Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Die Kirche des Allerheiligenfestes in Rom: das Pantheon

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01. 11. 2014

Die Kirche Roms hat weder nach der konstantinischen Wende noch, nachdem das Christentum Reichsreligion geworden war, Tempel und pagane Kulträume zerstört. Archäologisch lässt sich keine religionsintolerante Zerstörung von Tempeln in Rom nachweisen. Auch die höhlenartigen Kulträume der Mithrasjünger, etwa unter S. Stefano Rotondo oder S. Prisca, wurden nicht mutwillig zerstört, sondern waren längst aufgegeben, als man darüber Kirchen baute. Die Kirche Roms war sehr geduldig. Der Mithraskult starb schon schnell im 3./4. Jahrhundert ab. Tempelanlagen wurden teilweise noch im 5. Jahrhundert renoviert, aber nur aus denkmalpflegerischen Gründen. Tempel standen teilweise über ein Jahrhundert leer, weil der pagane Kult niemanden mehr anlockte, bevor man kirchlicherseits über eine Nutzung der alten Tempel nachdachte. Erst 609 weihte Papst Bonifaz IV. das Pantheon zur Kirche "S. Maria ad martyres". Die Weihe erfolgte am 13. Mai. Das Datum ist verräterisch: Es ist nämlich im Osten ein Allerheiligenfest. Man hat offenbar diesen Termin gewählt, weil man das Pantheon, das einst allen Göttern geweiht war, nunmehr bewusst Maria und allen Märtyrern weihen wollte.

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Mädchenchor am Kölner Dom in Sant'Ignazio

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31. 10. 2014

Am 29. Oktober sang unter der Leitung von Domkantor Oliver Sperling der Mädchenchor am Kölner Dom in Sant'Ignazio geistliche Chormotetten des 19. und 20. Jahrhunderts. Das beeindruckende Konzert zeigte das umfassende Können der ca. 40 Jugendlichen. Es kamen lateinische, deutsche, englische und norwegische Stücke von Mawby, Mendelssohn, Duruflé, Verdi und anderen zur Aufführung. Die Kölner Kirchenmusik am Dom ist äußerst vielseitig. Es gibt vier Domchöre, die Kölner Domsingschule und die Erzbischöfliche Musikschule des Kölner Domchores. Sie werden begleitet vom Schulseelsorger und Domzeremoniar Tobias Hopmann.

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Mittwoch, 5. November: Feierliche Eröffnung des "neuen" Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie

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30. 10. 2014

Nach intensiven Erneuerungsarbeiten kann sich das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie in neuem Glanz präsentieren. Aus diesem Anlass wird in diesem Jahr die Inauguration des neuen akademischen Jahres - das 89. seit Bestehen des Instituts - besonders feierlich ausfallen. Am Nachmittag um 16 Uhr wird sich das Institut in Anwesenheit von Kardinalstaatssekretär Parolin und Kardinal Domenico Calcagno, dem Präsidenten der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls, und zahlreicher Gäste aus Wissenschaft und Kirche vorstellen.

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Ein Memento für einen Freund - zum Tod von Stephan Hünseler

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22. 10. 2014

Beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe 2006: hier Weihbischof Melzer, Weihbischof Koch und Stephan Hünseler Beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe 2006: hier Weihbischof Melzer, Weihbischof Koch und Stephan Hünseler In Rom ist am Mittwoch, dem 15. Oktober, in der Nacht der aus dem Erzbistum Köln stammende Priester und Prälat Dr. Stephan Hünseler verstorben. Er erlag einem Herzinfarkt. Er wäre am nächsten Tag 50 Jahre alt geworden. Die Nachricht hat viele erschüttert. Noch genau eine Woche zuvor saß er in der Domus Australia neben mir bei Tisch und war bester Dinge. Wie so viele andere in Rom verliere auch ich einen guten, langjährigen Freund.

Stephan Hünseler wurde am 16 Oktober 1964 in Wuppertal geboren. In seiner Selbstvorstellung als Neuling im Germanicum in Rom schreibt er (Korrespondenzblatt 97, 1987/88, 118, hier auch ein jugendliches Porträtfoto):

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23.-24. Oktober: Augustus-Tagung der "Studi Romani"

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20. 10. 2014

Zum 2000. Todesjahr eine Tagung über das Augustus-Jubiläum von 1938

Das Istituto Nazionale di Studi Romani auf dem Aventin veranstaltet eine bemerkenswerte Tagung über das faschistische Augustus-Jubiläum von 1938. Reflektiert werden die verschiedenen Seiten der ideologischen Vereinnahmung des Augustus durch das faschistische Regime in Rom, die Mostra Augustea, die archäologischen Bemühungen um das Augustus-Mausoleum, Filmaufnahmen u.a. Referenten der von Paolo Sommella und und Letizia Lanzetta organisierten Tagung sind u.a. Heinz Sproll, Claudia Müller, Massimiliano Ghilardi, Domenico Palombi und Christiopher Smith.

Hier finden Sie das gesamte Programm.

