Leseempfehlungen

Unter den Leseempfehlungen werden Bücher vorgestellt, die man tatsächlich lesen kann und deren Lektüre Gewinn bringt. Es handelt sich nicht notwendig um Neuerscheinungen. Vorschläge nehme ich gern entgegen. S.H.

Ankündigung: Das nächste Heft der Römischen Quartalschrift

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15. 02. 2015

Das nächste Heft der Römischen Quartalschrift, 109. Jahrgang (2014), Doppelheft 3-4, wird in Kürze pünktlich erscheinen. Inhaltlich setzt es das vorausgehende Doppelheft fort, das überwiegend die Referate der im vergangenen Jahr am RIGG abgehaltenen Tagung "Römische Kurie und 'Rassendebatte' in der Zwischenkriegszeit" enthält. Damit ist der gesamte Jahrgang 2014 ein geschlossenes Themenheft "Vatikan & 'Rassendebatte", das zweifellos viel Beachtung finden wird. Die Römische Quartalschrift kann als Einzelheft oder im Abonnement beim Herder-Verlag bestellt werden.

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Rezension zu "Operation am lebenden Objekt"

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06. 01. 2015

Pfarrer Klaus-Peter Vosen an St. Maria in der Kupfergasse in Köln hat eine ausführliche Rezension des Buches Operation am lebenden Objekt. Roms Liturgiereformen von Trient bis zum Vaticanum II (be.bra Wissenschaftsverlag, Berlin 2014) veröffentlicht. Sie erschien in "Die Tagespost", 67. Jahrgang, Nr. 149 vom 16. Dezember 2014, Seite 6. Vosen hebt die "aktuelle Relevanz und Brisanz der einzelnen Beiträge" hervor, die auf eine Tagung des RIGG im Dezember 2012 zurückgehen. Näher besprochen werden die Beiträge von Kurt Koch, Peter Hofmann, Manfred Hauke und Stefan Heid.

   

Montag, 15. Dezember: Buchvorstellung Gudrun Sailer

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05. 12. 2014

Jörg Bremer von der F.A.Z. wird um 18.30 Uhr in der Österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl (Via Reno 9) das Buch "Monsignorina. Die deutsche Jüdin Hermine Speier im Vatikan" vorstellen. Das Buch wurde im Aschendorff-Verlag veröffentlicht (19,80 Euro). Verfasserin ist Gudrun Sailer, österreichische Journalistin und langjährige Radio-Vatikan-Redakteurin, zudem Mitglied des RIGG. Frau Sailer hat schon öfters über Frauen im Vatikan Veröffentlichungen vorgelegt und sich in den letzten Jahren eingehend mit der zum Katholizismus konvertierten Jüdin und Archäologin Hermine Speier (1898-1989) auseinander gesetzt, deren Grab sich auf dem Campo Santo Teutonico befindet.

Teilnahme wohl nur auf Einladung hin möglich.

Hingewiesen sei auch auf den nun bald erscheinenden Tagungsband Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke: Der Campo Santo Teutonico und der Vatikan 1933-1955, in dem sich ebenfalls ein Beitrag über Hermine Speier findet.

   

Domspatzen, Bischofshof und Heiligengräber

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Ein vorbildliches Buch über 2000 Jahre Christentum in Regensburg

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der in Regensburg ansässige Verlag Schnell Steiner über seine Stadt ein Buch veröffentlichen würde. Nunmehr liegt es vor: Klaus Unterburger / Karl Hausberger (Hrsg.), Domspatzen, Bischofshof und Heiligengräber (reich bebildert, 200 Seiten, 16,95 Euro). Unterburger ist derzeitiger, Hausberger emeritierter Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte der Universität Regensburg. Das Buch behandelt in kurzen, informativen Beiträgen herausragende Aspekte jenes Bistums, das seit seiner Gründung durch Bonifatius seine Grenzen kaum verändert hat. Da geht es um den Dom, der seine Turmspitzen erst im 19. Jahrhundert erhielt, die Alte Kapelle, das monastische Leben, Frauenklöster und Damenstifte, Juden, Protestanten, Kirchenmusik, das Schottenkloster, das einmal ein Irenkloster war, und den politischen Katholizismus des 19./20. Jahrhunderts (unter dessen Exponenten auch die Verleger Pustet).

