Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Mittwoch, 26. November: Sechswochenamt für Stephan Hünseler

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23. 11. 2014

Am vergangenen Montag fand unter großer Beteiligung seitens der römischen Kurie ein Totenamt für den Kölner Kurienprälaten Dr. Stephan Hünseler in der Kirche S. Spirito in Sassia statt. Anwesend waren Kardinal Arinze, drei Bischöfe und 30 Priester. Es predigte Prälat Dr. Winfried König vom Staatssekretariat, der ebenfalls aus der Erzdiözese Köln stammt.

Stephan Hünseler wohnte 2002-2004 am Campo Santo Teutonico. Daher feiert nun das deutsche Kolleg in der Kirche S. Maria della Pietà am Campo Santo sein Sechswochenamt. Die hl. Messe um 18 Uhr wird von Erzbf. Georg Gänswein geleitet. Alle sind herzlich eingeladen.

   

Donnerstag, 27. November: Vortrag von Johannes Grohe

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21. 11. 2014

Im Rahmen einer Tagung zum "Filioque" hält Johannes Grohe einen Vortrag zum Thema: "Storia del Filioque prima del 1014 e il suo inserimento nel Credo a Roma". Das "Filioque" des Glaubensbekenntnisses ("Heiligen Geist, ... der vom Vater und dem Sohn ausgeht ...") wurde vor 1000 Jahren in die römische Liturgie eingeführt, was in der byzantinischen Kirche Ärgernis erregte. Am Wörtchen Filioque hängt also eine 1000-jährige katholisch-orthodoxe Kontroverse, die noch heute im ökumenischen Kontext diskutiert wird. Die besagte Tagung versucht zur Klärung der historischen Sachlage beizutragen.

Ort: Pont. Ateneo Regina Apostolorum

Zeit: 15.30 Uhr

Hier finden Sie nähere Informationen.

   

Freitag, 21. November: Buchvorstellung "La Sacra Liturgia"

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17. 11. 2014

Mit Beiträgen von Bischof Dominique Rey und Kardinal Raymond L. Burke

altDie italienische Übersetzung des ebenfalls in diesem Jahr erschienenen Sammelbandes Sacred Liturgy - The Source and Summit of the Life and Mission of the Church (Ignatius Press) ist nun auf dem Markt. Die Bände gehen auf eine von Father Alcuin Reid OSB organisierte Tagung Ende Juni 2013 in Rom zurück. Beide Bücher werden um 19.30-21.00 Uhr in der Sala Camino des Hotel Columbus in der Via della Conciliazione in Rom vorgestellt. Anschließend ist Rinfresco. Alle Interessierten sind eingeladen, werden aber wenn möglich um kurze Voranmeldung gebeten ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Autoren der Bände sind u.a. Nicola Bux, Paul Gunter OSB, Stefan Heid, Uwe M. Lang und Gabriel Steinschulte.

Hingewiesen sei bei dieser Gelegenheit auch auf eine andere Neuerscheinung: Manfred Hauke (Hrsg.), Papst Benedikt XVI. und die Liturgie, Pustet-Verlag 2014. Es handelt sich um die deutsche Übersetzung der Fota-Konferenz I in Cork 2008. Der Band enthält Beiträge von Vincent Twomey SVD, Uwe M. Lang, Dennis McManus, Alcuin Reid OSB u.a.

   

Montag, 17. November: Totenamt für Stephan Hünseler

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Kardinal Francis Arinze wird um 17.30 Uhr in der Kirche S. Spirito in Sassia (beim Vatikan) die Totenmesse für Prälat Dr. Stephan Hünseler lesen. Diese Kirche nahe der Gottesdienstkongregation hatte Hünseler dreimal täglich besucht. Kard. Arinze war 2002-2008 Präfekt der Gottesdienstkongregation. Hünseler schätzte dessen Amtsführung sehr.

Die Hl. Messe ist in den Dikasterien des Hl. Stuhls bekannt gegeben und ist öffentlich.

Hier das Gebetsbildchen

   

Wie gebildet sollte ein Papst sein?

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11. 11. 2014

Die akademischen Zeugnisse von Johannes Paul II. am Angelicum

Sicher sollte ein Papst so gebildet wie möglich sein. Denn nicht nur ein Papst, sondern schon ein Bischof soll laut altem sowie neuem Kirchenrecht "den Doktorgrad oder wenigstens den Grad des Lizentiaten in der Heiligen Schrift, in der Theologie oder im kanonischen Recht ..." haben (can. 378, vor 1983 can. 331). Die Forderung eines Doktorats oder zumindest Lizenziats entspricht den unterschiedlichen Studiensystemen, so dass man eine (z.B. italienische) Lizenz durchaus bei gewissen Abstrichen in die Nähe eines (z.B. deutschen) Doktorats rücken kann. Eine italienische Lizenz ist jedenfalls deutlich mehr als ein deutsches Diplom, aber eben auch weniger als ein deutsches Doktorat. Das alles gilt zumindest für die Zeit vor dem umstrittenen "Bologna-Prozess" der europäischen Neuordnung der Studienordnungen.

