Leseempfehlungen

Neues Heft der Römischen Quartalschrift: 3-4, 2019

Pünktlich im Mai ist das zweite Doppelheft des Jahrgangs 114 (2019) herausgekommen. Es enthält vor allem Beiträge zur Augustinus-Tagung:

  • Anja Bettenworth / Claudia Gronemann: Zwischen Karthago, Rom und Hippo Regius - Augustinus in der nordafrikanischen und der europäischen Tradition
  • Winrich Löhr: Die Confessiones Augustins - ein autobiographisches Projekt in der Spätantike
  • Konrad Vössing: Augustins Priesterweihe in Hippo Regius (391 n .Chr.) - Selbstaussagen, Hagiographie und moderne Deutung
  • Therese Fuhrer: genium Carthaginis - Augustin als Prediger in Karthago
  • Moritz Kuhn: Augustinus als Repräsentant Nordafrikas in der Vita Augustini des Possidius
  • Hugo Brandenburg: Die kaiserliche Basilika San Paolo fuori le mura in Rom. Anmerkungen zu einem kürzlich erschienenen Buch
  • Rudolf Schieffer (+): Ein Papst im Widerstreit: Paschalis II. (+ 21. Januar 1118)

Es folgen Rezensionen von Maik Schmerbauch über Rainer Berndt, Der Papst und das Buch im Spätmittelalter, von Federica Meloni über Matteo Al Kalak, Il riformatore dimenticato Egidio Foscarari und von Florian Geidner über Alessandro Bellino, Il Vaticano e Hitler.

Beim Verlag Herder kann jeder einzelne Beitrag online erworben werden.

Hier zur Römischen Quartalschrift

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Neue Reihe: Kirchengeschichtliche Quellen und Studien

Prof. Dr. Dr. Jörg Bölling, Ordinarius für Kirchengeschichte und Studiendekan des Instituts für Katholische Theologie an der Stiftung Universität Hildesheim und Beiratsmitglied der Römischen Quartalschrift, hat an der Universität Hildesheim die Reihe Kirchengeschichtliche Quellen und Studien gegründet. Der erste Band ist die Hildesheimer Dissertation des Pfarrers Jürgen Kämpf über "Fronleichnam in Fritzlar". Die im Kern 160-seitige Arbeit, die den weiten Bogen vom 13. bis zum 18. Jahrhundert abarbeitet, ist das Musterbeispiel einer konzisen, quellenbasierten, im Detail sehr anspruchsvollen Kulturstudie, die am Fallbeispiel Fritzlar zugleich Stadtgeschichte, Bruderschaftsgeschichte, Liturgiegeschichte und Reformationsgeschichte ist. Eine Reihe gut ausgewählter Bilder lässt über den Reichtum der noch heute erhaltenen Denkmäler staunen. Die neue Reihe verspricht, hält sie dieses Niveau, ein exzellentes Publikationsorgan zu werden. 

Buch über die Anima open access

Der 2010 von Michael Matheus herausgegebene Sammelband über Santa Maria dell'Anima ist nun online kostenfrei zugänglich. Es ist der 121. Band der Reihe "Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom".. Der Band vereinigt Studien vor allem zur frühen Anima, also im 15./16. Jahrhundert.

Santa Maria dell'Anima

Aktueller Band des "Annuarium Historiae Conciliorum" 2018/19

Soeben ist Heft 49/1 (2018/2019) des Annuarium Historiae Conciliorum online erschienen. Das Heft enthält den ersten Teil der Beiträge der Tagung, die die Internationale Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung unter dem Titel “Konzil und Minderheit - I Concili e le minoranze”, im Oktober 2018 an der Pontificia Università della Santa Croce und am Römischen Institut der Görres-Gesellschaft veranstaltet hat.

Einführung von Thomas Prügl und Johannes Grohe

Maßgebliche Ratzinger-Biographie erschienen

So wie Johannes Paul II. in George Weigel seinen maßgeblichen Biographen gefunden hat, so nun sein engster und treuester Mitarbeiter und Nachfolger Benedikt XVI. in Peter Seewald. Christian Schaller vom Regensburger Institut Papst Benedikt XVI. hat einführende Worte zur 1000-seitigen Biographie in kath.net veröffentlicht:

"Seewalds Werk ist ein gelungenes Beispiel für eine Biographie, die eine Persönlichkeit in den Kontext ihrer Zeit stellt. Wie stark sich Ratzinger mit den Ideen, Gefahren, Philosophien, mit der Literatur und den Künsten, den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen beschäftigt und sie kritisch begleitet hat, wird nur in dieser Weise zu einem Gesamtgemälde einer Person in ihrer Zeit".

