Vorträge

Vorträge:

Samstag, 24. November: Öffentlicher Vortrag des RIGG

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31. 10. 2012

Karl-Joseph Hummel spricht zum Thema "Profil durch Kritik - Tradition deutscher Papstkritik von Leo XIII. bis Benedikt XVI."

Papstschelte gehört nicht erst heute zum guten Ton, sondern hat eine lange Tradition. In seiner gewohnt fachkundigen wie geistreichen Art wird Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel, Direktor der vor 50 Jahren gegründeten Kommission für Zeitgeschichte e.V. an der Forschungsstelle Bonn, dieser Besonderheit des deutschen Katholizismus mit dem feinen Instrumentarium historischer Kritik auf den Zahn fühlen. Prof. Hummel studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften an den Universitäten München und Sussex, war 1984-1993 Stv. Leiter des Instituts für Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung und ist seit 2011 Honorarprofessor für Kirchengeschichte an der Universität Erfurt.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico (Vatikan)

Beginn: 18 Uhr, anschl. Rinfresco

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Samstag, 27. Okt.: Öffentlicher Vortrag des RIGG

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07. 10. 2012

Stefan Heid spricht zum Thema: "Aristokraten, Titelkirchen und Taufen - die Christianisierung Roms im Spiegel der frühmittelalterlichen Legenden"

Wenn man die römischen Märtyrerlegenden durchliest, ist man erstaunt, wie viel man dort über die Taufe und Taufpraxis in Rom erfährt. Wie kommt das? Wer hat die Legenden eigentlich geschrieben und was sagt das aus über den Prozess der Christianisierung Roms? Diesen Fragen wird nachgegangen. Sie führen auf die Spur asketischer Aristokratenkreise und zu den Titelkirchen, an denen vornehmlich die Taufpastoral der Stadt Rom stattgefunden zu haben scheint.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr, anschl. Empfang

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Samstag, 26. Mai: Öffentlicher Vortrag!

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25. 04. 2012

Antje Ehrhardt spricht zum Thema "Der Priesterpolitiker Luigi Sturzo (1871-1959) und der Aufbau der italienischen Demokratie"

Frau Dr. Antje Ehrhardt (* 1964), mit Avv. Prof. Ugo Pioletti verheiratet und Mutter dreier Kinder, hat in Bonn Sinologie, Politische Wissenschaften, Philosophie und Orientalische Kunstgeschichte studiert. Nach diversen Studienaufenthalten in China, Dortmund, Bonn und Brüssel lebt sie seit 1994 in Rom. Sie war 1996-1999 als Dozentin am Istituto Culture e Società und 2004-2008 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Amt des italienischen Ministerpräsidenten tätig und ist seit Herbst 2008 freie Mitarbeiterin im wieder eröffneten Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Rom. Seit langem befasst sie sich mit den Anfängen der Democrazia Cristiana und dem italienischen Parteienwesen. Für alle "Römer" ist es zweifellos hilfreich, die derzeitige politische Situation aus den Tiefen der Geschichte heraus ein wenig besser zu verstehen.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

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Samstag, 31. März: Öffentlicher Vortrag!

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01. 03. 2012

Ulrich Schlie spricht über Pius XII. und Hitler – Vatikanische Diplomatie gegen nationalsozialistische Außenpolitik

Dr. Ulrich Schlie (* 1965 Nürnberg) spricht nicht nur über Diplomatie, er betreibt sie auch selber. 1993 trat er in den Auswärtigen Dienst ein und war enger Mitarbeiter von Wolfgang Schäuble, Roland Koch, Franz Josef Jung und Karl-Theodor zu Guttenberg. Er ist seit 2005 Leiter des Planungsstabs des Bundesministers der Verteidigung in Berlin. Schlie ist ein ausgewiesener Kenner der Geschichte des deutschen Widerstands gegen Hitler. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaften, Romanistik und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Erlangen und Bonn sowie an der London School of Economics and Political Science und war Mitglied des Cusanuswerks und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seine Promotion, in der er erstmals die Rolle Piusʼ XII. im Widerstand gegen Hitler aufdeckte, erschien unter dem Titel "Kein Friede mit Deutschland. Die geheimen Gespräche im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1941" (1993). Daneben schrieb er Bücher über Reichskanzler Joseph Wirth (1879-1956) und über die Diplomaten Ulrich von Hassell (1881-1944), Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944), Albrecht von Kessel (1902-1976), Carl Jakob Burckhardt (1891-1974) und Horst Osterheld (1919-1998). Schlie nimmt Gastprofessuren in Paris und Cambridge wahr.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

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Samstag, 25. Februar: Öffentlicher Vortrag!

