Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Wo sitzt das Leck? - die Sache ist geklärt

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25. 11. 2012

Am 11. Oktober 1949 schreibt Pater Augustin Bea SJ besorgt an Pater Robert Leiber SJ., den Privatsekretär Pius' XII.: "Den Ausschnitt aus der 'Allgemeinen Zeitung' brachte mir P[ater] Minister Feldhaus aus Deutschland mit. Ob es wahr sei, dass der hl. Vater das Frühstück vor der hl. Messe nehme? Diese Mitteilung habe sehr viel Ärgernis erregt, da man von den Gläubigen grosse Opfer fordere, bevor sie zur Kommunion gehen, während der Papst sich nicht daran halte. Ob es wahr sei, dass der Papst sich durch seine Finanzpolitik von Amerika abhängig gemacht habe? - Und die Quelle? 'M a r i o erzählt weiter …', 'Kammerdiener und Chauffeur M a r i o weiss zu berichten …'. So kommen also die immer wieder auftauchenden Indiskretionen aus der allernächsten Umgebung des Papstes? Und wieviel wird für solche 'Berichte' bezahlt?" 

hier die Lösung

   

Gianicolo: Denkmäler der Römischen Republik

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10. 11. 2012

Der Gianicolo gehört zu den Orten, die man gewöhnlich meint zu kennen, aber doch nicht richtig gesehen hat. Dr. Jens Späth (DHI), der Rom bald nach Paris verlässt, führte am 10. November die Gruppe der deutschsprachigen Dozenten Roms ("DDR"), die sich seit 2002 regelmäßig trifft, und weitere Freunde zu den risorgimentalen Hauptdenkmälern auf dem "8. Hügel" Roms, die alle mit der kurzlebigen Römischen Republik von 1849 zu tun haben, allen voran die Standbilder Garibaldis und seiner Frau (letzteres von Mussolini eingeweiht). In den letzten Jahren wurde der Gianicolo einer grundlegenden Neugestaltung unterzogen, die die Versetzung des Ciceruacchio-Denkmals, die Einrichtung des Garibaldimuseums in der Porta di S. Pancrazio, das neue Denkmal des Textes der Konstitution der Römischen Republik und die Restaurierung des im faschistischen Stil gestalteten Gefallenendenkmals neben S. Pietro in Monte Cittorio betrafen. Auch die Büsten der Patrioten und die Acqua Paolina wurden restauriert. Zu einigen Denkmälern kann man sich hier weiter informieren. Ferner gibt es ein Comitato Gianicolo (Associazione Cipriani).

   

Aldo Parmeggiani erhält Gregoriusorden

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04. 11. 2012

Päpstliche Ehrung für den Camerlengo der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes am Campo Santo Teutonico

Nicht immer treffen Ehrungen den Richtigen. Im Fall Aldo Parmeggianis sind sich aber gewiss alle einig, dass hier jemand vom Heiligen Vater Benedikt XVI. ausgezeichnet wurde, dem diese Ehre von Herzen und mit Freuden zu gönnen ist, denn er ist eine Seele von Mensch, offen und ehrlich, besonnen und beherzt, allen mit Sympathie zugetan. Aldo Parmeggiani (* 1939), aus Meran gebürtig, ist seit 1962 mit seiner Frau Elisabeth verheiratet. Er lebt seit 1966 als Fernseh- und Radioredakteur (RAI und Radio Vatikan) in Rom, wo er sich vor allem für das italienische Fernsehen für Südtirol in deutscher Sprache verdient gemacht hat.

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Der Besuch hat sich gelohnt

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01. 11. 2012

Santa Maria Antiqua - die verschüttete Kirche am Forum Romanum

Eine ganze Stunde bekam die Gruppe von Interessierten aus dem Umfeld des Görres-Instituts und des Deutschen Historischen Instituts Zeit, sich am 29. Oktober den Komplex von Santa Maria Antiqua am Forum Romanum unterhalb des Palatin anzuschauen. Ob diese in wenigen Tagen wieder geschlossene Kirche wirklich auf Dauer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, sei dahingestellt. Jedenfalls laufen dort immer noch Restaurationsarbeiten an den Fresken. Man erinnert sich an die mit großen Tönen vor vielen Jahren inszenierte Öffnung der Domus Aurea Neros, die nach wenigen Monaten dann für immer geschlossen wurde, weil sich trotz jahrelanger Restauration durch die Touristen sofort wieder Pilze und andere Schäden eingestellt hatten.

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Restaurierte Kirche Santa Maria Antiqua geöffnet

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18. 10. 2012

bis zum 4. November können die spektakulären Fresken aus dem frühen Mittelalter besichtigt werden

Die von Hartmann Grisar S.J. richtig lokalisierte umd seit 1900 freigelegte byzantinische Palastkirche am Fuße des Palatin auf dem Forum Romanum ist nach langer Zeit wieder zugänglich. Sie enthält Fresken vom 6. bis 8. Jahrhundert. Die Kirche war seit dem 9. Jahrhundert verschüttet. Bis zum 4. November können Einzelbesucher und Gruppen die Kirche besichtigen. Dort steht auch der berühmte Wannensarkophag von S. Maria Antiqua aus dem 3. Jahrhundert (Foto). Der Abschluss der Arbeiten und die hoffentlich endgültige Öffnung sind auf 2013 verschoben.

