Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Ankündigung: Romseminar für deutschsprachige Freisemester

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12. 02. 2012

Zum Jubiläum übernimmt das RIGG die Kosten

Im Wintersemester 2013-2014 findet wieder am Angelicum das Hauptseminar „Die Geschichte der Päpste und ihrer Stadt Rom“ (dS 2912) an der Dominikaneruniversität „Angelicum“ (hier auch das Kalendarium) statt. Das seit vielen Jahren stattfindende Seminar wird für deutschsprachige Freisemester in Rom angeboten und in deutscher Sprache gehalten. Es beschäftigt sich mit der Kirchen-, Musik-, Liturgie- und Kunstgeschichte Roms, je nach den Interessen der Teilnehmer. Das Seminar umfasst etwa zwölf Doppelstunden jeweils dienstags 10.30-12.15 Uhr. Erste Sitzung ist am 8. Oktober. Für den Erwerb eines qualifizierten Scheins ist es notwendig, ein Referat eigener Wahl vorzutragen und schriftlich abzugeben. Zuweilen werden auch Ortsbesichtigungen durchgeführt. Die Einschreibung ist bis 27. Sept. am Hauptsekretariat des Angelicum für 100,00 Euro möglich. Wer das Seminar mit einem Schein abschließt, erhält alle Kosten rückerstattet. Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens möchte das Römische Institut der Görres-Gesellschaft mit dieser Aktion das Studium im Ausland fördern. Interessenten können sich gerne bei Prof. Dr. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. melden.

Hier das Einladungsanschreiben als PDF.

   

Schnee! Schnee! Schnee!

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04. 02. 2012

Samstag, 4. Februar - eine Momentaufnahme

Es schneit! Der Campo Santo Teutonico ist seit gestern Nacht wie in Zuckerguss getaucht. Die Nachrichten sprechen davon, dass in Rom seit 40 Jahren nicht mehr so viel Schnee lag. Das Verkehrschaos könnte diese Aussage untermauern. Pinienzweige brachen unter der "Last" von knapp 10cm Neuschnee, der seit dem Mittag langsam zu tauen begann. Am Vormittag fuhren kaum Busse, nur wenige Autos trauten sich auf die Straße und um den Petersplatz herum lag eine ganz wunderbar eigentümliche Stille, die erst von jubelnden Kindern wieder durchbrochen wurde, die mit Schlitten und in Schneeanzügen den Petersplatz unsicher machten. Das eigentliche Ziel der Familien war der Circo Massimo. Dort locken die ehemaligen Zuschauertribünen als kleine Hügel zum Rodeln. Aber auch vor den Toren des Campo Santo wurden Schneebälle geworfen und Schneemänner gebaut. Selten hat man an einem Sonnabend so viele Römer auf den Beinen gesehen. Mal sehen wie lange sich die weiße Pracht halten wird. (B.K.)

   

Ausschreibung: Professur für frühchristliche Architektur

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30. 01. 2012

Am Päpstl. Institut für Christl. Archäologie wird im Herbst 2012 der Guidobaldi-Lehrstuhl frei

Es handelt sich um die ao. Professur für Frühchristliche Architektur (Architettura cristiana antica) am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (PIAC) in Rom. Die offizielle Ausschreibung erfolgte am 16. Jan. 2012 im Osservatore Romano (Seite 6). Bewerbungen haben innerhalb der folgenden 60 Tage zu erfolgen. Der Lehrstuhl wird im Herbst 2012 durch die Emeritierung von Prof. Federico Guidobaldi frei. Die Berufungskommission besteht aus zwei ord. Professoren des Kollegiums und zwei vom Kollegium berufenen externen Professoren. Prof. Guidobaldi ist ein hervorragender, sehr sympathischer Kollege (wie tatsächlich alle meine Kollegen am PIAC), ein "Spätberufener", denn bevor er zur Archäologie kam, arbeitete er viele Jahre als Chemiker. Vor kurzem bekam er eine stattliche Festschrift Marmoribus Vestita überreicht, die im Titel schon andeutet, dass er sehr viel über spätantiken Marmor gearbeitet hat. Seine Frau ist die bekannte byzantinische Kunsthistorikerin Alessandra Guiglia Guidobaldi. Ich kann nur ermuntern, sich zu bewerben. Das Leben am PIAC (hier eine Fotogalerie) ist sehr niveauvoll, abwechslungsreich und erfreulich, und das vatikanische Gehalt ist auch nicht ganz schlecht. Internationalität ist erwünscht. (S. Heid)

