Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Papst Benedikt zum 85. Geburtstag - 16. April

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16. 04. 2012

Glück und Segen!

Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft darf sich rühmen, seit dreißig Jahren Professor Dr. Joseph Ratzinger, seit dem 19. April 2005 Papst Benedikt XVI., zu seinen Mitgliedern zu zählen. Benedikt XVI. ist aufgrund seiner Veröffentlichungen und aufgrund seines einzigartigen Amtes der maßgebliche Lehrer und theologische Referenzpunkt der Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Auch das Römische Institut verdankt ihm viel. Der Heilige Vater schätzt die Wissenschaft wie kaum ein anderer. Im letzten Jahr durften wir durch eine Tagung zum Thema "Petrus in Rom" die Forschung in neue Bahnen lenken. Die beiden dazu erschienenen Bände (im Schnell und Steiner Verlag und im Herder-Verlag) hat der Hl. Vater dankbar entgegen genommen. Auch für dieses und das kommende Jahr haben wir noch einige Überraschungen parat, die unserer Stellung als unabhängigem Wissenschaftsinstitut im Schatten von Sankt Peter gerecht werden sollen. S.Heid

Hier: Die Wahl zum Papst

   

Licht ins Dunkel des Geheimarchivs!

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01. 03. 2012

Die Ausstellung über das Vatikanarchiv auf dem Kapitol ist bis September geöffnet

In Rom konkurrieren so viele Ausstellungen um die Besucher, aber diese lohnt sich: die Ausstellung des Vatikanarchivs in den Kapitolinischen Museen. "Lux in Arcana" macht bereits im Titel deutlich, dass sie Licht auf das Vatikanische "Geheimarchiv" und seine Bestände werfen will. Dem Besucher wird ein Blick auf Bestände, Strukturen und Aktivitäten des Archivs gewährt. Was sich auf den ersten Blick trocken anhört, entpuppt sich als Blick in eine Schatzkammer: Dokumente aus vielen Jahrhunderten und Regionen der Welt, Schätze aus den Magazinen des Archivs, aber auch Einblicke in die Lesesäle, den Alltag der Wissenschaftler, die das Archiv täglich nutzen, und in die Restaurierungswerkstätten.

Hier weiter

   

Die Diskussion um das Petrusgrab geht weiter

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16. 02. 2012

Ein Interview von Gudrun Sailer (Radio Vatikan) mit Stefan Heid

Gudrun Sailer: Petrus ist nie in Rom gewesen, nicht in Rom gestorben und infolgedessen auch nicht in Rom begraben: Diese Hypothese gibt es. Denkt man sie weiter, wäre die Kirche gleichsam auf Sand gebaut, nicht auf den ehernen Fundamenten der Stellvertreterschaft und der Nachfolge. Das Papsttum wäre obsolet, hätte zumindest einen guten Grund weniger. Deshalb ist die Frage nach der Authentizität des Petrusgrabes im Vatikan nicht bloß ein Fachstreit unter Gelehrten, sondern von erheblicher Tragweite für die Christenheit allgemein und die katholische Kirche im Speziellen.

Hier das gesamte Interview als Text und als Tondokument

   

Beginn des Romseminars für Freisemester am Angelicum

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12. 02. 2012

Einschreibeschluss am Freitag, 17. Februar

Am Dienstag, dem 21. Februar, beginnt das Hauptseminar „Die Geschichte der Päpste und ihrer Stadt Rom“ (dS 2912) an der Dominikaneruniversität „Angelicum“ (hier auch das Kalendarium). Das Seminar ist vorgesehen für deutschsprachige Freisemester in Rom und wird in deutscher Sprache gehalten. Es umfasst etwa zwölf Doppelstunden jeweils dienstags 10.30-12.15 Uhr und findet im Angelicum statt. Es wird erwartet, dass jeder Teilnehmer ein Referat vorträgt. Die Themen werden noch vergeben. Die Einschreibung ist bis zum 17. Februar am Sekretariat des Angelicum für 100,00 Euro möglich. Nacheinschreibungen sind in Einzelfällen möglich. Das erste Treffen ist am 21. Februar (Raum noch nicht bekannt). Interessenten mögen sich bitte jetzt schon bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. melden, falls sie das nicht schon getan haben, damit ein Email-Kontakt möglich ist. Es liegt bereits eine Reihe von Anmeldungen vor.

