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Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie gräbt in Eriträa

Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie (PIAC) entwickelt sich zu einer Perle vatikanischer Diplomatie, oder anders gesagt: Archäologie kann Hoffnung auf Frieden und Zukunft schenken. Seit zwei Jahren unternimmt das PIAC Grabungen in der bedeutendsten frühchristlichen Stadt Eriträas, nämlich in Adulis, einem zentralen frühbyzantinischen Handelsstützpunkt am Roten Meer. Die Grabungen werden vor Ort seitens des PIAC von Dr. Gabriele Castiglia geleitet, aber auch andere Studenten und Promovenden des PIAC sind beteiligt.

Das Ganze geschieht in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Mailand. Ganz wesentliche Voraussetzung für diese Initiative ist der diplomatische Kontakt zwischen dem Hl. Stuhl und Eriträa, und hier kann dann das PIAC voll seine Sonderstellung als Einrichtung des Heiligen Stuhls zum Wohl der Wissenschaft ausspielen. Besonders glücklich ist dabei die Förderung und Begleitung einheimischer Jugendlicher und junger Akademiker, die voll einbezogen werden. Dementsprechend besuchte der Präsident Eriträas, Isaias Afewerki, die Grabung. Eriträa gewährleistet eine wesentliche Finanzierung vor Ort. Derzeit konzentriert sich die Ausgrabung auf einen 30 Meter langen Kirchenbau, mutmaßlich die Bischofskirche.