Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Ein Besuch im Palazzo Valentini: die Domus Romane

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Äneas und Anchises Äneas und Anchises Dank des Kardinalnipoten Michele Bonelli (Ende 16. Jh.) gibt es den Palazzo Valentini, in dem sich heute die Verwaltung der Provinz Rom befindet (Via IV Novembre, 119A, nahe der Piazza Venezia). In der erstaunlich kurzen Zeit von fünf Jahren (2005-2010) wurden unter dem Kellergeschoss des Palazzo Valentini zwei äußerst luxuriöse Stadthäuser (domus) des 4. nachchristlichen Jahrhunderts freigelegt und sind seither der Öffentlichkeit zugänglich. Der dem Görres-Institut verbundene deutsche Dozentenkreis hat diesem Museum jüngst einen Besuch abgestattet.

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PRO LINGUA LATINA zu Papst em. Benedikt XVI.

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03. 06. 2013

oder: invenit patella operculum

Das seit 1998 erscheinende peppige Aachener Lateinmagazin PRO LINGUA LATINA, das von der Bibliothek des Campo Santo Teutonico bezogen wird (Signatur: X 38) bietet in seiner jüngsten Ausgabe (Bd. 14, 2013) einige Notizen zum Rücktritt Papst Benedikts. Da ist zum einen ein Artikel von Hermann Krüssel über zwei Chronogramme (p. XVII). Dann bietet Karl August Neuhausen eine philologische Kritik der offiziellen deutschen Übersetzung der lateinisch abgefassten Rücktrittserklärung (p. XVIII-XXIII) und dann zerpflückt Hermann Krüssel die launige Kritik der deutschen Fassung der Rücktrittsrede, die Christoph Schlegel unter dem Titel "Hut genommen - Hut ab" in "The European" veröffentlicht hatte. Krüssel weist nach, dass Schlegels Kritikpunkte nicht auf den lateinischen Urtext zutreffen. Anders als Schlegel hat die Journalistin Giovanna Chirri mehr Ahnung vom Latein. Denn sie war die Erste, die die lateinische Papstrede richtig verstanden hatte. Daher folgt abschließend ein Artikel von Krüssel "Wohl dem, der renuntiare versteht - eine Journalistin erkennt die Bedeutung einer Papstrede" (p. XXVIII).

   

25.-28. Juni in Rom: Kongress zur Liturgie an der Universität S. Croce

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02. 06. 2013

Breites Themenspektrum und internationale Referenten

Alt-St. Peter (Sala di Costantino, Vatikan) Alt-St. Peter (Sala di Costantino, Vatikan) Zum 50-jährigen Gedächtnis der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils häufen sich die Veranstaltungen, die diese teils jubelnd, teils nachdenkend begleiten. Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft hat im letzten Dezember entsprechend seinem Charisma eine historisch orientierte Tagung zu den römischen Liturgiereformen seit dem Konzil von Trient veranstaltet, die bald veröffentlicht werden wird. Nun findet auf Initiative des Bischofs von Toulon eine große, internationale Tagung an der Universität S. Croce statt, die sich von der Auswahl der Referenten und den Themen her stärker den pastoralliturgischen Fragen zuwendet, was auch aus der hohen Zahl kirchlicher Würdenträger unter den Referenten und aus den feierlichen Liturgien, die während der Tagung abgehalten werden, hervorgeht.

Die Tagung hat eine eigene Website in mehreren Sprachen mit Vorstellung der Referenten und Themen u.s.w.

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Ein Besuch im Baptisterium des Laterans

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14. 05. 2013

Studienreise der Theologen der Universität Graz

Frau Dr. Michaela Sohn-Kronthaler, Professorin für Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz sowie Leiterin des Instituts für Kirchengeschichte und Kirchliche Zeitgeschichte, war vor einigen Jahren des öfteren bei den Autorenkonferenzen von Prof. Erwin Gatz im Collegio Teutonico. Zusammen mit Prof. Dr. Bernd Körner (Dogmatik) unternahm sie Anfang Mai eine Rom-Exkursion mit 30 Theologiestudenten. Das dichte Programm sah auch einen Besuch im Lateranbaptisterium vor.

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Vereidigung der Schweizer Garde

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06. 05. 2013

Wie jeden 6. Mai findet auch heute die Vereidigung der neuen Rekruten der Schweizer Garde statt, dieses Mal nicht im Damasushof, sondern wegen schlechten Wetters im durchaus unromantischen Ambiente der Audienzhalle. Der Termin erinnert an den Sacco di Roma 1527, als die erst 1506 gegründete Garde ihr erstes und bislang letztes blutiges Gefecht zur Verteidigung des Papstes führte. In der Schweizer Kapelle des Campo Santo Teutonico ist der Hauptmann, der damals fiel, bestattet. Diese Kapelle fiel nicht der Restaurierung der Kirche in den 1970er Jahren zum Opfer und bewahrt daher noch die historischen Gräber im Boden. Die Wenigsten wissen, dass es einen Freundeskreis der Schweizer Garde gibt. Was bekommt man dafür? "Als kleines Geschenk laden wir Sie jedes Jahr persönlich zu einem Anlass ein, der eigens für die AMICI organisiert wird". Ob das die Vereidigung einschließt? Hier erfahren Sie mehr.

