Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Sonderausstellung im Kolosseum über antike Bibliotheken

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20. 09. 2014

Offenbar in der Absicht, die billigen Klischees über das Colosseum als Stätte blutiger Spektakel zu konterkarieren, finden von Zeit zu Zeit dort Sonderausstellungen statt, die die Sopraintendenza speciale per i Beni Archeologici di Roma organisiert. Die von Rossella Rea und Roberto Meneghini organisierte und noch bis zum 5. Oktober 2014 stattfindende Ausstellung La Biblioteca Infinita. I luoghi del sapere nel mondo antico bietet einen formativen Lernort, um einen ersten Zugang zur Organisation, Speicherung und Diffusion des Wissens im Hellenismus und im antiken Rom zu eröffnen.

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Der Campo Santo Teutonico im Fernsehen

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19. 09. 2014

Wo er ist und wo er fehlt.

Beginnen wir mit dem Fehlen. 1983 wurde das historisch zuverlässige Buch "Der Monsignore und der Standartenführer" von J. P. Gallagher in dem 140-minütigen Streifen Im Wendekreis des Kreuzes verfilmt, der als DVD im Handel ist. Darin wird ziemlich getreu der Buchvorlage die Kriegszeit in Rom behandelt. Hauptperson ist der irische Monsignore Hugh O'Flaherty, gespielt von Gregory Peck, der am Campo Santo Teutonico als Kollegiat wohnte und von dort aus seit 1941 bis 1945 ein geheimes Hilfswerk für Flüchtlinge und Verfolgte gründete. Er leitete seine "Organisation", wie man sie im Kolleg nannte, mit größtem persönlichem Einsatz. O'Flaherty selbst wurde einfach als "der Monsignore" bezeichnet.

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2. Oktober: Tagung über Pius XII.

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15. 09. 2014

Pio XII e la Seconda Guerra Mondiale

Die Università degli Studi Guglielmo Marconi in Rom (via Vittoria Colonna 11 - nahe der Piazza Cavour) veranstaltet eine vielversprechende Tagung über Pius XII. und den 2. Weltkrieg. Die vier Hauptvorträge werden von Andrea Riccardi, Gründer der Gemeinschaft S. Egidio, Anna Foa (La Sapienza), Limore Yagil (Tel Aviv) und Matteo Luigi Napolitano (G. Marconi) gehalten. Themenschwerpunkte sind die Rettung der Juden und die Vatikandiplomatie während des Krieges.

Zu den Diskutanten aus Deutschland zählen Michael Hesemann (Pave the Way Foundation) und Stefan Samerski (Univ. München). Hesemann ist durch ein Buch über Pius XII. und Samerski durch ein Buch über Pankratius Pfeiffer (Rezension in  der F.A.Z.) hervorgetreten. Ferner sprechen Johan Ickx (Rom), Massimiliano Valente (Rom) und Paolo Valvo (Mailand), alle Mitglieder des RIGG.

Hier finden Sie das genaue Programm.

   

14. September: Titeldiakonie Sant'Agnese in Agone

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Kardinal Gerhard Ludwig Müller nimmt von seiner Titelkirche Besitz

Sant'Agnese in Agone Sant'Agnese in Agone Am Sonntag, dem 14. September, nimmt der Präfekt der Glaubenskongregation, Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, um 12.15 Uhr in einer Hl. Messe offiziell Besitz von seiner Titelkirche Sant'Agnese in Agone an der Piazza Navona (Presa di Possesso). Anschließend wird ein Festakt im Priesterkolleg der Anima stattfinden.

In der Presse liest man, bei der Kirche Sant'Agnese handele es sich um eine Titeldiakonie. Was hat es mit den Diakonien auf sich? In der am Campo Santo Teutonico herausgegebenen "Römischen Quartalschrift" findet sich im Jahrgang 1996 ein sehr langer Aufsatz von Raimund Hermus über das Thema "Die stadtrömischen Diakonien". Dort lässt sich alles knapp und zuverlässig nachlesen. Hier das Wichtigste:

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Herbstführungen des Deutschen Historischen Instituts

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02. 09. 2014

Santa Maria Antiqua Santa Maria Antiqua Die diesjährigen Herbstführungen des DHI befassen nicht mit dem Casino Massimo (Hannelore Putz), Parco della Musica (Markus Engelhardt), Santa Maria Antiqua (Marco Di Branco) und Quattro Coronati (Andreas Rehberg).

Voranmeldungen sind zuweilen erforderlich.

Nähere Informationen finden Sie hier.

