Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Samstag, 22. März: Christoph Markschies

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18. 03. 2014

altProfessor Dr. Christoph Markschies (Humboldt-Universität Berlin) hält um 19.30 Uhr in der Ev. Christuskirche in Rom (Via Sicilia 70) einen Vortrag zum Thema "Reformationsjubiläum 2017 - Sollen wir feiern und wenn ja, was sollen wir feiern?".  Die Christusgemeinde und Pfarrer Dr. Kruse laden dazu herzlich ein. Prof. Markschies ist vor allem durch seine Forschungen zur Frühen Kirche und zu den Kirchenvätern bekannt.

   

Ausstellung im Quirinal: Beutegut Kunst

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07. 03. 2014

Geöffnet bis zum 16. März 

Die Ausstellung La memoria ritrovata. Tesori recuperati dall’Arma dei Carabinieri zeigt in der Sala degli Scrigni, in der Sala di Ercole und in der Sala degli Ambasciatori des Quirinals über hundert gestohlene und von der italienischen Carabinieri-Einheit für den Schutz der Kulturgüter wiedergefundene Kunstobjekte vom 6. bis zum 17. Jahrhundert. Ferner werden außergewöhnliche etruskische Funde einer Grabung in Perugia gezeigt. Der Eintritt ist frei. Geöffnet 10-13h, 15.30-18.30h,  sonntags 8.30-12.00h. Montags ist geschlossen.

   

Donnerstag, 13. März: Vortrag Andreas Gottsmann

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06. 03. 2014

Der in Nachfolge von Richard Bösel seit dem 1. Dezember amtierende neue Direktor des Österreichischen Historischen Instituts in Rom PD Dr. Andreas Gottsmann wird um 18.30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Italia - Austria: dal congresso di Vienna all'Unione Europea" halten (viale Bruno Buozzi, 113). Gottsmann (* 1961) studierte Geschichte an der Universität Wien, war 1989-2002 Mitarbeiter des Österreichischen Ost- und Südosteuropa-Instituts, 2002-2007 Assistent für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte am Österreichischen Historischen Institut in Rom und 1998-2002 sowie ab Oktober 2007 Mitarbeiter der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

   

Die diesjährigen Fastenstationen in Rom

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26. 02. 2014

Die Päpstliche Akademie "Cultores Martyrum" hat den diesjährigen Stationsplan bekannt gegeben. Die Stationsliturgie ist eine uralte Einrichtung, die ins 6./7. Jahrhundert zurückreicht. Aufgrund der Größe der Stadt zelebrierten die Päpste die Liturgie an veschiedenen Tagen in den diversen Kirchen. Besonders dicht waren diese Besuche in der Fasten- und Osterzeit. Zahlreiche Pilger nahmen die Stationsmessen zur Gewinnung von Ablässen wahr. Dieser Brauch wurde über die Jahrhunderte hinweg nie aufgegeben, fristet heute allerdings nur noch ein Schattendasein, da sich die Päpste allenfalls noch am Aschermittwoch in S. Sabina sehen lassen (siehe Bild). Warum sollten sie und die Gläubigen auch kommen, da die letzte Liturgiereform die Stationen aus dem Messbuch gestrichen hat? Seit etwa den 1920er Jahren gibt das Collegium Cultorum Martyrium (heute die "Accademia") jedes Jahr die Stationskirchen bekannt. Die von der Accademia gestalteten Liturgien finden jeweils abends auf Italienisch statt.

Hier finden Sie den gesamten Stationsplan samt den Uhrzeiten.

   

Kleines "Who is Who" des Vatikans

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17. 02. 2014

Wer weiß schon, wer wer im Vatikan und an der Kurie ist? Um in kein Fettnäpfchen zu treten, empfiehlt es sich, folgende Namen zu memorieren, die Hartmut Benz zusammengestellt hat. Es sind seiner Meinung nach die wichtigsten Chargen in Vatikanstaats- und Kurialverwaltung. Jeweils folgt: Name / Geburtstag / Ernennung in das Amt / Kreierungsdatum (bei Kardinälen) / Nationalität.

Der Vatikan ist so schön übersichtlich, dass er sämtliche Ämter und Personen (zumindest die wichtigeren) und deren Telefonnummern in einem schmalen Bändchen zusammenfassen kann. Dieser jährlich erscheinende "Elenco telefonico" ist viel praktischer als das dicke "Annuario Pontificio" und kann im Prinzip ebenfalls käuflich erworben werden. Der Vatikan stellt solche Dinge nicht online, weil er sonst mit Telefonaten überschüttet würde.

Das folgende "Who is Who" wurde von dieser Website nun auch mit letzten Updates auf die Website von Radio Vatikan übernommen.

hier zum "Who is Who"

   

Bis 2. März verlängert: Ausstellung "Il Tesoro di Napoli"

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13. 02. 2014

Schon die Kirchenväter streiten darüber, wie es sein kann, dass Paulus an Timotheus schreibt: "Wenn einer nach dem Bischofsamt strebt, strebt er nach einem guten Werk" (1 Tim 3,1). Andere spotten, Mitren seien die Löschhüte des Hl. Geistes. Wahr ist aber auch, dass die abgebildete Mitra noch dem stärksten Bischof zu schwer wäre. Sie gehört dem hl. Märtyrerbischof Januarius und wiegt 18 Kilo. Immerhin blinken und blitzen auf dieser wahrhaftigen "Mitra preziosa" 3.300 Diamanten, 200 Smaragde und 160 Rubine.