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Der Campo Santo, das Turiner Grabtuch und eine App

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02. 11. 2014

Das um 1500 zu datierende Altarbild der Kirche des Campo Santo Teutonico zeigt die Beweinung Christi: das Vesperbild der Pietà steht im Zentrum, ist aber angereichert durch weitere Personen. Da das Bild eigens von der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes für deren Friedhofskirche am Campo Santo in Auftrag gegeben wurde, ist der Bezug auf die dort gefeierte Totenliturgie eindeutig. Denn die Kirche diente vor allem für die Exequien für jene Pilger und Bruderschaftsmitglieder, die in Rom verstorben waren. Christus liegt daher bewusst nicht wie bei der etwa zeitgleichen Pietà Michelangelos in St. Peter auf dem Schoß der trauernden Mutter, sondern er wird ihr hier sozusagen schon weggenommen: Die Leichenträger Nikodemus und Josef von Arimathäa haben ihn schon auf das Leichentuch gehoben und sind nun dabei, ihn ins Grab zu legen. Die beiden biblischen Gestalten fungieren gleichsam als die Patrone der Sargträger der Erzbruderschaft.

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Die Kirche des Allerheiligenfestes in Rom: das Pantheon

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01. 11. 2014

Die Kirche Roms hat weder nach der konstantinischen Wende noch, nachdem das Christentum Reichsreligion geworden war, Tempel und pagane Kulträume zerstört. Archäologisch lässt sich keine religionsintolerante Zerstörung von Tempeln in Rom nachweisen. Auch die höhlenartigen Kulträume der Mithrasjünger, etwa unter S. Stefano Rotondo oder S. Prisca, wurden nicht mutwillig zerstört, sondern waren längst aufgegeben, als man darüber Kirchen baute. Die Kirche Roms war sehr geduldig. Der Mithraskult starb schon schnell im 3./4. Jahrhundert ab. Tempelanlagen wurden teilweise noch im 5. Jahrhundert renoviert, aber nur aus denkmalpflegerischen Gründen. Tempel standen teilweise über ein Jahrhundert leer, weil der pagane Kult niemanden mehr anlockte, bevor man kirchlicherseits über eine Nutzung der alten Tempel nachdachte. Erst 609 weihte Papst Bonifaz IV. das Pantheon zur Kirche "S. Maria ad martyres". Die Weihe erfolgte am 13. Mai. Das Datum ist verräterisch: Es ist nämlich im Osten ein Allerheiligenfest. Man hat offenbar diesen Termin gewählt, weil man das Pantheon, das einst allen Göttern geweiht war, nunmehr bewusst Maria und allen Märtyrern weihen wollte.

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Mädchenchor am Kölner Dom in Sant'Ignazio

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31. 10. 2014

Am 29. Oktober sang unter der Leitung von Domkantor Oliver Sperling der Mädchenchor am Kölner Dom in Sant'Ignazio geistliche Chormotetten des 19. und 20. Jahrhunderts. Das beeindruckende Konzert zeigte das umfassende Können der ca. 40 Jugendlichen. Es kamen lateinische, deutsche, englische und norwegische Stücke von Mawby, Mendelssohn, Duruflé, Verdi und anderen zur Aufführung. Die Kölner Kirchenmusik am Dom ist äußerst vielseitig. Es gibt vier Domchöre, die Kölner Domsingschule und die Erzbischöfliche Musikschule des Kölner Domchores. Sie werden begleitet vom Schulseelsorger und Domzeremoniar Tobias Hopmann.

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Mittwoch, 5. November: Feierliche Eröffnung des "neuen" Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie

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30. 10. 2014

Nach intensiven Erneuerungsarbeiten kann sich das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie in neuem Glanz präsentieren. Aus diesem Anlass wird in diesem Jahr die Inauguration des neuen akademischen Jahres - das 89. seit Bestehen des Instituts - besonders feierlich ausfallen. Am Nachmittag um 16 Uhr wird sich das Institut in Anwesenheit von Kardinalstaatssekretär Parolin und Kardinal Domenico Calcagno, dem Präsidenten der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls, und zahlreicher Gäste aus Wissenschaft und Kirche vorstellen.

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Ein Memento für einen Freund - zum Tod von Stephan Hünseler

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22. 10. 2014

Beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe 2006: hier Weihbischof Melzer, Weihbischof Koch und Stephan Hünseler Beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe 2006: hier Weihbischof Melzer, Weihbischof Koch und Stephan Hünseler In Rom ist am Mittwoch, dem 15. Oktober, in der Nacht der aus dem Erzbistum Köln stammende Priester und Prälat Dr. Stephan Hünseler verstorben. Er erlag einem Herzinfarkt. Er wäre am nächsten Tag 50 Jahre alt geworden. Die Nachricht hat viele erschüttert. Noch genau eine Woche zuvor saß er in der Domus Australia neben mir bei Tisch und war bester Dinge. Wie so viele andere in Rom verliere auch ich einen guten, langjährigen Freund.

Stephan Hünseler wurde am 16 Oktober 1964 in Wuppertal geboren. In seiner Selbstvorstellung als Neuling im Germanicum in Rom schreibt er (Korrespondenzblatt 97, 1987/88, 118, hier auch ein jugendliches Porträtfoto):

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