Leseempfehlungen

Unter den Leseempfehlungen werden Bücher vorgestellt, die man tatsächlich lesen kann und deren Lektüre Gewinn bringt. Es handelt sich nicht notwendig um Neuerscheinungen. Vorschläge nehme ich gern entgegen. S.H.

Der Historiker Erwin Gatz gewürdigt von Gisela Fleckenstein

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23. 06. 2016

Erstmals wird Erwin Gatz (1933-2011), über mehrere Jahrzehnte Rektor der Erzbruderschaft des Campo Santo, des Priesterkollegs und Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, in einem Sammelband über "Katholische Kirchenhistoriker des 20. Jahrhunderts" gewürdigt. Der von Jörg Ernesti und Gregor Wurst herausgegebene Band Kirchengeschicht im Porträt (Herder 2016; 34,99 Euro) stellt 22 Historiker vor, darunter Altaner, Daniélou, Dölger, Grabmann (von Thomas Marscher), Iserloh, Jedin, Klauser (von Michael Durst), Kötting, Marrou und Hugo Rahner. Ergänzend sei auf die grundlegenden Beiträge zu Altaner, Dölger, Klauser, Kötting, Marrou und Ludwig von Pastor im Personenlexikon zur Christlichen Archäologie (2012) mit Hinweisen auf deren Nachlässe und Archivalien sowie umfassenden biographischen Angaben hingewiesen.

Von dem sehr schönen Beitrag von Gisela Fleckenstein (Köln) über Erwin Gatz geben wir hier eine Leseprobe.

   

Vatikanbibliothek legt monumentales Werk über Gaetano Marini vor

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18. 06. 2016

Marco Buonocore, Skriptor und Chefarchivar der Vatikanbibliothek und Präsident des Akademischen Rats der Pontificia Accademia Romana di Archeologia, hat einen opulenten Doppelband über den bedeutenden vatikanischen Archivar und Bibliothek Gaetano Marini herausgegeben. Der Titel lautet: "Gaetano Marini (1742–1815) protagonista della cultura europea. Scritti per il bicentenario della morte". Er ist in der hauseigenen Reihe der Vatikanbibliothek "Studi e Testi" erschienen (Bd. 492–493), 1767 Seiten. Die Bände kann man nur direkt beim Economato der Vatikanbibliothek erwerben. Sie kosten 200,- Euro. Demnächst wird eine ausführliche Rezension in der Römischen Quartalschrift erscheinen. Hier nur eine knappe Gesamtbewertung:

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"Orte der Zuflucht" als e-book

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01. 06. 2016

Der Herder-Verlag wird immer "elektronischer". Jetzt gibt es den Band Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke: Der Campo Santo Teutonico und der Vatikan 1933-1955 auch als e-book für 45,99 Euro.

Seit kurzem gibt es ferner die ebenfalls bei Herder erscheinende "Römische Quartalschrift zur christlichen Altertumskunde und Kirchengeschichte" für den modernen mobilen Kunden als App, um sich immer über die aktuellsten Ereignisse der Kirchengeschiche auf dem Laufenden halten zu können.

   

Soeben erschienen: 2. Heft 2015 der Römischen Quartalschrift

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09. 05. 2016

altDer zweite Faszikel der gemeinsam vom Priesterkolleg am Campo Santo Teutonico und dem RIGG herausgegebenen Römischen Quartalschrift 110 (2015) ist pünktlich erschienen. Er enthält Aufsätze von Carlo dell'Osso (Patrologie), Galit Noga Banai (Christliche Archäologie), Andreas Weckwerth (Konziliengeschichte), Burkhard Roberg (Kurialgeschichte), Hartmut Benz (rheinische Kirchengeschichte) und Philippe Chenaux (Jesuiten).

Es werden Bücher von Fabrizio Bisconi/Olof Brandt, Alina Soroceanu, Arnold Angenendt, Hans-Joachim Kracht, Stefan Heid und Arnd Uhle besprochen.

