Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Montag, 8. Dezember: Patrozinium der Erzbruderschaft

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07. 12. 2014

Am 8. Dezember feiert die Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes am Campo Santo Teutonico ihr jährliches Patrozinium mit einer Festmesse um 9 Uhr. Hauptzelebrant ist das Bruderschaftsmitglied Erzbf. Dr. Georg Gänswein. Neben neuen Mitgliedern werden auch neue "Novizen" angenommen, die nach einem Probejahr in die Bruderschaft aufgenommen werden können. Darunter sind die beiden derzeitigen Assistenten des Görres-Instituts Georg Kolb und Stefan Kiesewetter. Die Erzbruderschaft unter Rektor Dr. Hans-Peter Fischer und Camerlengo Aldo Parmeggiani gehört zu den stärksten Förderern des RIGG. Durch die Aufnahme der Assistenten wird dieses Band gestärkt. Auch die Assistenten der letzten Jahre Niclas-Gerrit Weiss, Mathias Mütel und Florian Haider gehören der Bruderschaft an.

   

Die Unione rüstet auf: Mehr Mitglieder - bessere Räume

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Vortragssaal der neuen Spanischen Schule für Geschichte und Archäologie in Rom Vortragssaal der neuen Spanischen Schule für Geschichte und Archäologie in Rom Die Lobby-Institution der historisch-archäologischen Wissenschaftsinstitute Roms - so könnte man in etwa den Sinn der Unione Internazionale degli Istituti di Archeologia, Storia e Storia dell'Arte in Roma bezeichnen - bekommt mit der Aufnahme des Istituto Storico Slovacco di Roma ihr 37. Mitglied. Das Slowakische Institut in der Via dei Colli della Farnesina 144 wurde von der Slowakischen Republik in diesem Jahr neu gegründet. Dies ist eine bemerkenswerte Initiative, die ein starkes Bekenntnis zur internationalen historischen Forschung ist. Mit der ersten Direktorin ist zugleich eine exzellente Wahl getroffen. Das neue Institut wird am Montag, dem 15. Dezember, um 18.30 Uhr mit einem Festvortrag der Direktorin Prof.ssa Emilia Hrabovec eingeweiht. Die Historikerin Hrabovec, die fließend Deutsch spricht, ist dem RIGG nicht unbekannt, da sie in jüngster Zeit zwei Aufsätze in der Römischen Quartalschrift über zeitgeschichtliche Themen veröffentlicht hat. Ihr Vortragsthema lautet "La Slovacchia e la Santa Sede nel contesto della Guerra fredda e dell'Ostpolitik vaticana".

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Eine Flut von Vorträgen in Rom

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03. 12. 2014

altWer noch nicht genug hat von der Masse an Vorträgen und Einladungen, die in den letzten Wochen niederregnet, könnte vielleicht noch einen Blick auf folgende Angebote werfen:

Das DAI lädt am 4. Dez. um 19 Uhr zum öffentlichen Vortrag von Rudolf Haensch (München) zum Thema "Über Geld reden wir nicht? Die Finanzierung von Kirchenbauten und ihre Darstellung" ein.

Das DHI veranstaltet am 4.-5. Dez. eine bemerkenswerte Tagung zum Ersten Weltkrieg mit eine Reihe deutscher Vorträge mit Themen wie "Der psychiatrische Umgang mit traumatisierten Offizieren" oder "Die Figur des Helden".

   

Adventskonzerte am Campo Santo und am Germanicum

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02. 12. 2014

altAm 7. Dezember wird um 9 Uhr während und nach der Hl. Messe am Campo Santo Teutonico das Palestrina-Ensemble München unter der Leitung von Venanz Schubert Stücke von Palestrina, Schütz, Byrd, Pretorius u.a. aufführen.

Am Samstag, dem 13. Dezember, lädt die Pontificia Accademia Cultorum Martyrum zu einem Adventskonzert der Cappella Giulia (St. Peter) um 16.30 Uhr in die Kirche des Campo Santo Teutonico ein.

Am 13. und 14. Dezember wird jeweils um 17 Uhr das Collegium Germanicum et Hungaricum (via S. Nicola da Tolentino) die traditionelle Adventsakademie abhalten, diesmal mit Vokal- und Instrumentalmusik zum Advent.

Am Sonntag, dem 21. Dezember, giebt die Schweizergarde mit dem Chor kontra.cant und der Bläserformation der Garde in der Kirche des Campo Santo Teutonico ein öffentliches Konzert. Die Kollekte dient dem Projekt der Restaurierung der stark gefährdeten Schweizer Kapelle (linke Seitenkapelle der Kirche).

Alle Freunde und Interessierten sind herzlich eingeladen.

   

Mittwoch, 26. November: Sechswochenamt für Stephan Hünseler

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23. 11. 2014

Am vergangenen Montag fand unter großer Beteiligung seitens der römischen Kurie ein Totenamt für den Kölner Kurienprälaten Dr. Stephan Hünseler in der Kirche S. Spirito in Sassia statt. Anwesend waren Kardinal Arinze, drei Bischöfe und 30 Priester. Es predigte Prälat Dr. Winfried König vom Staatssekretariat, der ebenfalls aus der Erzdiözese Köln stammt.

Stephan Hünseler wohnte 2002-2004 am Campo Santo Teutonico. Daher feiert nun das deutsche Kolleg in der Kirche S. Maria della Pietà am Campo Santo sein Sechswochenamt. Die hl. Messe um 18 Uhr wird von Erzbf. Georg Gänswein geleitet. Alle sind herzlich eingeladen.