kath.net

 

Gründung der Zeitschrift "Oriens Christianus" am Campo Santo Teutonico

Die berühmte, überaus renommierte Zeitschrift "Oriens Christianus"  (OrChr) feierte 2017 ihren 100. Jahrgang. Über die Geschichte der Zeitschrift hat jetzt Hubert Kaufhold, Mitherausgeber der Zeitschrift, einen langen, grundlegenden Beitrag veröffentlicht (OrChr 101, 2018, S. 1-58). Der "Oriens Christianus" ist ein absolutes Flaggschiff der Görres-Gesellschaft. Die Zeitschrift wurde 1901 als Pendant zur "Römischen Quartalschrift" (RQ) von Anton de Waal (1837-1917), Rektor des Campo Santo Teutonico, zusammen mit Johann Peter Kirsch (1861-1941), Gründungsdirektor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, ins Leben gerufen.

Der junge Pater Philipp Meyer aus Maria Laach und Benedikt XVI.

Die Serie über den jungen Pater Burkhard Neunheuser aus der Benediktinerabtei Maria Laach unterbrechen wir aus aktuellen Gründen mit einer Nachricht über das neue Buch "Gott macht unruhig" von P. Philpp Meyer aus Maria Laach, der vor einigen Jahren (2011) auch in Rom studiert hat. Jetzt hat er bei Herder ein Buch über "Die Dynamik meines Glaubens" veröffentlicht, für das er sich von einem Gebet Benedikts XVI. leiten lässt. Kardinal Rainer Woelki hat das Vorwort geschrieben.

Zum Buch und Leseprobe

Pater Meyer veröffentlicht auch regelmäßig Abendgebete aus Maria Laach.

Die Renaissance der Hauskirchen

In der Zeit des "isolamento forzato", der zwangsweisen Einsperrung zuhause, werden auch viele pastorale Überlegungen an gestellt, wie das Kirchesein aufrecht erhalten werden kann. Da reichen die Vorschläge vom häuslichen Bibellesen bis zum Bastelkurs. Aber auch die "Hauskirchen" werden wiederentdeckt. Hier müsste m.E. ein neues Nachdenken einsetzen, um nicht Rezepte vorzuschlagen, die so kein wirkliches biblisches Fundament haben. Sicher, der Franziskanerpater und Exegeseprofessor Hans-Josef Klauck hat in München stark das Konzept der Hauskirchen vertreten und großen Anklang gefunden.  

Kardinal Gerhard L. Müller zur neuen Lutherforschung

Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat in einem glänzenden Referat das jüngst im Herder-Verlag erschienene Buch von Prof. Dr. Dominik Burkard über das epochale Werk "Die Reformation in Deutschland" (1939) von Joseph Lortz vorgestellt, der den echten, noch weitgehend in der katholischen Tradition stehenden Luther vom Lutherbild des reformierten Luthertums des 19./20. Jahrhunderts getrennt und so eine ökumenische Brücke gebaut hat. Burkards Buch, das Müller in einem Zug durchgelesen hat, zumal er Lortz persönlich kannte, ist laut Müller "ein Glanzstück der modernen deutschen Kirchengeschichtsschreibung". "Historiographisch die entscheidende Rolle der Lortz'schen 'Reformation in Deutschland' für die große Wende der katholischen Lutherforschung gesichert zu haben, ist das Verdienst von Dominik Burkard und Jacob Tonner. ... Die Studie 'Reformationsgeschichte katholisch' gründlich zu lesen, ist aller Mühen wert, und sie beweist, dass das kirchliche Lehramt der wissenschaftlichen Theologie bedarf (Lumen Gentium 25)". 

Reformationsgeschichte katholisch

Konfessionalisierung in der osteuropäischen Christenheit

Die vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (Mainz) zusammen mit dem von Dr. Florian Kührer-Wielach geleiteten Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) (München) durchgeführte Tagung über Konfessionsbildung, Konfessionalisierung und ihre Folgen in der östlichen Christenheit Europas liegt inzwischen als Buch vor. Tatsächlich bietet der Band erstmals sowohl systematische als auch beispielhafte Einblicke in eine bislang übersehene Thematik, nämlich die Anwendbarkeit des westlichen Konfessionalisierungsparadigmas auf die religiöse und soziale Landschaft Osteuropas.