Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Für die Ewigkeit gebaut: Klaus Ganzer über den Campo Santo Teutonico

Professor Dr. Klaus Ganzer aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart war während des Zweiten Vatikanischen Konzils am Campo Sanot Teutonico, nämlich genau von 1963 bis 1965, als das Kolleg teilweise ein Großbaustelle war. Damals war ein solcher Neubau noch möglich, da noch nicht nebenan die Audienzhalle stand, die heute wegen der äußerst engen Verhältnisse und der Lärmbelästigung, ganz abgesehen von den uferlosen Kosten, ein solches Unterfangen unmöglich machen würde. Klaus Ganzer, ein enger Freund von Ewin Gatz und dem Kolleg, hat jüngst einen köstlichen Aufsatz über seine Erfahrungen am Campo Santo geschrieben (Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 38, 2019, 279-289).

Symposium der Apostolischen Pönitentiarie

Am 21. und 22. Oktober findet im Palast der Päpstlichen Kanzlei (Cancelleria) das 7. Symposion der Apostolischen Pönitentiarie zum Thema "Penitenza e penitenzieria tra rivoluzioni e restaurazioni (1789-1903)" statt. Unter den Referenten sind Uwe Michael Lang, Johan Ickx, Roberto Regoli, Giovanni Vian, Andrea Ciampani u.a.

Programm

Porta di S. Anna, vom Vatikan aus gesehen

Theodor Klauser sieht 1931 ein neues Rom - nach den Lateranverträgen

In einem Brief an Pater Odo Casel OSB vom 13. Dezember 1931 schildert der spätere Bonner Kirchenhistoriker Theodor Klauser, der 1925 bis 1927 am Priesterkolleg des Campo Santo Teutonico verbracht hatte, seine Eindrücke, als er vier Jahre später erneut nach Rom kam, diesemal als Assistent für Christliche Archäologie am Deutschen Archäologischen Institut. Inzwischen waren 1929 die Lateranverträge geschlossen worden, so dass der neue Vatikanstaat entstand.

IV. Tag der Katakomben - verbilligte Bücher

Die Päpstliche Kommission veranstaltet am 16. Oktober zum vierten Mal den Tag der Katakomben. Unter anderem sind folgende Katakomben geöffnet: Kallixt, Sebastian, Domitilla, Pankratius, Agnese, Priscilla, Marcellino e Pietro, Tecla, Laurentius, Prätextat, Vigna Chiaraviglio.

Programm

Billige Bücher 

Mitglied der Görres-Gesellschaft erhält Ratzinger-Preis

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, international anerkannte Religionsphilosophin, erhält den diesjährigen Preis der vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger/Benedikt XVI., zusammen mit Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger. Gerl-Falkovitz ist Expertin u.a. für Edith Stein, Romano Guardini und Joseph Ratzinger und eine gefragte Pädagogin und Rednerin. 2015 führte sie mit der Phil.-theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz in Zusammenarbeit mit dem RIGG am Campo Santo Teutonico eine Studienwoche über Romano Guardini durch.

7. Oktober: Bischofslexikon der Habsburgermonarchie

Am 7. Oktober wird um 17 Uhr im Österreichischen Historischen Institut in Rom der erste Band des auf 4 Bände angelegten Lexikons der Bischöfe der Donaumonarchie 1804 bis 1918 vorgestellt. Das Lexikon, das in der Tradition des Bischofslexikons von Erwin Gatz steht, wird von Rupert Klieber (Wien) herausgegeben. Zur Vorstellung kommen Andreas Gottsmann, Rupert Klieber, Péter Tusor, Emilia Hrabovec und Stefan Heid.

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30. September: Festvortrag für Bernard Andreae

Zum 90. Geburtstag von Prof. Dr. Bernard Andreae, 1984 bis 1995 Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts, findet am 30. September um 18 Uhr ein Festvortrag in Rom statt, der auch online verfolgt werden kann. Prof. Dr. Ralf von den Hoff (Freiburg) spricht über "Alexanderschlachten? Zur Geschichte eines Bildmodells im späthellenistischen Italien".

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Bonner Christliche Archäologen in Rom

Prof. Dr. Sabine Feist von der Universität Bonn ist mit ihren Studentinnen und Studenten der Christlichen Archäologie zu einer Exkursion in Rom. Die Gruppe hat unter anderem die Nekropole unter Sankt Peter und den Campo Santo Teutonico besucht. Dabei waren auch Dr. Karin Mair (Nekropole) und Dr. Norbert Zimmermann (DAI). Frau Feist ist Nachfolgerin von Sabine Schrenk, diese wiederum von Josef Engemann auf dem Lehrstuhl für Christliche Archäologie in Bonn.

Chiara Cecalupo neue Professorin am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie

Chiara Cecalupo, Mitglied des RIGG, ist Anfang August zur neuen Professorin mit Lehrauftrag für Einführung in die Christliche Archäologie und Museologie am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie ernannt worden. Cecalupo ist CONEX-Plus-Marie-Curie-Stipendiatin an der Universidad Carlos III de Madrid. Sie promovierte in Museologie am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie in Rom und erwarb einen Abschluss in Museologie an der Universität von Pisa. 

Der Tisch der Armenspeisung Papst Gregors des Großen

Auf dem Monte Celio gibt es neben der Kirche San Gregorio Magno eine Gruppe von drei Kapellen, die den Heiligen Barbara, Andreas und Silvia geweiht sind. Die Barbarakapelle auf der linken Seite wird auch das Triclinium Papst Gregors des Großen (590-604) genannt. In seiner heutigen Form ließ sie im Jahre 1602 der bedeutende Kirchenhistoriker und Kardinal Baronius (1538-1606) auf den Ruinen des Klosters San Andrea errichten, das Gregor an dieser Stelle auf dem Familienbesitz gebaut und in dem er eine Zeit lang als Mönch gelebt hatte.