   

Donnerstag, 27. November: Vortrag von Johannes Grohe

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21. 11. 2014

Im Rahmen einer Tagung zum "Filioque" hält Johannes Grohe einen Vortrag zum Thema: "Storia del Filioque prima del 1014 e il suo inserimento nel Credo a Roma". Das "Filioque" des Glaubensbekenntnisses ("Heiligen Geist, ... der vom Vater und dem Sohn ausgeht ...") wurde vor 1000 Jahren in die römische Liturgie eingeführt, was in der byzantinischen Kirche Ärgernis erregte. Am Wörtchen Filioque hängt also eine 1000-jährige katholisch-orthodoxe Kontroverse, die noch heute im ökumenischen Kontext diskutiert wird. Die besagte Tagung versucht zur Klärung der historischen Sachlage beizutragen.

Ort: Pont. Ateneo Regina Apostolorum

Zeit: 15.30 Uhr

Hier finden Sie nähere Informationen.

   

Freitag, 21. November: Buchvorstellung "La Sacra Liturgia"

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17. 11. 2014

Mit Beiträgen von Bischof Dominique Rey und Kardinal Raymond L. Burke

altDie italienische Übersetzung des ebenfalls in diesem Jahr erschienenen Sammelbandes Sacred Liturgy - The Source and Summit of the Life and Mission of the Church (Ignatius Press) ist nun auf dem Markt. Die Bände gehen auf eine von Father Alcuin Reid OSB organisierte Tagung Ende Juni 2013 in Rom zurück. Beide Bücher werden um 19.30-21.00 Uhr in der Sala Camino des Hotel Columbus in der Via della Conciliazione in Rom vorgestellt. Anschließend ist Rinfresco. Alle Interessierten sind eingeladen, werden aber wenn möglich um kurze Voranmeldung gebeten ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Autoren der Bände sind u.a. Nicola Bux, Paul Gunter OSB, Stefan Heid, Uwe M. Lang und Gabriel Steinschulte.

Hingewiesen sei bei dieser Gelegenheit auch auf eine andere Neuerscheinung: Manfred Hauke (Hrsg.), Papst Benedikt XVI. und die Liturgie, Pustet-Verlag 2014. Es handelt sich um die deutsche Übersetzung der Fota-Konferenz I in Cork 2008. Der Band enthält Beiträge von Vincent Twomey SVD, Uwe M. Lang, Dennis McManus, Alcuin Reid OSB u.a.

   

Montag, 17. November: Totenamt für Stephan Hünseler

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Kardinal Francis Arinze wird um 17.30 Uhr in der Kirche S. Spirito in Sassia (beim Vatikan) die Totenmesse für Prälat Dr. Stephan Hünseler lesen. Diese Kirche nahe der Gottesdienstkongregation hatte Hünseler dreimal täglich besucht. Kard. Arinze war 2002-2008 Präfekt der Gottesdienstkongregation. Hünseler schätzte dessen Amtsführung sehr.

Die Hl. Messe ist in den Dikasterien des Hl. Stuhls bekannt gegeben und ist öffentlich.

Hier das Gebetsbildchen

   

Wie gebildet sollte ein Papst sein?

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11. 11. 2014

Die akademischen Zeugnisse von Johannes Paul II. am Angelicum

Sicher sollte ein Papst so gebildet wie möglich sein. Denn nicht nur ein Papst, sondern schon ein Bischof soll laut altem sowie neuem Kirchenrecht "den Doktorgrad oder wenigstens den Grad des Lizentiaten in der Heiligen Schrift, in der Theologie oder im kanonischen Recht ..." haben (can. 378, vor 1983 can. 331). Die Forderung eines Doktorats oder zumindest Lizenziats entspricht den unterschiedlichen Studiensystemen, so dass man eine (z.B. italienische) Lizenz durchaus bei gewissen Abstrichen in die Nähe eines (z.B. deutschen) Doktorats rücken kann. Eine italienische Lizenz ist jedenfalls deutlich mehr als ein deutsches Diplom, aber eben auch weniger als ein deutsches Doktorat. Das alles gilt zumindest für die Zeit vor dem umstrittenen "Bologna-Prozess" der europäischen Neuordnung der Studienordnungen.

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Der Campo Santo, das Turiner Grabtuch und eine App

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02. 11. 2014

Das um 1500 zu datierende Altarbild der Kirche des Campo Santo Teutonico zeigt die Beweinung Christi: das Vesperbild der Pietà steht im Zentrum, ist aber angereichert durch weitere Personen. Da das Bild eigens von der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes für deren Friedhofskirche am Campo Santo in Auftrag gegeben wurde, ist der Bezug auf die dort gefeierte Totenliturgie eindeutig. Denn die Kirche diente vor allem für die Exequien für jene Pilger und Bruderschaftsmitglieder, die in Rom verstorben waren. Christus liegt daher bewusst nicht wie bei der etwa zeitgleichen Pietà Michelangelos in St. Peter auf dem Schoß der trauernden Mutter, sondern er wird ihr hier sozusagen schon weggenommen: Die Leichenträger Nikodemus und Josef von Arimathäa haben ihn schon auf das Leichentuch gehoben und sind nun dabei, ihn ins Grab zu legen. Die beiden biblischen Gestalten fungieren gleichsam als die Patrone der Sargträger der Erzbruderschaft.

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