Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Tagung in Rom: La Breccia di Porta Pia

Das Esercito Italiano und das Pontificio Comitato di Scienze Storiche veranstaltet am 1.-2. Oktober eine Tagung zur Porta Pia. Bemerkenswert ist die Zusammenarbeit von Militär- Stadt- und Kirchenhistorikern. Die Tagung im Kapitelsaal der ehemaligen Inquisition in S. Maria sopra Minerva wird in Streaming übertragen.

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20. September 1870: 150 Jahre Breccia di Porta Pia

Von Maik Schmerbauch

Am Ende der Via Venti Settembre liegt die Porta Pia. Der Name des Stadttors Porta Pia bekam dieses nach dem Medici Papst Pius IV. (1499-1565) verliehen. Dieser hatte den Meister Michelangelo persönlich mit der Errichtung neuer Stadttore beauftragt. Michelangelo konnte aber nur im Jahr 1561 ein Tor in Angriff nehmen. Die Porta Pia sollte die bis zu diesem Zeitpunkt wichtige Porta Nomentana an der Aurelia ersetzen. Die Porta Pia wurde aber erst nach Michelangelos Tod 1565 von einem seiner Schüler fertiggestellt.

Päpstliches Institut für Christliche Archäologie: Einführung in die Christliche Archäologie

Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie bietet wieder seinen erfolgreichen Einführungskurs in die Christliche Archäologie an, an dem alle Professoren Grundfragen ihrer Disziplin vorstellen und eine Reihe von Exkursionen durchgeführt wird. Kursbeginn ist am 7. November. Die Veranstaltungen liegen immer Samstag vormittags. Wegen Covid wird um eine vorzeitige Anmeldung vor dem 7. November gebeten. 

Das Programm

24. September: Tag der Offenen Tür am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie

Am 24. September veranstaltet das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie einen Informationstag. Professoren und Studenten stehen für Fragen zur Verfügung. Das Päpstliche Institut wird im Herbst wie gewohnt seine Vorlesungen und Veranstaltungen im vollen Betrieb aufnehmen. Wer sich über die Arbeit des Instituts informieren möchte, ist herzlich eingeladen. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich.

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Der Campo Santo Teutonico putzt sich raus - und leuchtet

Der Campo Santo Teutonico putzt sich seit einigen Monaten heraus, zunächst auf dem Dach: Der Glockenturm wurde völlig erneuert und lässt nun drei historische Glocken tönen. Auf dem "Türmchen" (seit Anton de Waal das Rektoren-Tusculum) ist das historische Kreuz mit Doppeladler neu aufgestellt worden; es wird nun nachts beleuchtet, was neben dem Petersdom einen eindrucksvollen Effekt ergibt (siehe Bild). Nun ist auch die Terrasse erneuert, die wasserdurchlässig war. Derzeit wird, um die sehr günstigen Arbeitsbedingungen im Vatikan während der Corona-Ruhe zu nutzen, die Fassade des "Hospizes" saniert, also die Schauseite des Hauptgebäudes.  

Zum Campo Santo

ganz hinten links steht das Personenlexikon zur Christlichen Archäologie im Regal

Deutlich verbesserter Katalog der Vatikanbibliothek

Der online-Katalog der Vatikanbibliothek ist gründlich erneuert und wesentlich kundenfreundlicher geworden. Er erleichtert nicht nur den offenen Zugang zu zahlreichen digitalisierten Handschriften (ein Beispiel aus einem Codex der Kapitelsbibliothek von S. Peter), sondern auch die Bestellungen von Reproduktionen. Es lohnt sich, sich in die verschiedenen Funktionen zu vertiefen. Man kann etwa einsehen, welche Bestände im Lesesaal frei zugänglich sind. Wenn man sich registriert hat, kann man die Bücher online vorbestellen. Und jetzt sollte mal jeder Autor im online-Katalog der "Stampati" prüfen, wie viele Titel von ihm in der BAV vorhanden sind. Was fehlt, sofort schenken!

BAV

26. September: Schülerkreise Ratzinger in Rom

Termin
Datum: 26.09.2020
Ort: Rom
Deadline: 27.09.2020

Die Schülerkreise Ratzinger treffen sich zu ihrem jährlichen Symposion diesmal im Augustinianum am Petersplatz. Thema ist "Die Frage nach Gott in den gegenwärtigen Herausforderungen". Referenten sind unter anderem die Kardinäle Koch (Rom), Woelki (Köln) und Ladaria S.J. (Rom). Achim Buckenmaier leitet die Plenumsdiskussion. Es gibt Live-Übertragungen durch Radio Horeb und EWTN.

Anmeldung

Wie Corona Rom - zum Besseren? - verändert

Rom verändert sich, zweifellos. Das fällt jedem sofort in die Augen, der Rom bisher kannte: An jeder Ecke stolpert er auf dem Bürgersteig über abgestellte Elektroroller ("monopattini"). Und es werden mehr Bäume denn je an den Straßen beseitigt, um auf den engen Bürgersteigen Platz für die Außengastronomie zu schaffen. Das reicht jetzt aber auch nicht mehr. Nun werden überall, sobald eine Parklücke enstanden ist, abgeschrankte Plattformen geschaffen (Bild), vermutlich unkontrolliert.

Ein Mekka für Freunde der Christlichen Archäologie

Guido Horst hat einen großen Beitrag in der Tagespost über das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie (PIAC) veröffentlicht. Der Hintergrund ist ein wenig, dass das Institut in Deutschland kaum bekannt ist, obwohl doch in seiner fast 100-jährigen Geschichte manche Deutsche dort gearbeitet haben: als Professoren der Benediktiner Kunibert Mohlberg aus Maria Laach, der Kölner Jesuit Engelbert Kirschbaum, der spätere Mainzer Professor und Kunsthistoriker Fritz Volbach und der ehemalige Bonner Professor Erik Peterson, schließlich als Sekretär der heutige Verleger Albrecht Weiland (Schnell & Steiner).