Römische Notizen

Welchen Wein trank man am Campo Santo? - den Velletri!

Als Anton de Waal, der alte Rektor des Campo Santo (+ 1917), dass Regiment führte, stand jedem Kollegiaten am Tag eine Flasche Wein zu, mittags eine halbe, abends eine halbe. Hubert Jedin ist in den 1920er Jahren, also nach de Waal, unter dem aus Köln stammenden Rektor Emmerich David am Kolleg. Damals trinkt man Velletri, d.h. Wein aus Velletri, einer kleinen Stadt südlich Roms. Sicherlich hat man damals keinen guten Wein getrunken; es war der übliche Tischwein. Aber seit wenigen Jahren gibt es aufgrund der exzellenten geologischen und mikroklomatischen Bedingungen einiger Lagen bei Velletri einen Spitzenwein, den Omina Romana: höchster Genuss! An der Entwicklung dieses Weins ist die ehemalige Assistentin des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, Theresa Börner, beteiligt. 

 

Omina Romana 

Das Foto ist wohl in einem der Zimmer des Prälatengangs am Campo Santo Teutonico aufgenommen. Es stammt von 1927, als man das 50-jährige Bestehen des Kollegs feierte. Nicht fehlen dürfen die Zigarren und der Rotwein-Fiasco, der hier ca. 1,5 Liter zu fassen scheint. Zu sehen sind u.a. Adolf Kalsbach, Joseph Prill, Bruno Katterbach OFM und Emil Göller.