Hier das Einladungsschreiben

Hier das Programm

   

Ankündigung: Romseminar für deutschsprachige Freisemester

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12. 02. 2012

Zum Jubiläum übernimmt das RIGG die Kosten

Im Wintersemester 2013-2014 findet wieder am Angelicum das Hauptseminar „Die Geschichte der Päpste und ihrer Stadt Rom“ (dS 2912) an der Dominikaneruniversität „Angelicum“ (hier auch das Kalendarium) statt. Das seit vielen Jahren stattfindende Seminar wird für deutschsprachige Freisemester in Rom angeboten und in deutscher Sprache gehalten. Es beschäftigt sich mit der Kirchen-, Musik-, Liturgie- und Kunstgeschichte Roms, je nach den Interessen der Teilnehmer. Das Seminar umfasst etwa zwölf Doppelstunden jeweils dienstags 10.30-12.15 Uhr. Erste Sitzung ist am 8. Oktober. Für den Erwerb eines qualifizierten Scheins ist es notwendig, ein Referat eigener Wahl vorzutragen und schriftlich abzugeben. Zuweilen werden auch Ortsbesichtigungen durchgeführt. Die Einschreibung ist bis 27. Sept. am Hauptsekretariat des Angelicum für 100,00 Euro möglich. Wer das Seminar mit einem Schein abschließt, erhält alle Kosten rückerstattet. Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens möchte das Römische Institut der Görres-Gesellschaft mit dieser Aktion das Studium im Ausland fördern. Interessenten können sich gerne bei Prof. Dr. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. melden.

Hier das Einladungsanschreiben als PDF.

   

Schnee! Schnee! Schnee!

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04. 02. 2012

Samstag, 4. Februar - eine Momentaufnahme

Es schneit! Der Campo Santo Teutonico ist seit gestern Nacht wie in Zuckerguss getaucht. Die Nachrichten sprechen davon, dass in Rom seit 40 Jahren nicht mehr so viel Schnee lag. Das Verkehrschaos könnte diese Aussage untermauern. Pinienzweige brachen unter der "Last" von knapp 10cm Neuschnee, der seit dem Mittag langsam zu tauen begann. Am Vormittag fuhren kaum Busse, nur wenige Autos trauten sich auf die Straße und um den Petersplatz herum lag eine ganz wunderbar eigentümliche Stille, die erst von jubelnden Kindern wieder durchbrochen wurde, die mit Schlitten und in Schneeanzügen den Petersplatz unsicher machten. Das eigentliche Ziel der Familien war der Circo Massimo. Dort locken die ehemaligen Zuschauertribünen als kleine Hügel zum Rodeln. Aber auch vor den Toren des Campo Santo wurden Schneebälle geworfen und Schneemänner gebaut. Selten hat man an einem Sonnabend so viele Römer auf den Beinen gesehen. Mal sehen wie lange sich die weiße Pracht halten wird. (B.K.)

   

Ausschreibung: Professur für frühchristliche Architektur

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30. 01. 2012

Am Päpstl. Institut für Christl. Archäologie wird im Herbst 2012 der Guidobaldi-Lehrstuhl frei

Es handelt sich um die ao. Professur für Frühchristliche Architektur (Architettura cristiana antica) am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (PIAC) in Rom. Die offizielle Ausschreibung erfolgte am 16. Jan. 2012 im Osservatore Romano (Seite 6). Bewerbungen haben innerhalb der folgenden 60 Tage zu erfolgen. Der Lehrstuhl wird im Herbst 2012 durch die Emeritierung von Prof. Federico Guidobaldi frei. Die Berufungskommission besteht aus zwei ord. Professoren des Kollegiums und zwei vom Kollegium berufenen externen Professoren. Prof. Guidobaldi ist ein hervorragender, sehr sympathischer Kollege (wie tatsächlich alle meine Kollegen am PIAC), ein "Spätberufener", denn bevor er zur Archäologie kam, arbeitete er viele Jahre als Chemiker. Vor kurzem bekam er eine stattliche Festschrift Marmoribus Vestita überreicht, die im Titel schon andeutet, dass er sehr viel über spätantiken Marmor gearbeitet hat. Seine Frau ist die bekannte byzantinische Kunsthistorikerin Alessandra Guiglia Guidobaldi. Ich kann nur ermuntern, sich zu bewerben. Das Leben am PIAC (hier eine Fotogalerie) ist sehr niveauvoll, abwechslungsreich und erfreulich, und das vatikanische Gehalt ist auch nicht ganz schlecht. Internationalität ist erwünscht. (S. Heid)