   

Die Diskussion um das Kreuz auf dem Altar

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15. 01. 2012

Eine jüngste Veröffentlichung in "Homiletic & Pastoral Review" jetzt auch auf Deutsch online

Seit einer Reihe von Jahren beschäftige ich mich mit der Frage der Gebetshaltungen in der frühen Kirche. Nicht alles davon hat Relevanz für heute. Aber für die Christliche Archäologie ist es sehr wichtig zu wissen, wie sich die Gläubigen in frühchristlicher Zeit in einem Kirchenraum verhalten, in welcher Körperhaltung sie gebetet und wohin sie dabei geschaut haben: Sie haben mit erhobenen Händen und aufgerichtetem Blick zum Osthimmel hin gebetet, der oft durch ein Kreuz markiert wurde. Für Papst Benedikt XVI. ist es enorm wichtig, dass der Priester und die Gläubigen während der Gebete zu einem Kreuz aufschauen, weil alle Bitten durch Christus an den Vater gerichtet werden. Jeder, der in St. Peter einer hl. Messe beiwohnt, sieht, dass die Altarkreuze wieder in der Mitte der Altäre und nicht etwa an die Seite gerückt stehen. Warum das aus liturgischer und historischer Sicht gut begründet ist, darüber habe ich mir in einer Internet-Veröffentlichung Gedanken gemacht. Sie stößt auf interessante Reaktionen ... (S. Heid)

Der Artikel jetzt hier auch auf Deutsch

   

Bestens empfohlen: Vokalensemble QuintenZirkel

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05. 01. 2012

Ein Rückblick auf großartige Konzerte in Rom

Der Augsburger QuintenZirkel, dem fünf junge Männer angehören, die ihre Ausbildung bei den Domsingknaben durchlaufen haben, schaut auf sein zehnjähriges Bestehen zurück. Seither singen Norber Gebel, Frank Pintsch, Markus Plischke, Constantin Wolff und Dominik Wolff mit großem Erfolg a cappella sakrale und weltliche (auch lustige) Lieder aus der großen musikalischen Tradition der Kirche und Europas. Zum Repertoire gehören Palestrina, Orlando di Lasso, William Byrd, Thomas Tallis und viele andere. Sie haben nun ein Büchlein über sich veröffentlicht: "10 Jahre Vokalensemble QuintenZirkel". Daraus seien hier (mit geringfügigen Kürzungen) aus dem Kapitel "Zu Besuch in der Ewigen Stadt" die Seiten 25-26 zitiert (von Constantin Wolff):

"Als besonderes Dankeschön erhielten wir einige Tage später von Herrn Professor Heid (...) eine exklusive Führung zu besonderen und der Öffentlichkeit kaum bekannten Kirchen Roms.

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Römische Weihnachtsbäume - ein Thema für sich

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02. 01. 2012

Nur ein Schatten: Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz Nur ein Schatten: Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz Die Weihnachtsoktav ist mit dem Neujahrstag abgeschlossen. Aber die meisten Straßen sind nach wie vor festlich geschmückt. Allem voran sind die Weihnachtsbäume nach wie vor im Stadtbild präsent – auch hier in Rom. Direkt neben der Krippe am Obelisken steht auf dem Petersplatz eine große Fichte. Wie in Deutschland bleiben die Weihnachtsbäume in den meisten Familien mindestens bis zum Fest der Heiligen drei Könige am 6. Januar stehen. Sofern sie nicht zu sehr nadeln, ist es einigen Bäumen sogar vergönnt bis Lichtmess stehen zu bleiben. Die deutsche Tradition des Weihnachtsbaums hat seit dem 19. Jahrhundert in der ganzen Welt Verbreitung gefunden. Oft liest man noch, dass in Italien einzig und allein die Krippe – il presepio – im Vordergrund steht. Das ist so allerdings nicht ganz richtig.