   

"Dynamics of Urban Change" - aus der Perspektive der Vatikanischen Gärten

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10. 10. 2014

Die ZEIT-Stiftung veranstaltet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung jährliche Sommerschulen zum Thema "History Takes Place - Dynamics of Urban Change". Diese Schulungen finden jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt statt. Es geht um ein fächerübergreifendes Kennenlernen der historischen, sozialen, städtebaulichen und kulturellen Dimensionen der städtischen Zentren Europas. Vom 1. bis 10. September fand die diesjährige Summerschool in Rom statt. Bei dieser Gelegenheit hatte auch das RIGG die Ehre, Prof. Dr. Martin Zimmermann (München), Dr. Anna Hofmann (Hamburg) und 20 Stipendiaten aus aller Welt zu begrüßen. S. Heid referierte zum Thema "The Campo Santo Teutonico and the Rise of German Historical and Archaeological Research in Rome since the 19th Century". Anschließend ging es in zwei Gruppen durch die Vatikanischen Gärten, bei der auch der Assistent Georg Kolb führte. Eine solche Besichtigung bietet enorm viele Gelegenheiten, um die Geschichte und Entwicklung Roms als Stadt der Päpste bis 1870 bzw. bis zu den Lateranverträgen (1929) anschaulich zu machen. Die Gruppe bestand auf einem Foto mit Hut.

   

22.-26. Okt. in der Anima in Rom: Tagung über Nikolaus von Kues

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10. 10. 2014

"Die römischen Jahre des Nikolaus von Kues"

altZum 550. Todestag des Moselaner Humanisten und römischen Kardinals Nikolaus von Kues (1401-1464), dessen Grab sich in seiner Titelkirche S. Pietro in Vincoli befindet, organisieren das Institut für Cusanus-Forschung an der Universität Trier und die Theologische Fakultät Trier vom 22. bis 26. Oktober am Priesterkolleg der Anima eine glänzend besetzte Tagung. 

Den Eröffnungsvotrag am  22. Oktober um 18 Uhr hält Arnold Esch zum Thema "Die gegenseitige Wahrnehmung von Deutschen und Italienern im 15. Jahrhundert".

Weitere Referenten sind Johammes Helmrath (Berlin), Jürgen Dendorfer (Freiburg), Claudia Märtl (München), Tom Izbicki (New Jersey) u.a.

Hier finden Sie das gesamte Programm.

   

Neues auf dem Palatin

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24. 09. 2014

Cubicula im Haus des Augustus Cubicula im Haus des Augustus Zur Feier des 2000. Wiederkehr des Todesjahres von Kaiser Augustus veranstaltet die Soprintendenza Speciale dei Beni Archeologici di Roma eine Reihe von Veranstaltungen und Neueröffnungen. Seit dem 18. September ist das Museo Palatino wiedereröffnet. Der neugestaltete, sich an der Chronologie orientierende Rundgang bietet einen Überblick über die bauliche Entwicklung des Palatins von der Frühgeschichte bis zum Ende der Republik. Hierbei wird besonders auf die patrizische domus im Millionärsviertel "Palatin" eingegangen. Für die Kaiserzeit liegt der Focus auf den einzelnen Entwicklungsphasen der domus Augusta, kulminierend in der Ausstellung des prachtvollen Interieurs aus der Zeit der Erweiterung unter Domitian. Der domus Augusta oder vielmehr Augustus selbst ist hierbei ein eigener Saal gewidmet; in einem Film werden dem Besucher Person und Zeit des Kaisers nähergebracht.

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Sonderausstellung im Kolosseum über antike Bibliotheken

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20. 09. 2014

Offenbar in der Absicht, die billigen Klischees über das Colosseum als Stätte blutiger Spektakel zu konterkarieren, finden von Zeit zu Zeit dort Sonderausstellungen statt, die die Sopraintendenza speciale per i Beni Archeologici di Roma organisiert. Die von Rossella Rea und Roberto Meneghini organisierte und noch bis zum 5. Oktober 2014 stattfindende Ausstellung La Biblioteca Infinita. I luoghi del sapere nel mondo antico bietet einen formativen Lernort, um einen ersten Zugang zur Organisation, Speicherung und Diffusion des Wissens im Hellenismus und im antiken Rom zu eröffnen.

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Der Campo Santo Teutonico im Fernsehen

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19. 09. 2014

Wo er ist und wo er fehlt.

Beginnen wir mit dem Fehlen. 1983 wurde das historisch zuverlässige Buch "Der Monsignore und der Standartenführer" von J. P. Gallagher in dem 140-minütigen Streifen Im Wendekreis des Kreuzes verfilmt, der als DVD im Handel ist. Darin wird ziemlich getreu der Buchvorlage die Kriegszeit in Rom behandelt. Hauptperson ist der irische Monsignore Hugh O'Flaherty, gespielt von Gregory Peck, der am Campo Santo Teutonico als Kollegiat wohnte und von dort aus seit 1941 bis 1945 ein geheimes Hilfswerk für Flüchtlinge und Verfolgte gründete. Er leitete seine "Organisation", wie man sie im Kolleg nannte, mit größtem persönlichem Einsatz. O'Flaherty selbst wurde einfach als "der Monsignore" bezeichnet.

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