Das und vieles mehr ist nachzulesen im Katalog der derzeitigen Ausstellung im Palazzo Sciarra (am Corso) über den immensen Schatz des Hl. Januarius aus der Real Cappella del Tesoro di San Gennaro. Es handelt sich wohl um den weltweit größten Kirchenschatz (und das ausgerechnet in Neapel!). Die Ausstellung ist allerdings nicht groß, zum Teil auch merkwürdig, aber wegen der Preziosen, die sonst nur in Neapel zu sehen sind, lohnt sie (Eintritt 10,-). Wer den Katalog haben möchte, dem kann ich gern mein Exemplar überlassen.

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Mittwoch, 19. Februar: Vortrag an der Ungarischen Akademie

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13. 02. 2014

Dr. Tobias Daniels von der Bibliotheca Hertziana spricht  am 19. Februar um 17.30 Uhr an der Ungarischen Akademie (Via Giulia, 1) über den päpstlichen Zeremonienmeister Johannes Burckard (1450-1506). Das genaue Thema lautet: "Giovanni Burckardo e l'immagine dei curiali tedeschi a Roma nel primo Rinascimento". Es moderiert Prof. Arnold Esch.

Im nächsten Heft der Römischen Quartalschrift erscheint von Daniels der Beitrag "Vita communis in der Fremde, Mobilität und Wissenstransfer: Deutsche Handwerker und ihre Statuten in Italien vom 14. bis zum 17. Jahrhundert".

   

Das Programm des neuen Kardinals: Gerhard Ludwig Müller

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08. 02. 2014

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller wird am 22. Februar, dem Fest der Cathedra Petri, ins Kardinalskollegium aufgenommen. Prof. Dr. Müller ist seit vielen Jahren Mitglied der Görres-Gesellschaft, seit 2012 auch des Römischen Instituts, das ihm zu seiner Erhebung herzlich gratuliert. Die sehr schlichte Zeremonie des öffentlichen Konsistoriums mit der Birettverleihung findet am 22. Februar um 11 Uhr in der Petersbasilika statt. An diesem Festtag trägt die Petrusstatue ihr Prunkornat und die Bernini-Kathedra ist mit Kerzen erleuchtet. Danach ist für geladene Gäste des Kardinals ein Empfang im Palazzo del Sant'Uffizio (Glaubenskongregation). Es besteht für alle anderen Freunde und Interessierte die Möglichkeit, dem neuen Kardinal am Nachmittag von 16.30 bis 18.30 Uhr im Apostolischen Palast zu begegnen. Dazu muss man sich in die Schlange auf der rechten Kolonnadenseite einreihen. Man gelangt dann über den Portone di bronzo und die Scala Regia in den Apostolischen Palast. Papst Franziskus feiert am Sonntag, dem 23. Februar, die Hl. Messe um 10 Uhr in der Petersbasilika. Ebenfalls in der Petersbasilika feiert Kardinal Müller am Montag, dem 24. Februar, um 9 Uhr eine öffentliche Hl. Messe am Kathedraaltar.

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Vatikanische Museen: die spätantike Nekropole ist jetzt regulär zugänglich

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05. 02. 2014

Seit dem 3. Februar ist die Nekropole der Via Triumphalis, die innerhalb des Vatikans liegt, regulär für Einzelpersonen und Gruppen zugänglich. Organisatorisch gehört die Nekropole S. Rosa nun zu den Vatikanischen Museen und kann nur über diese erreicht werden. In den letzten Jahren ist intensiv - auch seitens ehemaliger Schüler des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie - auf archäologischem wie didaktischen Feld gearbeitet worden, um endlich diese hervorragende archäologische Stätte besser zugänglich zu machen. Zwei bislang getrennte Friedhofsareale sind nun miteinander verbunden worden und bilden eine sehr ausgedehnte Nekropole des 1.-2. nachchristlichen Jahrhunderts.

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Sigrid Spath in Rom verstorben

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03. 02. 2014

altDr. Sigrid Spath, die langjährige Universalübersetzerin der Päpste, ist am Sonntag (2. Febr.) im Alter von 74 Jahren verstorben. Seit ihrer gesundheitlichen Krise vor einigen Wochen lag sie in der Casa di Cura der Ancelle Francescane del Buon Pastore an der Via di Boccea. Sie war seit 1974 Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. Da sie seit den 60er Jahren engen Kontakt zu den Jesuiten hatte, dürfte sie über P. Engelbert Kirschbaum mit der Görres-Gesellschaft in Berührung gekommen sein. Häufig ist sie zu den Vorträgen gekommen. Solange sie an der Jesuitenkurie arbeitete, konnte man sie regelmäßig in der Bar um die Ecke antreffen. Ich kann mich auch noch an ein Abendessen mit ihr im Garten des Hotel Columbus an der Via della Conciliazione erinnern. Sie hatte eine sehr lebendige Art, über ihre Erfahrungen und Erinnerungen zu sprechen. Sie war eine beeindruckende Frau, die ihren oft nicht leichten Weg mit bewunderswerter Energie und Freude ging.

Gudrun Sailer, die sie in ihrem Buch Frauen im Vatikan zu Wort kommen lässt, hat einen sehr lesenswerten Nachruf auf sie geschrieben, den Sie hier finden.

   

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