   

Wenn Päpste in den Vatikanischen Gärten wohnen

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28. 04. 2013

von Hartmut Benz

Vatikanische Gärten: links die gotische Kirche über der Lourdesgrotte, rechts die Sternwarte und die Palazzina Leone XIII. Vatikanische Gärten: links die gotische Kirche über der Lourdesgrotte, rechts die Sternwarte und die Palazzina Leone XIII. Wenn Benedikt XVI. Anfang Mai seinen Altersruhesitz inmitten der Vatikanischen Gärten, im ehemaligen Kloster „Mater Ecclesiae“, bezieht, so wird er nicht der erste Papst sein, der in den „Giardini Vaticani“ sesshaft wird. Während der Jahre der „Römischen Frage“ (1870 – 1929), als die Päpste das ihnen verbliebene Territorium um den Apostolischen Palast nicht verließen, war es besonders Leo XIII. (1810 – 1903), der die Gärten als Ort der Erholung nutzte – und bewohnte. Schon kurz nach seinem Pontifikatsantritt (1878) ließ er in den Gärten einen Weinberg anlegen, bei dessen Kultivierung er selbst oft Hand anlegte.

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Ein Besuch bei den Fosse Ardeatine

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23. 04. 2013

Vor einigen Tagen besuchte der informelle Kreis deutschsprachiger Dozenten in Rom die nahe bei der Kallixtkatakombe gelegenen Fosse Ardeatine. Sie sind ein italienisches Nationaldenkmal gegen den Terror der deutschen Besatzung 1943-1944. Leider taucht das Stichwort "Fosse Ardeatine" in praktisch keinem der gängigen Rombücher auf. Ein Tourist will solche Stätten nicht unbedingt besuchen, obwohl sie doch in diesem Fall direkt neben der Kallixtkatakombe liegt und keinen Eintritt kostet (Öffnungszeit jeden Tag ca. 9.00 bis 17.00 Uhr).

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2. Mai: Tagung in Rom "Josef Ratzinger und Erik Peterson"

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23. 04. 2013

altAm Donnerstag, dem 2. Mai, veranstaltet die Pontificia Academia Theologica in Zusammenarbeit mit der Regensburger Ratzinger-Stiftung in der Aula der Universität S. Croce in Rom von 15,00 bis 17,30 Uhr eine Kurztagung zum Thema "Josef Ratzinger ed Erik Peterson. Due itinerari teologici". Hauptredner sind Prof. Dr. Thomas Söding (Bochum), Prof. Dr. Albert Gerhards (Bonn) und Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz (Dresden-Wien). Erik Peterson hat die Theologie Josef Ratzingers beeinflusst. An drei zentralen Aspekten - Hl. Schrift, Liturgie und Kultur - gehen die Referenten diesem Einfluss des bedeutenden Bonner Konvertiten Peterson nach (hier das Programm).

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Auf dem Weg mit Papst Franz

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15. 03. 2013

alt alt Viele Premieren gab es am 13. März im Vatikan bei der Wahl des neuen Papstes zu feiern: der erste Lateinamerikaner, der erste Jesuit und der erste Träger eines bisher noch nie gewählten Papstnamens. Jorge Mario Bergoglio ist Papst Franziskus. Den heiligen Franz von Assisi als Programm zu wählen ist ein mutiger und herausfordernder Schritt. Anspruch und Erwartung sind enorm: War Franziskus zu Lebzeiten – er wirkte vor (genau) 800 Jahren – nicht ein Rebell und Störenfried für Papst und Klerus?

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Anna Maria Ramieri in memoriam

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13. 03. 2013

Totenmesse 13. März um 14.30 Uhr in S. Lorenzo in Damaso

Am Vormittag des 12. März verstarb die Professorin für Museologie des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie. Sie erlag einer tückischen Krankheit, die erst Ende letzten Jahres entdeckt wurde. Ihr früher Tod ist für alle Kollegen und Studenten des PIAC ein schwerer Schlag, persönlich wie akademisch. Sie war eine anerkannte, aktive und kompetente Kollegin. Seit Jahrzehnten dem PIAC verbunden, trug sie viel zu dessen wissenschaftlicher Reputation bei. Ihre große Liebe galt Rom, der Stadt ihrer Familie. Ihre Mutter war im selben Haus bei der Chiesa Nuova erst vor wenigen Wochen hochbetagt verstorben. Das Foto zeigt Anna Maria auf der gemeinsamen Studienfahrt des Instituts auf Sardinien 2009 (Zweite von rechts). R.I.P.

S. Heid

   

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