Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

8. Mai 2011 - In Erinnerung an Rektor Erwin Gatz

Mit sehr großer Anteilnahme hat die Gemeinschaft des Campo Santo Teutonico am 8. Mai des 10. Todestages von Erwin Gatz mit einer Feier in der Kirche und am Grab gedacht. Viele kamen das erste Mal nach einem Jahr Corona wieder zum Campo Santo. Anschließend stand ein Besuch nebenan in der Kirche San Salvatore bei den Schwestern von Mutter Theresa auf dem Programm. Es handelt sich um jene Kirche, die wahrscheinlich mit der Ansiedelung der Franken unter Karl dem Großen am Vatikan zu tun hat und somit in enger Verbindung mit dem heutigen Campo Santo steht. Danach besuchte die Gruppe die Frisenkirche S. Michele direkt am Petersplatz. Sie wird von den Holländern betreut. Erwin Gatz starb bei einem Sonntagsausflug in Maastricht.  

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Die unvergessliche Audienz des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie bei Benedikt XVI.

Am 20. Dezember 2008 empfing Papst Benedikt XVI. das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie in Privataudienz in der Sala Clementina des Apostolischen Palastes. Die Päpste haben m.W. bislang das Institut nur zweimal in Audienz empfangen, das erste Mal war es Pius XI. bei der Gürndung des Instituts 1925, das zweite Mal eben bei Benedikt XVI. . Pius XII., der sogar als Staatssekretär Großkanzler des Instituts gewesen war und auf dessen Wunsch vier Professoren das Petrusgrab erforscht haben, hat erstaunlicherweise das Institut nicht empfangen. Das lag vielleicht auch daran, dass es sich in den 1940er und 1950er Jahren in einem trostlosen Zustand befand. 

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Der schönste Platz der Welt - der Petersplatz

Oberflächtlich betrachtet, mag das zutreffen. Eine Jury, die bei einem Wettberwerb um den schönsten Barockplatz der Welt genauer hinsehen müsste, würde jedoch den Petersplatz weit nach hinten verweisen, in die Gruppe der malträtierten Plätze. Nachdem er schon vor Jahrzehnten mit vier Großbildschirmen und riesigen Lautsprechern verschandelt wurde, nachdem seit vielen Jahren der Postwagen dort steht, inzwischen auch ein großes Metallschiff dort gestrandet ist und unzählige hässliche Sicherheitstüren und Förderbänder in den Kolonnaden verschraubt wurden, sind in der Nacht nun auch noch hässliche Exit-Schilder installiert  worden, damit man möglichst rasch wegkommt.   

Die Geschichte des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie

Vielen ist die Geschichte des 1925 gegründeten Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie unbekannt. Was tut es eigentlich? Wer sind seine Köpfe? Wer sich rasch einen historisch zuverlässigen Eindruck über 95 Jahre des Instituts verschaffen will, kann jetzt online die jährlichen Programmhefte konsultieren. Die Programme enthalten vor allem die Vorlesungen und sonstigen Veranstaltungen. Seit 1957/58 haben sie auch eine Chronik ("Vita dell'Istituto"), seit 1967/68 veröffentlicht auch jeder Dozent seine Aktivitäten ("attività scientifica"). Anfangs umfassten die Hefte nur wenige Seiten, inzwischen 120 Seiten. 

Hier zu den Programmheften 

Einführungskurs in Christliche Archäologie beginnt im April

Der verschobene Einführungskurs in Christliche Archäologie am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie beginnt nun mit angepasstem Programm am 10. April. Einige wenige Plätze sind noch frei. Der Kurs bringt 6 credits und kostet 300,-. Anmeldung bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Archivar Markus Pillat SJ geht von Rom nach Innsbruck

Der aus Köln gebürtige Frater Markus Pillat SJ, der seit fast 20 Jahren im "Germanicum et Hungaricum" als Bibliothekar und Archivar wirkte, wechselt Anfang Juni ans Jesuitenkolleg in Innsbruck. Pillat hat viel zur Erinnerung an die Geschichte der Jesuiten in Rom beigetragen, etwa durch seine Beiträge im "Korrespondenzblatt" (Bibliothek des Campo Santo: X 18), aber auch durch seinen Beitrag im kommenden Mai-Heft der Römischen Quartalschrift, in dem ein Aufsatz von ihm über die Nationalitätenfrage im Germanicum erscheinen wird. Der Beitrag geht auf seinen Vortrag zurück, den er während der Tagung "Zwischen Kronen und Nationen" am Campo Santo Teutonico gehalten hat.

Das historische Institut der Dominikaner

Der Dominikanerorden hat eine große Geschichte und sollte eigentlich auch heute noch Geschichte schreiben. Es gehört quasi zum ewigen Erbe des Predigerordens, ein exquisites Nischendasein zu führen. Das gilt auch für das historische Institut, das die Erinnerung an Auftrag, Vision und Wirklichkeit der 800jährigen Geschichte wachhält. Es wird seit einigen Jahren geleitet von Viliam Stefan Dóci. Derzeit wird das Institut stärker neben der Universität Angelicum verankert und zugleich profiliert. Die Website gibt nun ein besseres Bild der Arbeit. Das Institut ist inzwischen auch Mitglied der Unvione Internazionale degli Istituti di Archeologia, Storia e Storia dell'Arte in Roma. Das Institut bietet nun auch interessante Vorträge an:

Nächster Vortrag am 18. März über Garrigou-Lagrange OP

Studientag über das "Finstere Jahrhundert" des Papsttums - offen für alle

Am Freitag, dem 26. Februar, organisieren Paul Oberholzer von der Gregoriana und Alberto Bartola von der Sapienza einen Studientag zum Thema: „Saeculum Obscurum – Papato e Roma nei riflessi di un secolo controverso“. Mit dem sogenannten/angeblichen/vermeintlichen? finsteren Jahrhundert des Papsttums bezeichnet man traditionell das 10. Jahrhundert: Stoff für Mythen und Anreiz zur Entmythologisierung. Die Teilnahme erfordert keine Anmeldung. Dauer: 9-18 Uhr.

Tagung