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Neuerscheinung: Einführung in die Christliche Archäologie

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20. 11. 2014

Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie hat nach langen Jahren der Vorbereitung eine Art Handbuch oder besser eine Einführung in die Christliche Archäologie veröffentlicht: Lezioni di Archeologia Cristiana (2014). Das Buch soll dem breiten interessieretn Publikum einen Überblick über die wichtigsten Themen der Christlichen Archäologie bieten. Es handelt sich um ein Gemeinschaftswerk aller Professoren des Instituts, die jeweils ihre Disziplin vorstellen: Anna Maria Ramieri+ und Carla Slavetti (Geschichte der Christliche Archäologie) - Stefan Heid (Liturgie und Hagiographie) - Lorenzo Dattrino (Patrologie) - Philippe Pergola und Lucrezia Spera (Topographie) - Vincenzo Fiocchi Nicolai (Katakomben) - Federico Guidobaldi (Architektur) - Danilo Mazzoleni (Epigraphik) - Fabrizio Bisconti (Ikonographie). Ferner enthält der Band von Luana Spadano sehr hilfreiche chronologische Tabellen. Das mit sehr umfangreichem Bildmaterial ausgestattete Buch umfasst 636 Seiten und ist für 40 Euro direkt beim Päpstlichen Institut zu erwerben.

   

Neuerwerbung der Bibliothek: Mitteilungsblatt des Petersdoms

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12. 11. 2014

Eine absolute Rarität

Seit dem Jahr des Mauerfalls gibt die Fabbrica di S. Pietro, also die Bauhütte des Petersdoms, ein monatliches Mitteilungsblatt im Umfang eines DIN A3-Doppelbogens heraus. Im Jahr 2014 ist der 26. Jahrgang erreicht. Dieses Mitteilungsblatt, das für jährlich 15,- Euro abonniert werden kann, ist jeden Cent wert. Der "Notiziario" mit dem vollen Titel "La Basilica di S. Pietro - Notiziario mensile" wird von Mons. Vittorio Lanzani verantwortet und maßgeblich von Dott. Pietro Zander betreut. Dank der Großzügigkeit des Delegaten der Fabbrica, Mons. Vittorio Lanzani, wurde der Bibliothek des Campo Santo die gesamte Serie der 26 Jahrgänge geschenkt. Damit dürfte der Campo Santo Teutonico wohl - nach der Hertziana - die zweite öffentliche Bibliothek der Welt sein, die diese Zeitschrift besitzt; sie findet sich jedenfalls nicht einmal in der Vatikanbibliothek.

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Ein neues Buch über den "Camposantiner" Mons. O'Flaherty

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07. 11. 2014

Der Retter Tausender lebte 1938 bis 1949 am Campo Santo

O'Flaherty begrüßt am 4. Juni 1944 auf dem Petersplatz US-General Mark W. Clark O'Flaherty begrüßt am 4. Juni 1944 auf dem Petersplatz US-General Mark W. Clark Das Buch "Über die weisse Linie - Wie ein Priester über 6000 Menschen vor der Gestapo rettete" (Dumont, Köln 2014; 19,99 Euro) der Journalisten Arne Molfenter und Rüdiger Strempel nimmt sich der heldenhaften Tätigkeit des irischen Priesters und Monsignore Hugh O'Flaherty (1898-1963) an, der im Priesterkolleg des Campo Santo Teutonico wohnte und im Zweiten Weltkrieg mithalf, Tausende von Kriegsflüchtlingen und Verfolgten vor den deutschen Nationalsozialisten und italienischen Faschisten zu schützen. Die im Titel angesprochene "weiße Linie" meint jenen von den deutschen Besatzern 1943 auf dem Boden zwischen den Kolonnaden des Petersplatzes gemalten Streifen, der die Grenze zwischen Rom und dem Vatikan markierte. Diese Grenze unterlag seitens der Deutschen besonderer Bewachung; jenseits davon war O'Flaherty seines Lebens nicht mehr sicher.

