Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Festschrift für Bischof Tebartz-van Elst

Termin
Datum: 23.11.2019
Ort: Rom

Am Samstag, dem 23. November, wird Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, Mitglied des RIGG, anlässlich seines 60. Geburtstags in Rom eine von Dr. Barbara Stühlmeyer herausgegebene Festschrift mit dem Titel "Auf Christus getauft. Glauben leben und verkünden im 21. Jahrhundert" (Verlag Butzon & Bercker) überreicht. Der Festakt findet um 16 Uhr im Palazzo Cesi (Via della Conciliazione 51) statt. Tebartz-van Elst ist Delegat des Päpstlichen Rats für die Neuevangelisierung.

Fotografieren in der Vatikanbibliothek

Langsam lockern sich die strengen Regeln dee Vatikanbibliothek und werden etwas besucherfreundlicher. Bücher der Jahre 1601 bis 2009 können nach Rückfrage bei der Aufsicht mit einem eigenen Fotoapparat oder Handy fotografiert werden.

Zudem werden nach und nach alle 80.000 Handschriften (nicht Archivalien) digitalisiert mit open access. Ein Beispiel: der Grimaldi-Kodex über die Petersbasilika: BAV Arch.Cap.S.Pietro.A.64.

Die Vatikanbibliothek bietet unter einem Dach viel Platz für Studierende im Saal der Drucksachen, Saal der Handschriften und Zeitschriftensaal. Die Räume sind klimatisiert. Wären die Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollen beim Eintritt in den Vatikan und auf vatikanischem Gelände nicht so nervaufreibend, wären die Säle viel voller. Ist man erst einmal drinnen, staunt man über die unerschöpflichen Schätze und die angenehme Ruhe.   

Das Vatikanische Geheimarchiv heißt jetzt anders

Das "Vatikanische Geheimarchiv" (Archivio Segreto Vaticano) heißt jetzt "Vatikanisches apostolisches Archiv" (Archivio Apostolico Vaticano). Die Abkürzung lautet demnach nicht mehr ASV, sondern AAV. Es ist eine reiner Etikettenwechsel, sachlich ändert sich nichts. Immerhin fällt in dem Motuproprio der poetische Satz: la Chiesa «non ha paura della storia, anzi la ama, e vorrebbe amarla di più e meglio, come la ama Dio!».

kommentar von stefan heid

Luther in Rom

Am 9. Oktober konnte Prof. Dr. Michael Matheus (Mainz), Mitglied des Direktoriums des RIGG, Papst Franziskus während der Generalaudienz den Band Martin Lutero a Roma überreichen und Konzept und Zielsetzung des Bandes erläutern (Foto; im Hintergrund Prof. Dr. Peter Reifenberg vom Erbacher Hof). Bei dem Band handelt es sich um die italienische Übersetzung des Bandes von Michael Matheus, Arnold Nesselrath und Martin Wallraff (Hrsg.), Martin Luther in Rom. Die ewige Stadt als kosmopolitisches Zentrum und ihre Wahrnehmung (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 134), Berlin/Boston 2017. Die Übergabe des Buches fand im Rahmen der Romreise der Freunde und Gönner des Erbacher Hofs statt.

7./8. November: Studientag zu Ehren von Hugo Brandenburg

Anlässlich des 90. Geburtstags des Christlichen Archäologen Prof. Dr. Hugo Brandenburg veranstaltet das Deutsche Archäologische Institut in Rom (via Sicilia 136) einen Studientag zum Thema der frühchristlichen Sarkophage. Hugo Brandenburg selbst wird einen öffentlichen Abendvortrag zu Beginn am 7. November um 18.15 Uhr über "Friedrich Wilhelm Deichmann - zum 110. Geburtstag" halten.

Hugo Brandenburg erhielt 2006 die Ehrendoktorwürde des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie.

Programm des Studientags 

John Henry Newman-Zentrum in Rom

Die Heiligsprechung von Kardinal John Henry Newman (1801-1890) am 13. Oktober lenkt den Blick auf die Frage: Lohnt es noch, katholisch zu werden? Lohnt es heute angesichts einer Kirche, die tiefgreifend zerrüttet und orientierungslos ist, oder, wie Benedikt XVI. sich häufig ausdrückte, deren Boot nahe daran ist unterzugehen? John Henry Newman machte mit 44 Jahren 1845 diesen Schritt: Aus dem anglikanischen Prediger wurde ein katholischer Priester. Dass er heiliggesprochen wird, ist fast schon ein Wunder, denn er passt so gar nicht in unser modernes Kirchenbild.