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Vertrauliches zum Unfehlbarkeitsdogma 1870

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03. 12. 2011

Ein Plauderstündchen bei Anton de Waal

Die Herbsttagung von Hartmut Benz zum Untergang des Kirchenstaates 1870 und der jüngste Beitrag von Aldo Parmeggiani über den Campo Santo Teutonico sind Anlass, einen Blick ins unveröffentlichte Tagebuch des Frankfurter Kaufmannssohnes Carl Maria Kaufmann (1872-1951) zu werfen. Unverblümt sprach demnach am 8. Juni 1895 Anton de Waal, Gründungsrektor des Priesterkollegs am Campo Santo Teutonico, über das Gezerre hinter den Kulissen während des I. Vatikanischen Konzils 1870, das er selber aus nächster Nähe beobachten konnte. De Waal sprach bei einer "Sabbatine", also einem hausinternen Samstagabendvortrag. Kaufmann war anwesend und notierte dazu Folgendes in sein Tagebuch:

Hier zum Tagebuch

   

Wo einst die Christen starben

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03. 12. 2011

mit Erlaubnis des Vatican-Magazins übernehmen wir einen Artikel über den Campo Santo von Paul Badde und Aldo Parmeggiani, dem Camerlengo der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes vom Campo Santo Teutonico.

Campo Santo Teutonico 1873 Campo Santo Teutonico 1873 Der "deutsche Friedhof", neben Sankt Peter an der Südseite des Vatikanischen Hügels gelegen und als "Campo Santo" bekannt, ist die älteste deutsche Nationalstiftung in Rom. Der dazugehörige Gebäudekomplex ist heute Sitz von drei Institutionen: der rechtlich als Eigentümerin anerkannten Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes der Deutschen und Flamen, dem Priesterkolleg "Collegio Teutonico" (seit 1876) und dem Römischen Institut der Görres-Gesellschaft (seit 1888), dessen Schwerpunkt in der Christlichen Archäologie und Kirchengeschichte liegen. Im neunzehnten Jahrhundert wurde um den Friedhof ein Kollegsgebäude errichtet. Dessen Gründungsrektor wurde 1876 Prälat Anton de Waal, der das Kolleg zu einem Zentrum der kirchengeschichtlichen Forschungen und der frühchristlichen Archäologie machte.

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Radio Vatikan über die erste Romführung des DHI

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23. 09. 2011

Wie bereits gemeldet, bietet das Deutsche Historische Institut (DHI) im Herbst erstmals Rom-Führungen an. Der Reigen wurde eröffnet von Dr. Britta Kägler, Neumitglied des RIGG, mit einer sehr gut aufgenommenen Führung über den Rione Ponte im Mittelalter und in der Renaissance mit vielen interessanten Details über das tägliche Leben "im Tiberknie". Über diese Führung hat nun Frau Katharina Spitz vom Radio Vatikan eine schöne Sendung erstellt, die man hier anhören kann.

Hier die Übersicht der weiteren Führungen.

   

Neu: Führungen des DHI

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23. 09. 2011

Das Deutsche Historische Institut (DHI) bietet im Herbst erstmals Rom-Führungen an, auf die ich gerne hinweisen möchte. Der Reigen wird eröffnet von Dr. Britta Kägler, Neumitglied des RIGG, die neben ihren unermüdlichen Forschungen über Münchner Hof, bayerischen Adel und musikhistorische Themen im Sommer Zeit fand, besonders das Tiberufer nächtlich näher kennenzulernen, und nun am 1. Oktober eine sicher spannende Führung über das "Stadtviertel im Tiberknie - Rione Ponte" anbietet. Treffpunkt ist die Engelsbrücke vor der Engelsburg um 10 Uhr.

Der Rione Ponte ist einer der größten "rioni" - in der Renaissance wandelte er sich zum päpstlichen Bankenviertel. Bis zum Rinascimento konzentrierte sich in diesem Stadtviertel Wirtschafts- und Finanzleben. Außerdem prägte das hohe Pilgeraufkommen (auf dem Weg nach St. Peter) das Viertel, wovon noch Gassennamen und zahlreiche Herbergen zeugen. Hier die Übersicht der weiteren Führungen.

   

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