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09. 02. 2012

Kardinal Walter Brandmüller spricht über die sehr besondere Papstwahl des Jahres 1417

Bei "Konzilspäpsten" denken wir vor allem an Johannes XXIII. und Paul VI., weil ihr Wirken ganz vom II. Vatikanischen Konzil bestimmt war. Aber auch andere Päpste können zurecht als "Konzilspäpste" bezeichnet werden: Pius IX., der Papst des I. Vatikanischen Konzils (1869-70), oder Innozenz III., der das IV. Laterankonzil (1215) entscheidend geprägt hat. Keiner verdient aber den Titel "Konzilspapst" mehr als Martin V. (1417-1431), dessen Grab in der Konfessio der Lateranbasilika ist. Denn als einziger Papst der Kirchengeschichte wurde Martin V. von einem Konzil gewählt und nicht wie üblich nur vom Kardinalskollegium. Wieso die Ausnahme? Die Hintergründe beleuchtet Kardinal Brandmüller mit seinem Vortrag Die Wahl Martins V. zum Papst während des Konzils von Konstanz (11. Nov. 1417).

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

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Zur wissenschaftlichen Tätigkeit des Kardinals

   

Samstag, 28. Januar: Öffentlicher Vortrag!

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22. 12. 2011

Michael Brandt (Hildesheim) spricht über "Bild-Zeichen – byzantinische Brustkreuze und die Kruzifixe der Karolinger- und Ottonenzeit"

Zu den besonderen Kostbarkeiten der Kunstsammlung des Campo Santo Teutonico gehören zwei byzantinische Brustkreuze (Enkolpien) wohl aus dem 8. Jahrhundert. Sie gehören zu einer besonderen Gruppe von Reliquienkreuzen mit biblischen Bildern, die die Menschennatur Christi betonen. Offenbar sind solche "Privatreliquiare" schon bald im Westen bekanntgeworden und haben dort zur Herausbildung eines eigenen Bildtypus geführt. Wie ist es zu dieser Wechselwirkung gekommen und welche Bedeutung kommt den östlichen Vorbildern für die Darstellung des gekreuzigten Christus im karolingisch-ottonischen Kunstkreis zu. Der Vortrag verdient Ihr besonderes Interesse, da er von zwei Kunstobjekten ausgeht, die Sie alle schon einmal am Campo Santo gesehen haben. Erinnern Sie sich, in welcher Vitrine?

Prof. Michael Brandt hat lange die kunsthistorische Sektion der Görres-Gesellschaft geleitet, ist Direktor des Dom-Museums Hildesheim und Kustos der Hohen Domkirche Hildesheim, Stiftungsrat der Schweizer Abegg-Stiftung, Honorarprofessor an der Universität Hildesheim und Mitglied der Beraterkommission zur Sicherung und Konservierung der mittelalterlichen Reliquienschreine im Erzbistum Köln.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

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Freitag, 25. November: Öffentlicher Vortrag!

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09. 11. 2011

Prof. Dr. Johannes Grohe spricht über: Römischer Heiligenkult im Zeitalter des Konzils von Trient - das Beispiel der Kirche Sant'Apollinare

Das Germanicum war 1574 bis 1798 im Palazzo Sant'Apollinare nahe der Piazza Navona untergebracht. Ausgehend vom Reliquienschatz des Hochaltars der Barockkirche Sant'Apollinare lassen sich interessante Rückschlüsse auf die Heiligen- und Reliquienverehrung im nachtridentinischen Rom, konkret am Collegium Germanicum et Hungaricum, ziehen. Eine der Fragen: woher kommen die Reliquien des hl. Apollinaris, des Märtyrerbischofs von Ravenna, in die Seminarkirche des Kollegs und wann sind sie überführt worden? Aus Ravenna im Mittelalter, sollte man meinen - doch weit gefehlt! Die Antwort gibt's mündlich am 25. November im Campo Santo.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

Dieser Vortrag findet ausnahmsweise am Freitag statt, denn am darauf folgenden Samstag eröffnet der Hl. Vater in St. Peter mit der Vesper den Advent.

