Wo Vergangenheit Zukunft hat

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

Carl Maria Kaufmann-Schenkung an das RIGG

Die Tochter von Carl Maria Kaufmann (1872-1951), Annegret Wolf (Frankfurt), hat eine Schenkung an das Görres-Institut getätigt. Darunter befinden sich eine Reihe von Bücher Kaufmanns, so dass die Bibliothek des Campo Santo Teutonico nun fast alle Publikationen Kaufmanns besitzt, der seit 1894 immer wieder am Campo Santo wohnte. 1905 entdeckte der das frühchristliche Pilgerheiligtum Abu Mena bei Alexandria (siehe Personenlexikon zur Christlichen Archäologie). Unter den Schenkungen sind auch die Romane, die Kaufmann unter dem Pseudonym "Marchese di San Callisto" publizierte. Sie handeln meist über frühchristliche Themen. Ferner fielen an das RIGG eine Reihe von Inschriften-Abklatschen. Der sonstige Nachlass Kaufmanns wurde von Frau Wolf dem Diözesanarchiv Limburg an der Lahn übergeben und steht nun so der Forschung offen.

Ein für die Geschichte der Görres-Gesellschaft besonders interessantes Dokument (hier) ist das an alle Mitglieder ergangene Einschreiben vom 4. Febr. 1948 zur Neugründung der GG, nachdem sie von den Nationalsozialisten zwangsaufgehoben worden war, am 9. März 1948 in Köln im Restaurant der Bürger-Gesellschaft. Kaufmann hat seine Teilnahme angekündigt (ausgeschnittene Ecke). Er gehörte somit zur Generation der Neu-Gründer der heutigen GG.

Vorträge & Tagungen

Römische Notizen & aus dem Institut

Der Osservatore Romano würdigt Erwin Gatz

Die Nr. 44 der deutschen Wochenausgabe des Osservatore Romano vom 5. November 2021 würdigt ganzseitig den von Clemens Brodkorb und Dominik Burkard herausgegebenen Band "Neue Aspekte einer Geschichte des kirchlichen Lebens", der zum 10. Todestag von Prälat Erwin Gatz bei Schnell & Steiner in Regensburg erschienen ist. Der Band enthält neben beachtlichen Sachbeiträgen zahlreiche Erinnerungen an den ehemaligen Rektor des Campo Santo Teutonico.

Zum Osservatore

Zum Buch

Aus aller Welt

Hubert Jedin - der Trient-Forscher am Campo Santo Teutonico

Das Portal Rheinische Geschichte hat einen ausführlichen Beitrag über Prof. Dr. Hubert Jedin (1900-1980) veröffentlicht, der von 1926 mit Unterbrechungen bis 1949 am Campo Santo Teutonico geforscht hat und danach Professor für Kirchengeschichte in Bonn war. Der Schlesier Jedin war eine dominierende, aber auch unbequeme Persönlichkeit (am Campo Santo bezeichnete man ihn als "Godfather").

weiterlesen