Hier finden Sie das Cover und Inhaltsverzeichnis des Heftes.

Das nächste Heft (1-2, 2016) erscheint regulär im September. Es wird Beiträge der vergangenen RIGG-Tagung "Rom bei Nacht" enthalten.

Wer sich für die Hefte der Römischen Quartalschrift interessiert, kann diese in der Herder-Bücherstube in Rom oder beim Herderverlag bestellen (ggf. auch Probehefte). Die Römische Quartalschrift gibt es hier auch als App.

   

Eine neue kirchenhistorische Fachzeitschrift

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15. 03. 2016

Chiesa e Storia

Die 1970 gegründete Associazione Italiana dei Professori di Storia della Chiesa veröffentlicht seit 2011 eine eigene kirchenhistorische Zeitschrift Chiesa e Storia, die teilweise die Referate ihrer Studientagungen aufnimmt. Bisher waren diese Tagungen immer in eigenen Publikationen veröffentlicht worden. Nur Mitglieder der Associazione erhalten die neue Zeitschrift (Jahresbeitrag 55,- Euro), die in ihrem Umfang stark schwankt. Letzteres ist eine Unsitte italienischer Zeitschriften, die zuweilen befürchten lässt, dass alles gedruckt wird, was bei der Redaktion eingeht. Dennoch verdient die neue Initiative Beachtung. Für die ersten vier Bände haben unter anderem Ludwig Schmugge, Yvonne zu Dohna und Johannes Grohe Beiträge geliefert.

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Christliche Archäologie in Trier

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07. 02. 2016

Ein Buch über die Grabinschriften

Trier war als Römerstadt eines der frühesten Ausbreitungszentren des Christentums im nordgallisch-germanischen Raum. Daher hat dort bis heute die Pflege der Christlichen Archäologie einen großen Stellenwert, und das sollte unbedingt so bleiben. Ausdruck dieses Stellenwerts war 1965 der 7. Internationale Kongress für Christliche Archäologie, der in Trier stattfand. 2004 besuchte das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie im Rahmen einer Studienfahrt die Stadt. Inzwischen ist ein stattlicher Band zu den Frühchristlichen Grabinschriften im Westen des Römischen Reiches erschienen (hier bestellen), der die Beiträge der Trierer Tagung vom Juni 2013 vereinigt. Der Band wurde herausgegeben von Lukas Clemens, Hiltrud Merten und Christoph Schäfer und ist dem unvergessenen Althistoriker Heinz Heinen (1941-2013) gewidmet. Themen sind unter anderem die Inschriften in Trier, Kobern-Gondorf, Mittelrhein, Arles, Salona, Nordafrika und Rom.

   

Die Theologie der Klostergärten

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06. 02. 2016

Norbert Nordmann, der sich einige Tage am Campo Santo Teutonico aufhält, um die Vatikanischen Gärten zu studieren, hat der Bibliothek sein neuestes Buch Wo sich Theologie und Gartenkunst durchdringen. Die Steyler Klostergärten des hl. Arnold Janssen geschenkt. Es ist in Regensburg im Verlag Schnell und Steiner erschienen, der auch schon ein Buch über die Vatikanischen Gärten verlegt hat. Arnold Janssen stammte wie Anton de Waal, der Rektor des Campo Santo, vom Niederrhein; beide wurden 1837 geboren. Janssen gründete 1875 den Orden der Steyler Missionare, de Waal 1876 das Priesterkolleg am Campo Santo. Es ist die Zeit des Kulturkampfs und des großen organisatorischen Aufbruchs im deutschen Katholizismus. Beide Perseönlichkeiten sind sich allerdings wohl nie begegnet, zu weit entfernt waren ihre Interessen und Wirkungsräume. Janssen entwarf zahlreiche Ziergärten und Gartenanlagen als paradiesische Orte der Besinnlichkeit. Davon handelt das feine Buch.