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Samstag, 29. Oktober: Öffentlicher Vortrag!

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14. 10. 2011

Sammeln für den guten Kampf - Kirchenkollekten in Deutschland zum Überleben des Kirchenstaates 1860-1870

Vortrag von Hartmut Benz, M.A.

Hartmut Benz, der häufig am Campo Santo weilt und schon lange für die Görres-Gesellschaft engagiert ist, studierte an der Uni Bonn Geschichte, Politikwissenschaft und Vergleichende Religionswissenschaft. Seit 2004 ist er als selbständiger Historiker vor allem mit der Erfassung und Auswertung von Privatarchiven befaßt. Ein Schwerpunkt ist die Geschichte von Vatikan- und Kirchenstaat. Während eines Forschungsaufenthalts in Rom erschien die Monographie „Finanzen und Finanzpolitik des Heiligen Stuhls – Römische Kurie und Vatikanstaat seit Papst Paul VI.“ (1993). Im Rahmen der von ihm organisierten Tagung "Der Untergang des Kirchenstaates und Solidaritätsaktionen aus dem Rheinland und aus Westfalen (1860-1870)" (siehe die Anzeige weiter unten) hält er den öffentlichen Görres-Vortrag. Geldkollekten und sonstige Spenden waren vor dem endgültigen Zusammenbruch des Kirchenstaates ein lebensnotweniger Bestandteil des Staatshaushaltes. Es geht im Vortrag vor allem um das Engagement der Bistümer des Rheinlands und Westfalens für den Papst.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

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Samstag, 28. Mai 2011

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Die Entdeckung Nordafrikas für die Christliche Archäologie (Africa Proconsularis / Numidien) - französische Pioniere an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert

Vortrag von Dr. Philipp von Rummel, Rom

Porträtfoto P. v. RummelPhilipp von Rummel, Referent am Deutschen Archäologischen Institut Rom und dort Leiter der Redaktion, studierte Ur- und Frühgeschichte in Freiburg. Schon seine Dissertation zu Kleidung und Repräsentation spätantiker Eliten weist auf sein Hauptforschungsgebiet, die Kultur und Ethnizität in der Spätantike. Hier hat er sich besonders mit den Vandalen beschäftigt. Seit seinem Studium ist er an Ausgrabungen in Tunesien beteiligt (Dougga) und leitet seit 2009 die Arbeiten des DAI in Simitthus/Chemtou. Auf der Autorentagung zur Prosopographie Christliche Archäologie im März konnte er leider nicht kommen, dafür aber haben wir das Glück, sein Referat über die französische Christliche Archäologie in Nordafrika noch vor uns zu haben!

 

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

   

Samstag, 26. März 2011

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Ernst von Weizsäcker in Rom (1943-1946) - ein Botschafter am Hl. Stuhl und sein Bild in der Nachwelt

Vortrag von Dr. Karl-Joseph Hummel, Bonn

Im Oktober legte die vom ehemaligen Außenminister Joschka Fischer eingesetzte Historikerkommission ihren Bericht über das Verhalten des Auswärtigen Amtes im Dritten Reich vor, veröffentlicht unter dem Titel: "Das Amt und die Vergangenheit - Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik". Darin wird nicht nur die Dienstbarkeit des Außenministeriums gegenüber dem Regime und seiner Ideologie untersucht, sondern auch der verschleiernd-beschönigende Umgang mit dieser Verstrickung im Nachkriegsdeutschland aufgezeigt. Unabhängig von der staatlichen Aufarbeitung beschäftigt sich Karl-Joseph Hummel, Direktor der unabhängigen Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn, schon seit Jahren mit einem der bemerkenswertesten Spitzendiplomaten des Dritten Reichs, Ernst von Weizsäcker. In seinem Vortrag spricht er über das schiefe Bild Weizsäckers, oder: Warum die für ihn organisierte Erinnerung dem Botschafter nicht gerecht wird. Er liefert nebenbei auch eine weitere Facette in unserem Wissen um das Verhalten Pius' XII. gegenüber dem Nazi-Deutschland. Hummel ist bekannt für sein unbestechliches, keinem Trend geopfertes, stets mit rheinischem Humor gewürztes Wort zur jüngsten Geschichte.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico

Beginn: 18 Uhr

   

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