Wo Vergangenheit Zukunft hat

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

Institut für katholische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität

Nach unermesslich vielen Visionen und Gedankenspielen fasst nun doch noch in der Hauptstadt Berlin die akademische katholische Theologie in Form eines Universitätsinstituts Fuß. Der Akademische Senat der einst rein protestantischen Humboldt-Universität stimmte zu. Gründungsdirektor ist Johannes Helmrath, Professor für Mittelalter an der Humboldt-Universität. Damit ist das Fach der Kirchengeschichte äußerst prominent in Berlin vertreten. Zwei katholische Professuren werden von der Freien Universität Berlin an die Humboldt-Universität verlagert und um drei weitere ergänzt. Mit der bereits an der Humboldt-Universität bestehenden Guardini-Stiftungsprofessur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung soll das Institut sechs Professuren umfassen.

Als vordringliche Aufgaben nannte Helmrath die Berufung der Professuren für Biblische, Historische, Systematische und Praktische Theologie sowie für Theologische Ethik. Das Institut soll zum Wintersemester 2019/20 seinen Lehrbetrieb aufnehmen.

Der international renommierte Helmrath gehört dem Päpstliches Komitee für Geschichtswissenschaft an. Er zählt zum wissenschaftlichen Beirat des Internationalen Symposiums für Konziliengeschichtsforschung Konzil und Minderheit, das in wenigen Tagen am Römischen Institut der Görres-Gesellschaft und an der Universität S. Croce in Rom stattfinden wird.

Vorträge & Tagungen

Öffentlicher Vortrag am RIGG: Berthold Pelster von Kirche in Not

Thema: Terror - Flucht - Vertreibung: Christenverfolgung als globale Herausforderung

Berthold Pelster von Kirche in Not (München) spricht am 23. Februar um 18 Uhr am Campo Santo Teutonico im Rahmen der internationalen Tagung "Sterben & Töten für Gott? Das Martyrium in Spätantike und frühem Mittelalter" (hier alle Infos zur Tagung).

Ort. Aula Papst Benedikt XVI. (Campo Santo Teutonico)

Beginn: 18 Uhr (anschl. Rinfresco)

Vortragsplakat

Auch Kirche in Not wirbt auf ihrer Website für den Vortrag.

Römische Notizen & aus dem Institut

Johannes Grohe: Wir gratulieren zum Geburtstag!

Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft wünscht Professor Dr. Johannes Grohe (* 1954 in Trier) zu seinem 65. Geburtstag alles Gute und Gottes Beistand für sein weiteres Wirken. Johannes Grohe ist seit 2012 Vizedirektor des RIGG und trägt mit seiner ruhigen und kompetenten Moselaner Art erheblich zum gedeihlichen Arbeiten des Instituts bei. Die Moselaner Art hat im übrigen eine lange Tradition am RIGG. Der Zeltinger Stephan Ehses war 1895-1926 Direktor des RIGG. Grohe ist Herausegeber der Fachzeitschrift Annuarium Historiae Conciliorum und in der Leitung der internationalen Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung engagiert.

Aus aller Welt

Verena Fugger: Rezension "Wohnen wie in Katakomben"

Verena Fugger aus Wien, die zeitweise am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie studiert hat und nun an der Universität Bamberg arbeitet, hat für die Theologisch-Praktische Quartalschrift (2019, Heft 1) das Buch Wohnen wie in Katakomben. Kleine Museumsgeschichte des Campo Santo Teutonico besprochen und empfiehlt es abschließend sehr zur Lektüre. Dem Leser werde "ein interessanter Überblick über die Anfänge der Christlichen Archäologie in Rom geboten". Anfang Juni organisieren die "Theologischen Kurse" Wien eine Studienreise nach Rom mit Themenschwerpunkt Katakomben. Auch ein Besuch am Campo Santo Teutonico ist vorgesehen. 

Hier die Rezension

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