Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Patriarch Joseph II. von Konstantinopel auf dem Filarete-Portal von St. Peter

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29. 05. 2016

Von Johannes Grohe

Vor 600 Jahren, am 21. Mai 1416, wurde in Konstantinopel der Metropolit Joseph von Ephesus durch Kaiser Johannes VIII. Palaiologos auf den Patriarchenstuhl von Konstantinopel erhoben. Von ihm findet sich eine Abbildung im Atrium der Petersbasilika in Rom, die allerdings so klein ist, dass es von den eiligen Touristen und frommen Pilgern kaum wahrgenommen wird. Dargestellt ist Patriarch Joseph II. auf der berühmten Bronzetür des Antonio di Pietro Averlino (besser bekannt unter dem Künstlernamen "Filarete", d.h. der "Tugendliebhaber"), die aus Alt-St. Peter in den Renaissance-Neubau übernommen wurde. Der Künstler schuf dieses Portal im Auftrag von Papst Eugen IV. in den Jahren 1433 bis 1445. Zwischen den großen Szenen der Tür, die Christus, die Gottesmutter Maria, die Apostel Petrus und Paulus und in zwei eigenen Szenen das Martyrium der Apostelfürsten zum Gegenstand haben, fügte der Künstler kleine Darstellungen mit zeitgenössischen Ereignissen ein: Die Krönung Kaiser Sigmunds in Rom (1433), das Konzil von Ferrara-Florenz mit der Union der Byzantinischen mit der Römischen Kirche (1439) und die Union der ägyptischen Jakobiten mit Rom, vertreten durch den Abt Andreas des berühmten St. Antonius-Klosters (1443).

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Dienstag, 7. Juni: Studientag zu den letzten Päpsten

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29. 05. 2016

Das Niederländische Institut in Rom (via Omero 10-12) führt einen von Frans Willem Lantink organisierten Studientag über Franziskus und seine Vorgänger durch. Es geht um Kontinuität und Bruch in der Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Nähere Informationen finden Sie hier.

   

Kurzvideos über Benedikt XVI. auf Facebook

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26. 05. 2016

Mit Blick auf das 65. Priesterjubiläum Papst Benedikts XVI. am 29. Juni veröffentlicht die Vatikanische Stiftung Joseph Ratzinger-Benedikt XVI. in Zusammenarbeit mit dem TV-Nachrichtensener Rome Reports ab Montag, dem 30. Mai, auf der Facebook-Seite der Stiftung jede Woche ein Kurzvideo über Benedikt XVI.

Die Themen sind:

  • am 30. Mai "Der Weg von Johannes Paul II. zu Benedikt XVI."
  • am 6. Juni: "Die Gestalt Joseph Ratzinger"
  • am 13. Juni: "Die Heilige Woche mit dem Papst"
  • am 20. Juni: "Weihnachten in Rom"

Es empfiehlt sich, sich auf der Website der Vatikanischen Stiftung einzuschreiben (siehe oben die braune Leiste).

Die Römische Bibliothek Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. am Campo Santo Teutonico besitzt bereits einen erheblichen Bestand an Ratzinger-Videos, so dass auf mittlere Frist der Aufbau einer nutzerfreundlichen Videothek ansteht.

   

Neue Menas-Ampulle

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26. 05. 2016

Anlässlich seines Vortrag am RIGG im Januar hat Prof. Dr. Reinhold Baumstark (München) eine sehr schöne Menas-Ampulle der Sammlung des Campo Santo Teutonico geschenkt, die bereits eine Reihe von Ampullen mit anderen Motiven aufweist. Die neue Ampulle stammt aus dem Besitz und Nachlass Anton Baumstarks (1872-1948), an den sie wiederum als ein Geschenk von Carl Maria Kaufmann, dem Entdecker und Ausgräber des Menas-Heiligtums in der libyschen Wüste, gelangt war. Die Ampulle weist auf beiden Seiten den eher seltenen Prägestempel des Kreuzes im Kranz auf. Zu Anton Baumstark und Carl Maria Kaufmann siehe das Personenlexikon zur Christlichen Archäologie.

Der aus unveröffentlichten Quellen schöpfende Vortrag von Prof. Baumstark über seinen Großvater lässt höchst interessante Publikationen erwarten, die neues Licht auf den Campo Santo Teutonico und die dortige Forscherwelt werfen können.

