen Kantonshauptstadt befindet sich das altehrwürdige Kloster St. Gallen, dessen Handschriften ich bereits in der Volksschulzeit bewunderte. Gleichzeitig nahm ich intensiv an einem traditionellen und geistig offenen Pfarreileben teil. Zur Vertiefung kamen diese Ausrichtungen während meiner Gymnasialzeit in Disentis, einem Benediktinerkloster in den Bündner Bergen mit frühmittelalterlichem Ursprung. Nach der Matura studierte ich Theologie in Innsbruck und Geschichte mit Schwerpunkt Mittelalter und Grundwissenschaften in Freiburg (CH).

Nach einigen Jahren Arbeit im Stiftsarchiv St. Gallen entschied ich mich 2001 zum Eintritt in die Gesellschaft Jesu. Erste Station war eine Mitarbeit in der Zeitschrift „Orientierung“ in Zürich; gleichzeitig begann ich mich in die Geschichte des Jesuitenordens zu vertiefen, was mich von 2008 bis 2012 ins Zentralarchiv in Rom und danach zu einer Habilitation an der theologischen Fakultät Freiburg (CH) führte. 2015 nahm ich die Lehrtätigkeit an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom auf und wandte mich wieder meiner ersten Spezialisierung, dem Mittelalter, zu. Im Zentrum stehen allerdings nicht mehr das Heilige Römische Reich deutscher Nation und die monastische Kultur, als vielmehr die Papstgeschichte, der Schwerpunkt unserer Fakultät, sowie die iberische Halbinsel mit ihren differenzierten Kulturkontakten, was vor allem für die zahlreichen Studenten aus dem spanischen und portugiesischen Sprachraum Relevanz hat".