   

Neues Buch über Sankt Peter

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31. 01. 2016

Kreis: Campo Santo Teutonico; Pfeil: Wohnung Benedikts XVI. in den Vat. Gärten Kreis: Campo Santo Teutonico; Pfeil: Wohnung Benedikts XVI. in den Vat. Gärten Ein neuer großformatiger Bildband über die 1700-jährige Architekturgeschichte von St. Peter ist in deutscher Übersetzung im Michael Imhof Verlag erschienen: Der Petersdom in Rom. Die Baugeschichte von der Antike bis heute. Der Band überzeugt durch seine exzellenten Texte (hier zeichnen Hugo Brandenburg, Antonella Ballardini und Christof Thoenes verantwortlich) und die prachtvolle Bebilderung. Die Abbildungen sind meist großformatig und bieten zahlreiche wichtige historische Bilddokumente, die für eine Rekonstruktion der Baugeschichte unerlässlich sind. Der Campo Santo Teutonico bzw. dessen Kirche ist auf mindestens acht Bildern vertreten.

Das beste Buch über die gesamte frühchristliche Kirchenarchitektur Roms derzeit auf dem Markt ist H. Brandenburg, Die frühchristlichen Kirchen in Rom.

   

Viel Lob für "Orte der Zuflucht"

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11. 12. 2015

Da staunt sogar Seine Heiligkeit Da staunt sogar Seine Heiligkeit In der letzten Ausgabe der "Stimmen der Zeit" (140, 2015, S. 862-864) lobt der Rezensent P. Andreas R. Batlogg SJ den sowohl im Verlag Herder als auch in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschienenen Tagungsband "Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke. Der Campo Santo Teutonico und der Vatikan 1933-1955" über den grünen Klee:

"Dieses gewichtige Buch versammelt viel Gelehrsamkeit mit atemberaubenden Details ... Der magistrale Artikel von Johan Ickx und Stefan Heid über den Campo Santo und die Erzbruderschaft während des Zweiten Weltkriegs liest sich wie ein Who is who der europäischen Wissenschaftsgeschichte ... Forscherinnen und Forscher werden mit diesem redaktionell hervorragend betreuten Band ein überfälliges Desiderat geschlossen sehen ... An Kirchen-, Vatikan- und Theologiegeschichte Interessierte können staunen. Zahlreiche Fotos und das Personenregister helfen besonders auch 'Begierdehistorikern', an kirchlicher Zeit- und Wissenschaftsgeschichte Interessierten, gezielt Informationen wieder aufzuspüren, die bei der Fülle des gebotenen Stoffs leicht verlorengehen können oder übersehen werden. Also: Die Lektüre lohnt!".

Hier die gesamte Rezension.

   

Leseempfehlung: Griechen, Etrusker und Römer

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Dagmar Stutzinger ist vielen Christlichen Archäologen seit langem bekannt, genau genommen seit sie 1983 den Katalog "Spätantike und frühes Christentum" und die entsprechende Ausstellung im Liebieghaus in Frankfurt konzipiert und koordiniert hat. Der Katalog ist längst vergriffen und immer noch ein Geheimtipp für Archäologiestudenten. Nun hat Stutzinger, die als Kustodin die Frankfurter Antikensammlung betreut, im Verlag Schnell und Steiner einen 528-seitigen Band Griechen, Etrusker und Römer: Eine Kulturgeschichte der antiken Welt im Spiegel der Sammlungen des Archäologischen Museums Frankfurt verfasst, der vom Museumsdirektor Egon Wamers herausgegeben wurde. Für nur 50 Euro ist das Opus zu erwerben. Der reich illustrierte Band handelt von der Eisenzeit bis zur Spätantike. Dank der äußerst reichhaltigen Frankfurter Sammlung ist wirklich eine umfassende Kulturgeschichte entstanden, die durch die detaillierten Indices bestens erschlossen wird.

   

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