   

Die Diskussion um das Kreuz auf dem Altar

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15. 01. 2012

Eine jüngste Veröffentlichung in "Homiletic & Pastoral Review" jetzt auch auf Deutsch online

Seit einer Reihe von Jahren beschäftige ich mich mit der Frage der Gebetshaltungen in der frühen Kirche. Nicht alles davon hat Relevanz für heute. Aber für die Christliche Archäologie ist es sehr wichtig zu wissen, wie sich die Gläubigen in frühchristlicher Zeit in einem Kirchenraum verhalten, in welcher Körperhaltung sie gebetet und wohin sie dabei geschaut haben: Sie haben mit erhobenen Händen und aufgerichtetem Blick zum Osthimmel hin gebetet, der oft durch ein Kreuz markiert wurde. Für Papst Benedikt XVI. ist es enorm wichtig, dass der Priester und die Gläubigen während der Gebete zu einem Kreuz aufschauen, weil alle Bitten durch Christus an den Vater gerichtet werden. Jeder, der in St. Peter einer hl. Messe beiwohnt, sieht, dass die Altarkreuze wieder in der Mitte der Altäre und nicht etwa an die Seite gerückt stehen. Warum das aus liturgischer und historischer Sicht gut begründet ist, darüber habe ich mir in einer Internet-Veröffentlichung Gedanken gemacht. Sie stößt auf interessante Reaktionen ... (S. Heid)

Der Artikel jetzt hier auch auf Deutsch

   

Bestens empfohlen: Vokalensemble QuintenZirkel

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05. 01. 2012

Ein Rückblick auf großartige Konzerte in Rom

Der Augsburger QuintenZirkel, dem fünf junge Männer angehören, die ihre Ausbildung bei den Domsingknaben durchlaufen haben, schaut auf sein zehnjähriges Bestehen zurück. Seither singen Norber Gebel, Frank Pintsch, Markus Plischke, Constantin Wolff und Dominik Wolff mit großem Erfolg a cappella sakrale und weltliche (auch lustige) Lieder aus der großen musikalischen Tradition der Kirche und Europas. Zum Repertoire gehören Palestrina, Orlando di Lasso, William Byrd, Thomas Tallis und viele andere. Sie haben nun ein Büchlein über sich veröffentlicht: "10 Jahre Vokalensemble QuintenZirkel". Daraus seien hier (mit geringfügigen Kürzungen) aus dem Kapitel "Zu Besuch in der Ewigen Stadt" die Seiten 25-26 zitiert (von Constantin Wolff):

"Als besonderes Dankeschön erhielten wir einige Tage später von Herrn Professor Heid (...) eine exklusive Führung zu besonderen und der Öffentlichkeit kaum bekannten Kirchen Roms.

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Römische Weihnachtsbäume - ein Thema für sich

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02. 01. 2012

Nur ein Schatten: Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz Nur ein Schatten: Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz Die Weihnachtsoktav ist mit dem Neujahrstag abgeschlossen. Aber die meisten Straßen sind nach wie vor festlich geschmückt. Allem voran sind die Weihnachtsbäume nach wie vor im Stadtbild präsent – auch hier in Rom. Direkt neben der Krippe am Obelisken steht auf dem Petersplatz eine große Fichte. Wie in Deutschland bleiben die Weihnachtsbäume in den meisten Familien mindestens bis zum Fest der Heiligen drei Könige am 6. Januar stehen. Sofern sie nicht zu sehr nadeln, ist es einigen Bäumen sogar vergönnt bis Lichtmess stehen zu bleiben. Die deutsche Tradition des Weihnachtsbaums hat seit dem 19. Jahrhundert in der ganzen Welt Verbreitung gefunden. Oft liest man noch, dass in Italien einzig und allein die Krippe – il presepio – im Vordergrund steht. Das ist so allerdings nicht ganz richtig.

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