   

Paolo Liverani über "La morte e il sepolcro di Pietro"

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30. 07. 2014

Der Vortrag in voller Länge

Das Buch "La morte e il sepolcro di Pietro" (Vatikanverlag, 2014) ist die italienische Übersetzung des Buches "Blutzeuge - Tod und Grab des Petrus in Rom" (Schnell und Steiner, Regensburg 2010). Die Autoren Christian Gnilka, Stefan Heid und Rainer Riesner behandeln darin mit neuen Argumenten das Martyrium und die Grabstätte des Petrus in Rom und zeichnen die wichtigsten Etappen der Märtyrerverehrung vom 1. bis 4.  Jahrhundert nach. Da die deutsche Ausgabe längst vergriffen ist, erfreut sich die italienische Fassung großen Interesses. Das zeigte sich auch am starken Besuch der Buchvorstellung in der Dominikaneruniversität Angelicum am 9. April.

Deshalb dokumentieren wir hier den Hauptvortrag von Prof. Dr. Paolo Liverani, in dem er das Buch vorstellte, in seine Lektüre einführte und die wichtigsten Themen des Buches zusammenfasste. (In italienischer Sprache)

   

Preisausschreibung für Veröffentlichung zur lateinischen Sprache und Literatur

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28. 07. 2014

Reich wird man nicht davon, aber man ist geehrt

Der staatlich-städtische Wettbewerb "Certamen Capitolinum" in Rom vergibt zwei Preise für Arbeiten zur lateinischen Sprache und Literatur, die 2013/14 veröffentlicht wurden. Die Arbeiten können auf Latein, Italienisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch abgefasst sein. Abgabetermin ist der 31. Januar 2015.

Der erste Preis beläuft sich auf 500,- Euro.

Der zweite Preis (200,- Euro) geht an Bewerber, die bis zum 31. Jan. 2015 nicht älter als 35 Jahre sind.

Hier erfahren Sie mehr.

   

Statische Probleme? Der Obelisk auf dem Petersplatz

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17. 07. 2014

Was passiert eigentlich mit dem 300 Tonnen schweren Obelisken, wenn die Löwen durchrosten? Dieser Frage scheinen die Inspekteure nachzugehen, die heute auf dem  Petersplatz den Obelisken untersucht haben. "Mole sua stat" - war das Motto der Familie Colonna, die unzählige Kardinäle und einen Papst (Martin V.) hervorgebracht hatte und deren Wappenzeichen die frei stehende Säule war: Eine Säule kann hoch sein, sie steht trotzdem aufgrund ihres Eigengewichts. Was aber ist, wenn der Untergrund nicht stimmt? Der von Papst Sixtus V. Felice Peretti (1521-1590) auf dem  Petersplatz gesetzte Obelisk ruht nur auf den Ecken, und zwar auf vier gequetschten Löwen (mit Stern auf dem Kopf), weil diese zum Wappen des Papstes gehören.

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Neues Studienjahr des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie

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16. 07. 2014

Wieder Schnupperkurse für Interessierte der Christlichen Archäologie

1. Stock des PIAC 1. Stock des PIAC Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie (PIAC) hat sein Programm für das Studienjahr 2014/15 veröffentlicht. Es kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Das Heft bietet eine Chronik der Highlights des vergangenen Studienjahres, legt Rechenschaft über die wissenschaftlichen Leistungen der Professoren ab und benennt die neuen Studienangebote für ordentliche und außerordentliche Studenten sowie für Hörer.

Auf besonderes Interesse stößt erfahrungsgemäß der Schnupperkurs für Außenstehende, der nun schon seit 53 Jahren durchgeführt wird (auf den Seiten 87-89). Dabei geben alle Professoren eine Einführung in ihre Disziplin, verbunden mit Exkursionen. Er findet ab dem 8. November jeweils am Samstagvormittag statt (Einschreibung ab 1. Okt.).

   

Ralf van Bühren Konsultor im päpstlichen Kulturrat

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02. 07. 2014

Am 1. Juni wurde Ralf van Bühren, Mitglied des RIGG, zusammen mit 12 weiteren Personen aus aller Welt zum Konsultor des päpstlichen Kulturrats ernannt. Ralf van Bühren lehrt an der römischen Universität S. Croce Kunstgeschichte und Kunstdidaktik. In dem Band zur Görres-Tagung "Operation am lebenden Objekt - Roms Liturgiereformen von Trient bis zum Vaticanum II" hat er einen hoch interessanten Aufsatz über die Innenausstattung der Kirchen im Barock veröffentlicht. Als weiterer Deutscher wurde Joachim Hake von der Kath. Akademie in Berlin in den Kulturrat aufgenommen.

Der Päpstliche Rat für die Kultur wurde von Johannes Paul II. gegründet und von Benedikt XVI. aufgewertet. Derzeit steht ihm Kard. Gianfranco Ravasi vor. Dem Kulturrat unterstehen u.a. die päpstlichen Akademien und die Pontificia Commissione di Archeologia Sacra. Konsultoren werden gewöhnlich, da sie in aller Welt leben, nicht zu Sitzungen nach Rom gebeten, sondern geben von Fall zu Fall schriftliche Gutachten ab.

Hier das offizielle Pressebulletin.

   

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