Wo Vergangenheit Zukunft hat

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

Zum Tod von Laetitia Boehm

Am 23. Oktober verstarb Prof. Dr. Laetitia Boehm im 89. Lebensjahr. Laetitia Boehm war von 1969 bis zu ihrer Emeritierung 1998 ordentliche Professorin für Mittlere und Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Universitäts- und Bildungsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und von 1969 bis 2000 Vorstand des Universitätsarchivs. Ihr wissenschaftliches Leben war außerdem eng mit der Görres-Gesellschaft verbunden.

So hatte sie lange Zeit – nämlich für insgesamt 26 Jahre – die Leitung der Sektion Geschichte inne und in dieser Funktion auch die Schriftleitung des Historischen Jahrbuchs. 2000 übergab sie diese Aufgabe Prof. Dr. Rudolf Schieffer. Ein Jahr später erhielt sie im Rahmen der Generalversammlung in Paderborn den Ehrenring der Görres-Gesellschaft (Laudatio von Hans-Michael Körner im Jahresbericht 2001, S. 99-101). Sie war Mitglied in zahlreichen Kommissionen, von denen hier stellvertretend die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie die Kommission für Wissenschaftsgeschichte hervorgehoben werden sollen.

Nachruf in der SZ

Vorträge & Tagungen

Öffentlicher Vortrag am RIGG: Berthold Pelster von Kirche in Not

Thema: Terror - Flucht - Vertreibung: Christenverfolgung als globale Herausforderung

Berthold Pelster von Kirche in Not (München) spricht am 23. Februar um 18 Uhr am Campo Santo Teutonico im Rahmen der internationalen Tagung "Sterben & Töten für Gott? Das Martyrium in Spätantike und frühem Mittelalter" (hier alle Infos zur Tagung).

Ort. Aula Papst Benedikt XVI. (Campo Santo Teutonico)

Beginn: 18 Uhr (anschl. Rinfresco)

Vortragsplakat

Auch Kirche in Not wirbt auf ihrer Website für den Vortrag.

Römische Notizen & aus dem Institut

Johannes Grohe: Wir gratulieren zum Geburtstag!

Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft wünscht Professor Dr. Johannes Grohe (* 1954 in Trier) zu seinem 65. Geburtstag alles Gute und Gottes Beistand für sein weiteres Wirken. Johannes Grohe ist seit 2012 Vizedirektor des RIGG und trägt mit seiner ruhigen und kompetenten Moselaner Art erheblich zum gedeihlichen Arbeiten des Instituts bei. Die Moselaner Art hat im übrigen eine lange Tradition am RIGG. Der Zeltinger Stephan Ehses war 1895-1926 Direktor des RIGG. Grohe ist Herausegeber der Fachzeitschrift Annuarium Historiae Conciliorum und in der Leitung der internationalen Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung engagiert.

Aus aller Welt

Verena Fugger: Rezension "Wohnen wie in Katakomben"

Verena Fugger aus Wien, die zeitweise am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie studiert hat und nun an der Universität Bamberg arbeitet, hat für die Theologisch-Praktische Quartalschrift (2019, Heft 1) das Buch Wohnen wie in Katakomben. Kleine Museumsgeschichte des Campo Santo Teutonico besprochen und empfiehlt es abschließend sehr zur Lektüre. Dem Leser werde "ein interessanter Überblick über die Anfänge der Christlichen Archäologie in Rom geboten". Anfang Juni organisieren die "Theologischen Kurse" Wien eine Studienreise nach Rom mit Themenschwerpunkt Katakomben. Auch ein Besuch am Campo Santo Teutonico ist vorgesehen. 

Hier die Rezension