Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Ein Tusculum für den Papst

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

12. 02. 2013

 

Nach einem zeitweiligen Aufenthalt in Castel Gandolfo in den Wochen nach seinem Rücktritt wird Benedikt XVI. wieder in den Vatikan ziehen. Als neues Domizil ist das Kloster „Mater Ecclesiae“ vorgesehen, das seit Herbst leer steht und schon seit Anfang November renoviert wird. Auf dem Foto sind die Bauarbeiten deutlich zu erkennen.

hier weiterlesen

   

Benedikt XVI - die Nacht des angekündigten Rücktritts

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

12. 02. 2013

Der Abschied blitzte aus verregnetem Himmel. Nach einem strahlenden Sonnensonntag kam ein mieser Rosenmontag. Ein ernster Tag. Von Anfang an haben Regentage in auffallender Weise diesen Pontifikat begleitet. Ob die Kardinäle im Konsistorium die lateinischen Worte überhaupt verstanden haben? Quapropter bene conscius ponderis huius actus plena libertate declaro me ministerio Episcopi Romae, Successoris Sancti Petri, mihi per manus Cardinalium die 19 aprilis MMV commissum renuntiare. Worte wie in Marmor gemeißelt. Bereits am Abend kamen die ersten Beter auf den Petersplatz, um eine Nachtwache zu halten. Die Fenster der terza loggia waren hell erleuchtet. Wer mochte gerade den Papst beschworen haben, den Rücktritt zurückzunehmen?

   

Papst Benedikt tritt am 28. Februar zurück

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

11. 02. 2013

altMan konnte es so erwarten. Souverän und wohl lange vorbereitet, auf Latein, ohne Sensation. Papst Benedikt kündigt seinen Rücktritt an. Er klebt nicht am Amt, er braucht das Amt nicht, und die Kirche braucht - so meint er - keinen schwächelnden Papst. Es wird keine Diskussionen über diese Entscheidung geben, keine Spekulationen, keine Kriminalromane. Aber uns macht es traurig, wehmütig, verloren. Man sagt, er ziehe sich in ein Kloster zurück. Die deutsche Kolonie in Rom verliert ihren Größten und Besten. Wie viele Gelehrte besaß die Görres-Gesellschaft, aber einen solchen? Noch vor kurzem hat er unser kleines Görres-Institut gefördert. Er war uns so nahe! Er geht, aber sein gewaltiges geistiges Erbe bleibt, das so reich aus der Tradition schöpft und so weit in die Zukunft weist. Nicht nur die Not, auch Dankbarkeit lehrt beten: Oremus pro Pontifice!

   

20. Februar: Vortrag am DHI von Sabine Lauderbach

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

10. 02. 2013

altUm 18 Uhr spricht die Historikerin Sabine Lauderbach (Universität Mainz) im Deutschen Historischen Institut im Rahmen der Mittwochsvorträge zum Thema "Katholische Tradition oder moderne Konzeption? Papst Benedikts XV. Europavorstellungen 1914–1922". Es ist das Thema ihrer Promotionsarbeit. Frau Lauderbach ist Mitglied des RIGG und arbeitet seit dem Herbst in Rom. Das hören wir uns doch mal an!

   

1. Februar: Wiedereröffnung der Bibliotheca Hertziana in Rom

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

29. 01. 2013

Nach zwölf Baujahren wieder normales Arbeiten in einem der bedeutendsten kunsthistorischen Institute der Welt

Ab dem 1. Februar wird man durch den Haupteingang der Bibliotheca Hertziana, der aussieht wie ein großes steinernes Maul, direkt in den Neubau hineingehen können, der als einer der spektakulärsten Neubauten in Rom gefeiert wird, auch wenn man ihn von außen nicht sieht. Es ist eine faszinierende Verbindung von altem Palazzo Zuccari und einem Glastrichter, den der spanische Architekt Juan Navarro Baldeweg errichten ließ. Lichtdurchflutet und im Sommer vermutlich schnell warm. Auch alle anderen Räume sind dann wieder zugänglich, wobei die Aufstellung der Bücher verändert wurde, so dass man sich neu eingewöhnen muss. Selbstverständlich wissen auch Görresianer die Schätze der Bibliothek fleißig zu nutzen, quod hic demonstratur ....

   

28. Januar: Aperitif bei Goethe

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

25. 01. 2013

Die Casa di Goethe (via del Corso 18, nahe der Piazza del Popolo) bietet jeweils am letzten Montag jeden Monats 17.30-19.30 Uhr ein gelehrt-unterhaltsames Treffen der Deutschrömer inklusive Museumsführung an. Anmeldung ist erwünscht, die Kosten belaufen sich auf 5,- Euro. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

   

2. Rundbrief zum 16. Internationalen Kongress für Christliche Archäologie

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

16. 01. 2013

Einschreibung je früher desto billiger!