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Romexkursion "Theologie im Fernkurs"

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12. 10. 2012

Christusbilder in Kunst, Liturgie und Theologie

Fernkurs in St. Peter Fernkurs in St. Peter Über dreißig Teilnehmer der Theologie im Fernkurs aus Würzburg führen unter Leitung von Dr. Thomas Franz und Dr. Stefan Meyer-Ahlen vom 11. bis 21. Oktober eine Studienwoche "Christusbilder" durch. Die Teilnehmer kommen aus mehreren Diözesen Deutschlands, u.a. Hildesheim, Köln, Rottenburg-Stuttgart und Augsburg. Es ist die dritte Studienwoche, die der Fernkurs in den letzten Jahren in Rom durchführt. Referent ist Stefan Heid, ferner tragen Dr. Thomas Franz, Sr. Irene Felder, Dr. Yvonne zu Dohna und Dr. Johanna Weißenberger Themen zur Kunst und Theologie vor.

   

Essen am falschen Platz kann in Rom strafbar sein!

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07. 10. 2012

Ein neues Gesetz trifft vor allem unerfahrene Touristen

Dass es in Venedig (und übrigens auch in Lucca!) verboten ist, Tauben zu füttern, das ist nicht neu. Dass schwer belangt wird, wer illegale Ledertaschen u.s.w. auf der Straße kauft, hat sich auch schon herumgesprochen. Aber neuerdings wurde nun auch verboten, auf öffentlichen Plätzen und vor historischen Denkmälern der Stadt Rom zu essen. Im Visier sind vor allem Touristen... Sie kennen das bereits vereinzelt: Seit Jahren ist es verboten, auf der Spanischen Treppe zu essen oder etwas zu trinken.

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Romexkursion der Universität Augsburg

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05. 10. 2012

Besuch der Priscilla- und Agneskatakombe

Andreas Hartmann Andreas Hartmann Über zwanzig Studierende der Alten Geschichte und Theologie der Universität Augsburg besuchten im Rahmen einer einwöchigen Romexkursion am 5. Oktober die beiden Katakomben an der Via Salaria und Via Nomentana unter der Führung von Stefan Heid. Die Gruppe wurde u.a. von Prof. Dr. Gregor Weber (Alte Geschichte) und Dr. Andreas Hartmann (Alte Geschichte) begleitet. Trotz eines notgedrungen engen Zeitrahmens (Öffnungszeiten 9-12 Uhr) konnten fast alle wesentlichen Aspekte angesprochen und diskutiert werden. Es drehte sich an diesem Vormittag alles um das große Thema frühchristlicher Totenpflege und Märtyrerverehrung. Hierbei ging es um die Katakombenentwicklung, Topographie, Architektur, Ikonographie und Epigraphik. Das RIGG sieht eine seiner Aufgaben darin, solche Studienveranstaltungen bei Bedarf und auf Wunsch zu unterstützen.

   

Das Zweite Vatikanische Konzil als Gegenstand der Forschung

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24. 06. 2012

Rückblick auf eine ertragreiche Tagung

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962−1965) gilt in der modernen Kirchengeschichte als ein epochales Großereignis, obwohl 50 Jahre in historischer Hinsicht ein kurzer Zeitraum sind. Über die journalistische Berichterstattung wurde das Konzil von einer weltweiten Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt, auch außerkirchlich. Die hohe Zahl von 2.000 bis 2.500 Bischöfen aus aller Welt, die stimmberechtigt teilnahmen, ließ einen gesamtkirchlichen Charakter der Konzilsdekrete erwarten. Die Konzilsväter diskutierten über Grundfragen zu Glaube, Leben und Disziplin der katholischen Kirche, nicht zuletzt über die ökumenische Bemühung für die Einheit der Christen. Der Blick einzig auf die Konzilsversammlung genügt allerdings nicht, um die Bedeutung des Zweiten Vatikanum beurteilen zu können. Es bedarf zudem einer Interpretation und Wertung der Konzilstexte mit ihrer Rezeption im kirchlichen Leben.

Hier der gesamte Text von Ralf van Bühren über die Mai-Tagung der Päpstlichen Universität Santa Croce

   

Prof. Michael Matheus kehrt nach Mainz zurück

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22. 05. 2012

7. Juni: Abschied vom DHI nach 10-jähriger Amtszeit

Prof. Dr. Michael Matheus kehrt nach Ablauf seiner Amtszeit als Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom auf seinen Lehrstuhl an die Universität Mainz zurück. Prof. Matheus hat die lange Tradition enger freundschaftlicher Beziehungen des DHI zum RIGG fortgeführt und intensiviert. Häufig war er persönlich Gast am Campo Santo, dessen Erzbruderschaft er angehört. Die feierliche Verabschiedung findet am Donnerstag, dem 7. Juni, um 18 Uhr am DHI statt. Ich würde mich freuen, wenn auch viele Mitglieder des RIGG als Zeichen des Dankes teilnehmen könnten. S.Heid

Hier das nähere Programm oder auch Homepage DHI

   

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