Samstag, 31. Mai: Öffentlicher RIGG-Vortrag

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Andreas Sohn (Paris) spricht zum Thema "Neuausrichtung von Papsttum und Kirche: der französische Papst Urban IV. (1261-1264)"

Mitten in einer Umbruchzeit von Kirche und Gesellschaft wurde Jacques Pantaléon, der Sohn eines Flickschusters aus Troyes in der Champagne, 1261 zum Papst gewählt. Als Urban IV. († 1264) sah er sich durch große Konflikte (u. a. in Rom und im Kirchenstaat, im Königreich Sizilien und im Heiligen Land) herausgefordert. Der Vortrag beleuchtet die schwierige Ausgangslage für den Pontifikat und zeigt auf, wie Urban IV. die Herausforderungen mit einer Neuausrichtung von Papsttum und Kirche zu bewältigen suchte. Dabei werden auch Liturgie (Einführung des Fronleichnamsfestes), Wissenschaft und Kultur behandelt.

Ort: Aula des Campo Santo Teutonico (Vatikan)

Beginn: 18 Uhr (anschl. Rinfresco)

Hier das Plakat für Werbezwecke zum Runterladen.

Zur Person von Prof. Dr. Andreas Sohn:

Studium der Geschichte, Katholischen Theologie und Pädagogik in Münster und Poitiers; 1988 Promotion an der Universität Münster, seit 1989 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom, 1995 Habilitation an der Universität Münster; seit 1995 Privatdozent, u. a. 1997/98 u. 2000/01 Gastprofessor an der Universität Graz, 1999 Gastprofessor an der École pratique des Hautes Études, IVsection, Paris.

Seit 2001 Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Paris XIII - Sorbonne Paris Cité;

2002-2010 Stellvertretender Direktor u. seit 2012 Direktor des Centre de Recherches sur les Espaces, les Sociétés et les Cultures.

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

im Bereich der Kirchen-, Sozial-, Stadt-, Kultur- u. Universitätsgeschichte Europas, besonders Frankreichs, Italiens u. Deutschland.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Der Abbatiat Ademars von Saint-Martial de Limoges (1063-1114). Ein Beitrag zur Geschichte des cluniacensischen Klösterverbandes, 1989; Deutsche Prokuratoren an der römischen Kurie in der Frührenaissance (1431-1474), 1997;

(Hg. zus. mit Hermann Weber), Hauptstädte und Global Cities an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, 2000;

(Hg.), Memoria: Kultur – Stadt – Museum / Mémoire : Culture – Ville – Musée, 2006;

(Hg. zus. mit Jacques Verger), Die universitären Kollegien im Europa des Mittelalters und der Renaissance / Les collèges universitaires en Europe au Moyen Âge et à la Renaissance, 2011;

(Hg.), Wege der Erinnerung im und an das Mittelalter. Festschrift für Joachim Wollasch zum 80. Geburtstag, 2011;

(Hg. zus. mit Jacques Verger), Die regulierten Kollegien im Europa des Mittelalters und der Renaissance / Les collèges réguliers en Europe au Moyen Âge et à la Renaissance, 2012;

Von der Residenz zur Hauptstadt. Paris im hohen Mittelalter, 2012.

Herausgeber der Buchreihe „Aufbrüche. Interkulturelle Perspektiven auf Geschichte, Politik und Religion / Ouvertures. Perspectives interculturelles en histoire, politique et religion / Departures. Intercultural Perspectives on History, Politics, and Religion“ (zus. mit Hermann Weber).

Zahlreiche Veröffentlichungen insbesondere zu Paris, Orden und Klöstern, zum Papsttum, zu Universität und Bildung, zur Genese von Residenzen und zur Geschichtsschreibung in Europa.