Nach langem Warten ist nun endlich der 2. Rundbrief (hier die deutsche Fassung) des Organisationskomités des 16. Internationalen Kongresses für Chrisltiche Archäologie herausgegangen, der es ab sofort ermöglicht, sich einzuschreiben. Je früher man sich anmeldet, umso billiger wird es. Der Kongress wird vom Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie organisiert und findet vom 22. bis 28. September 2013 in Rom statt. Tagungsort ist nicht, wie geplant, die Università Urbaniana auf dem Gianicolo, sondern das Patristische Institut "Augustinianum" direkt am Petersplatz gegenüber dem Hl. Uffiz. Der Kongress wird eine breite Unterstützung finden, etwa seitens der UNESCO. Thema ist "Konstantin und die Konstantiniden - Die konstantinische Innovation, ihre Wurzeln und ihre Entwicklungen".

hier weiterlesen

   

Neues Grabungsmuseum im Klostergarten von S. Paolo f.l.m.

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

04. 01. 2013

Ende Januar ist die Eröffnung geplant

2007-2009 fanden im Garten der Abtei S. Paul vor den Mauern Grabungen statt, nachdem beschlossen worden war, auf der rechten Seite der Basilika größere Gebäude zur Betreuung der zahlreichen Besucher zu errichten, da die alten Toiletten- und Gastronomieanlagen sich als wenig ansprechend erwiesen. Die Grabungen wurden in Zusammenarbeit der Vatikanmuseen (Giorgio Filippi) und des Päpstlichen Instituts für Chrisltiche Archäologie (Lucrezia Spera) durchgeführt und kamen zu einem glücklichen Abschluss. Besonders fördernd wirkten hierbei die Kardinäle Montezemolo und Monterisi, ohne die das Projekt nicht zustande gekommen wäre.

hier weiterlesen

   

Johannes Paul der Große

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

alt alt Erinnern Sie sich noch? Im Mai 2011 ist mit großer Geste eine Statue von Oliviero Rainaldi an die Stadt Rom übergeben worden. Es war (und ist) das erste monumentale Denkmal, das den verstorbenen Papst Johannes Paul II. zeigt. Der Standort der überlebensgroßen Statue wirkte allerdings etwas unglücklich gewählt und nach kürzester Zeit konnte man in italienischen Zeitungen lesen, dass das Monument nicht ankommt, nicht bei der römischen Bevölkerung, nicht bei den zahlreichen Touristen, die täglich an ihr vorbeikamen. Denn Rainaldis Statue steht direkt an der Stazione "Termini" und blickt auf die vielbefahren Straße, den Rücken zum Hauptbahnhof gewandt. Ob der Aufstellungsort mit dem Titel "Conversazioni" zu tun haben soll, bleibt unklar. Kommuniziert wurde mit dem metallenen Giovanni Paolo II nicht wirklich, obwohl in Zeiten der Großbaustelle am Termini viele Römer an der Piazza Repubblica aussteigen und zu Fuß zum Termini laufen, um es sich zu ersparen, den unterirdischen Umleitungen zu folgen, die den römischen Hauptbahnhof wegen Umbauarbeiten derzeit zu einem grande casino machen.

hier weiterlesen

   

Georg Gänswein Privatsekretär und Präfekt des Päpstlichen Hauses

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

07. 12. 2012

Bischofsweihe am 6. Januar um 9 Uhr in St. Peter durch Papst Benedikt XVI.

Benedikt XVI., Georg Gänswein, Erwin Gatz 2005 Benedikt XVI., Georg Gänswein, Erwin Gatz 2005 Prälat Georg Gänswein, Erster päpstlicher Privatsekretär und ebenso wie Papst Benedikt XVI. seit vielen Jahren Mitglied und Förderer des RIGG, wurde heute, am 7. Dezember, zum Präfekten des Päpstlichen Hauses ernannt. "Es gehört zu den Aufgaben dieser Präfektur, für die rechte Ordnung bei Audienzen und Zeremonien "im Hause" zu sorgen, aber auch bei Pastoralbesuchen des Papstes innerhalb und außerhalb Roms. Sie muß die päpstlichen Audienzen organisieren und regeln, sowohl die öffentlichen wie die privaten, für deren Ablauf früher der Maestro di Camera Seiner Heiligkeit sorgte.

Paul Badde's Kommentar

   

Seite 17 von 19