Wo Vergangenheit Zukunft hat

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Wünsche für die Generalversammlung der Görres-Gesellschaft

Zur Eröffnung der allerersten Generalversammlung der Görres-Gesellschaft an Pfingsten 1876 in Frankfurt am Main sprach der Mainzer Domdekan Johann-Baptist Heinrich Wünsche aus, die auch nach 142 Jahren aktuell sind:

  1. Möge unser Verein für alle Pfleger und Freunde der Wissenschaft, die sich demselben anschließen, ein Band gegenseitiger Hochachtung und Freundschaft werden. Sich kennen lernen, von Zeit zu Zeit ein paar Stunden beisammen sein, ist schon ein großer Gewinn.
  2. Möge in allem Wirken unseres Vereins stets jene Bescheidenheit und jene friedliche Ruhe herrschen, die eben so sehr dem Geiste des Christenthums als dem Geiste echter Wissenschaft eigen sind. Absolut fremd ist uns die Aufregung der Politik [...].
  3. Vor allem aber möge unser Verein und mögen seine Mitglieder niemals ein Haarbreit abweichen von unserm obersten Grundsatze, von unserer ersten Ueberzeugung, von unserm festen Glauben: daß zwischen der göttlich geoffenbarten Wahrheit und der wahren Wissenschaft nie ein Widerspruch, nie ein Zwiespalt möglich [...].

Hier nachzulesen (S. 19).

Programm der diesjährigen Generalversammlung, 28.-30. September in Bamberg

Vorträge & Tagungen

Jobs & Stipendien

Römische Notizen & aus dem Institut

"Theologische Kurse" von Wien in Rom

Anfang Juni waren die "Theologische Kurse" aus Wien zu Besuch am Campo Santo Teutonico beim Römischen Institut der Görres-Gesellschaft. Die Gruppe unter Leitung von Prof. Dr. Renate Pillinger veranstaltete eine Studienreise zum Thema "Die Katakomben Roms im Kontext ihrer Zeit" und hatte eine Führung durch die Alten Grotten von Sankt Peter, die ein einzigartiges, kaum bekanntes Barockambiente der Peterskirche bieten. Die Alten Grotten aus dem 17. Jahrhundert sind quasi das erste Museum des Petersdoms mit vielen wichtigen Denkmälern, darunter auch eine berühmte Büste des geohrfeigten Papstes Bonifaz VIII. Frau Pillinger leitet den "Verein zur Förderung des Christlichen Archäologie Österreichs", dessen Mitglied die jährlich erscheinenden, sehr lesenswerten "Mitteilungen zur Christlichen Archäologie" erhalten. 

Aus aller Welt

Der Vatikan zieht nach L'Aquila in die Abruzzen um

Das war die Idee von Papst Cölestin V., olim Pietro da Morrone, des "Engelpapstes", der dann aber am 13. Dezember 1294 nach wenigen Monaten Amtszeit frustriert zurücktrat und in der Gefangenschaft seines robusten Nachfolgers Bonifaz VIII. starb. Vielleicht wäre es auch heute eine gar nicht so schlechte Idee, dem Vatikan etwas frische Luft zu verordnen und ihn in die Abruzzen zu verlegen, wo man besser allen Sicherheitsbedenken Rechnung tragen und zugleich die strukturschwachen Berglandschaften durch neue Pilgerpfade fördern könnte. 

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