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Christliche Archäologie in Münster seit 135 Jahren

Dieter Korol und seine Nachfolgerin Pamela Bonnekoh haben ein Heft über 135 Jahr Forschung und Lehre der Christlichen Archäologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster herausgebracht. Es ist Josef Engemann gewidmet, dem ersten Hochschullehrer in Nordrhein-Westfalen, der Christliche Archäologie als eigenständiges Studienfach in einer Philosophischen Fakultät (in Bonn) gelehrt hat. Die Geschichte der Christlichen Archäologie in Münster ist freilich bedeutend älter. Sie beginnt 1885 mit dem Priester Max Sdralek an der katholisch-theologischen Fakultät.

Es folgen illustre Namen wie Anton Pieper, Franz Diekamp, Franz Joseph Dölger, Adolf Rücker, Johannes Quasten, Bernhard Kötting, Johannes Emminghaus, um nur die wichtigsten katholischen Vertreter zu nennen, alles Priester, von denen fast alle einige Jahre in Rom am Campo Santo Teutonico verbracht haben. Hier ist also wirklich eine klare Traditionskette erkennbar. In dem spannenden Bändchen werden konzis die Linien nachgezeichnet. Neben der katholischen Fakultät spielt auch die Evangelisch-Theologische Fakultät und schließlich die Philosophische Fakultät eine Rolle. Hier sind zuletzt Hugo Brandenburg und die beiden Herausgeber zu nennen. Auch wenn derzeit die Professur auf eine Akademische Ratstelle reduziert ist, bleibt doch das ordnungsgemäße Studium des Faches "Christliche Archäologie" in Münster in vier Studiengängen erhalten.

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