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Montag, 8. Dezember: Buchvorstellung in der Anima

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05. 11. 2014

Buch über die Inschriften der Anima

Eberhard J. Nikitsch (Mainz) hat in den Jahren 2010 bis 2012 als Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts in Rom die Inschriften von Santa Maria dell'Anima im Rahmen eines Editions-Projektes bearbeitet. Nachdem diese Arbeit Ende 2012 mit einer Online-Edition abgeschlossen werden konnte, ist nun im Verlag Schnell und Steiner (Regensburg) eine überarbeitete und mit zahlreichen Abbildungen versehene Ausgabe mit dem schönen Titel Das Heilige Römische Reich an der Piazza Navona. Santa Maria dell'Anima in Rom im Spiegel ihrer Inschriften aus Spätmittelalter und Früher Neuzeit in Buchform erschienen (49,95 Euro). Der Band ermöglicht erstmals einen beeindruckenden Einblick in den ehemals großen Bestand an Grabdenkmälern dieses durchaus zur gehobenen Mittel- bzw. Oberschicht Roms zählenden Personenkreises und vermittelt eine gute Vorstellung vom vormals reichen Bestand an Weihe-, Bau- und Stiftungsinschriften. Alle Inschriften liegen in deutscher Übersetzung vor. Dazu findet eine Buchvorstellung am 8. Dezember um 19 Uhr in der Bibliothek der Anima statt.

   

Warum Christophorus-Bilder so riesig sind

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28. 10. 2014

oder: Glosse zu einem riesigen Buch über das Konstanzer Münster

Im Schnell und Steiner-Verlag Regensburg ist von Ulrike Laule (Hg.), ein kolossales Buch über Das Konstanzer Münster Unserer Lieben Frau erschienen (2013, 467 Seiten, 76 Euro), das sein Geld wert ist. Das Münster war 1000 Jahre lang die Bischofskirche von Konstanz am Bodensee. Hier tagte 4 Jahre lang 1414-1418 das Konzil von Konstanz, das mit der Wahl Martins V. das große Abendländische Schisma beendete. Als das Bistum 1821 aufgelöst wurde, wurde der Dom Pfarrkirche. Die Auflösung des Bistums war ein unerhörter Fall: Der letzte Bischof Ignaz Heinrich von Wessenberg war derart der Aufklärung verfallen, dass Pius VII. keinen anderen Ausweg mehr sah, als ihm sozusagen das Bistum unter den Füßen wegzuziehen. Der "Wessenbergismus" ist bis heute Schlagwort für den den deutschen Südwesten prägenden liberalen Katholizismus. Trotz solch traumatischer Schicksale ist der Dom von Konstanz doch ein faszinierendes Denkmal der Kirchengeschichte und religiösen Praxis.

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Leseempfehlung: "Das Duell" von Ulrich Schlie

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04. 10. 2014

"Das Duell: Der Kampf zwischen Habsburg und Preußen um Deutschland"

Dr. Ulrich Schlie, 2012-2014 Ministerialdirektor im Verteidigungsministerium und Berater für Verteidungsfragen diverser Minister, hat im Propyläenverlag ein neues Buch zur deutschen Geschichte vorgelegt. Es geht um das Ringen zwischen Preußen und Österreich um die Hegemonie in Deutschland. Das Buch konzentriert sich im traditionellen Sinne der Politik- und Diplomatiegeschichte auf die Akteure der europäischen Politik und umspannt das 18. bis 21. Jahrhundert. In Doppelbiographien - Plutarch lässt grüßen - stellt Schlie jweils eine Protagnosten Preußens und Habsburg gegenüber: Friedrich der Große vs. Maria Theresia - Metternich vs. Bismarck - Franz Joseph II - Wilhelm II. - Hitler vs. Schuschnigg. vorzustellen.

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