Die neue Metro-Linie C
Von Nikolas Möller
Es geht voran in Rom. Unter anderem mit der neuen Metrolinie C. Um den Jahreswechsel wurde beispielsweise die neue Haltestelle „Colosseo / Fori Imperiali (Metro C)“ eröffnet.
Um nicht nur den ungeduldigen Römern zu zeigen, warum solche Arbeiten in dieser Stadt schwierig sind und Zeit beanspruchen (apropos: wann soll nun eigentlich die zweite Stammstrecke in München ganz ohne Antike im Untergrund fertig werden?), sind auf zwei Etagen exemplarisch antike Fundstücke ausgestellt: Kapitelle, Sarkophage, Skulptur, Keramik u. a.
Im Zwischengeschoss findet man auch Baubefunde. Darüber hinaus informiert eine große Leinwandpräsentation über den Bereich zwischen Kolosseum und Piazza Venezia und verschweigt auch nicht die faschistischen Maßnahmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die völlig richtig als „Zerstörungen“ bezeichnet werden.
Wer Zeit hat und sich nicht an der außerordentlich lauten Lüftung der U-Bahn-Station stört, kann also auch dort ein wenig Antike und Geschichte aufnehmen. Zusätzlich gibt es oberirdisch einen der neuen „Info-Points“, wo man unter anderem Eintrittskarten und Literatur erwerben kann.
„Roma si trasforma“!
PS: Die neue Metro-Station am Colosseum scheint nicht wettertauglich zu sein. Nach den jüngsten massiven Regenfällen musste sie teilweise wegen Wassereinbruch geschlossen werden.
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- Geschrieben von: Stefan Heid
- Kategorie: Römische Notizen
Römisches Institut der Görres-Gesellschaft