   

Samstag, 21. Mai: Nacht der Museen

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16. 05. 2016

In Rom öffnet am 21. Mai eine Reihe von Museen von 20.00 bis 2.00 Uhr für einen symbolischen Eintrittspreis von 1 Euro. Beteiligt sind:

MUSEI CAPITOLINI, CENTRALE MONTEMARTINI, MACRO, MACRO TESTACCIO, MUSEO DELL'ARA PACIS, MUSEO DI ROMA - PALAZZO BRASCHI, MUSEO DI ROMA IN TRASTEVERE, MERCATI DI TRAIANO - MUSEO DEI FORI IMPERIALI, MUSEI DI VILLA TORLONIA, PALAZZO DELLE ESPOSIZIONI, SCUDERIE DEL QUIRINALE, SAPIENZA UNIVERSITÀ DI ROMA.

Wie üblich beteiligen sich nicht die kirchlichen Einrichtungen.

Nähere Infos finden Sie hier.

   

Billigbücher im Instituto Nazionale di Archeologia de Storia dell'Arte

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10. 05. 2016

Palazzo Venezia Palazzo Venezia Das große Kunstinstitut im Palazzo Venezia macht anlässlich seines 90-jährigen Bestehens einen Ramschverkauf. Bestellungen sind zu richten an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Wir hängen hier die Verkaufslisten an: Liste 1, Liste 2, Liste 3, Liste 4, Liste 5, Liste 6.

   

Das akademische Jahr 2016/17 am Augustinianum

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10. 05. 2016

Das Patristische Institut "Augustinianum" befindet sich in unmittelbarer Nähe des Campo Santo Teutonico. Das Institut wird von Augustinerpatres geleitet und widmet sich vorzüglich dem Studium der lateinischen und griechischen Kirchenväter (Augustinus, Ambrosius, Gregor von Nyssa us.w.). Es besitzt eine der besten Bibliotheken für frühes Christentum. Seit Herbst 2015 bietet das Augustinianum neben den patristischen Spezialstudien auch einen allgemeintheologischen Studiengang an. Zu den Dozenten dieses Studiengangs zählen u.a. Carlo dell'Osso (PIAC), Hubertus Drobner (Paderborn), Patrick Descourtieux, Robert Dodaro, Emanuela Prinzivalli, Massimiliano Ghilardi (Studi Romani), und Jerónimo Leal. Im Sommersemester 2017 hält Stefan Heid die Vorlesung "Liturgia in Italia settentrionale in epoca patristica: l'esempio di Milano e Aquileia".

Hier das gesamte Studienprogramm 2016/17.

   

Roma Antiqua erinnert an Erwin Gatz

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08. 05. 2016

Am 5. Jahrestag des Todes von Erwin Gatz erinnert die Website Roma Antiqua an den ehemaligen Rektor des Campo Santo Teutonico. Auch am Campo Santo selbst wurde seiner anlässlich einer Hl. Messe gedacht. Siehe auch den von Bischof Zdarsa verfassten Nachruf.

Am selben Tag wurde auch eine deutsch-englische Gedenktafel an den heldenhaften Mons. Hugh O'Flaherty enthüllt, der lange am Kolleg wohnte und 1943/44 von dort aus etwa 6.000 von den Nationalsozialisten Verfolgten half.

   

Franziskus und der Lateran: Die Türen der Barmherzigkeit stehen weit offen

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30. 04. 2016

altPäpste erfinden gern süße Pillen, mit denen sie allerlei durchsetzen können, was vielleicht sonst von den andern nicht geschluckt würde. Jahrhundertelang hieß das Zauberwort "Reform" (der Kirche an Haupt und Gliedern), neuerdings ist es die "Misericordia". Wer will keine Barmherzigkeit? Immer nach vorn! Immer die Türen offen! Nun, so ganz frei erfunden hat Franziskus das auch nicht. Johannes Diaconus, Kanoniker der Lateranbasilika, schrieb im 12. Jahrhundert einen Traktat über ebendiese Kirche, die bis heute die eigentliche Bischofskirche der Päpste ist. In diesem Traktat verkündet er stolz, dass die Laterankirche als "Tempel der Barmherzigkeit" bezeichnet werde. Warum? Das verrät er in folgenden Sätzen:

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Die Görres-Eule in der Villa Ludovisi

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25. 04. 2016

Die römische Adelsfamilie Boncompagni-Ludovisi besaß einst den größten und wohl auch schönsten innerstädtischen Park Roms, aus drei Weinbergen zusammengekauft vom Kardinalnepoten Ludovico Ludovisi (1595-1632), bis die Familie fast alles am Ende des 19. Jahrhunderts an die Stadt verkaufen musste, die die einst so herrlichen Grünanlagen zur Glorie der neuen Hauptstadt komplett verbaute. Das ist das heutige Quartiere Ludovisi (Rione XI). Damals wurde frevelhafterweise der Palazzo Ludovisi abgerissen. Hingegen blieb die kleinere Villa erhalten, die dem Kardinal zu repräsentativen Zwecken diente und heute von Prinz und Prinzessin Boncompagni-Ludovisi bewohnt wird.

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