Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Neue Menas-Ampulle

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26. 05. 2016

Anlässlich seines Vortrag am RIGG im Januar hat Prof. Dr. Reinhold Baumstark (München) eine sehr schöne Menas-Ampulle der Sammlung des Campo Santo Teutonico geschenkt, die bereits eine Reihe von Ampullen mit anderen Motiven aufweist. Die neue Ampulle stammt aus dem Besitz und Nachlass Anton Baumstarks (1872-1948), an den sie wiederum als ein Geschenk von Carl Maria Kaufmann, dem Entdecker und Ausgräber des Menas-Heiligtums in der libyschen Wüste, gelangt war. Die Ampulle weist auf beiden Seiten den eher seltenen Prägestempel des Kreuzes im Kranz auf. Zu Anton Baumstark und Carl Maria Kaufmann siehe das Personenlexikon zur Christlichen Archäologie.

Der aus unveröffentlichten Quellen schöpfende Vortrag von Prof. Baumstark über seinen Großvater lässt höchst interessante Publikationen erwarten, die neues Licht auf den Campo Santo Teutonico und die dortige Forscherwelt werfen können.

   

Samstag, 21. Mai: Nacht der Museen

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16. 05. 2016

In Rom öffnet am 21. Mai eine Reihe von Museen von 20.00 bis 2.00 Uhr für einen symbolischen Eintrittspreis von 1 Euro. Beteiligt sind:

MUSEI CAPITOLINI, CENTRALE MONTEMARTINI, MACRO, MACRO TESTACCIO, MUSEO DELL'ARA PACIS, MUSEO DI ROMA - PALAZZO BRASCHI, MUSEO DI ROMA IN TRASTEVERE, MERCATI DI TRAIANO - MUSEO DEI FORI IMPERIALI, MUSEI DI VILLA TORLONIA, PALAZZO DELLE ESPOSIZIONI, SCUDERIE DEL QUIRINALE, SAPIENZA UNIVERSITÀ DI ROMA.

Wie üblich beteiligen sich nicht die kirchlichen Einrichtungen.

Nähere Infos finden Sie hier.

   

Billigbücher im Instituto Nazionale di Archeologia de Storia dell'Arte

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10. 05. 2016

Palazzo Venezia Palazzo Venezia Das große Kunstinstitut im Palazzo Venezia macht anlässlich seines 90-jährigen Bestehens einen Ramschverkauf. Bestellungen sind zu richten an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Wir hängen hier die Verkaufslisten an: Liste 1, Liste 2, Liste 3, Liste 4, Liste 5, Liste 6.

   

Das akademische Jahr 2016/17 am Augustinianum

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10. 05. 2016

Das Patristische Institut "Augustinianum" befindet sich in unmittelbarer Nähe des Campo Santo Teutonico. Das Institut wird von Augustinerpatres geleitet und widmet sich vorzüglich dem Studium der lateinischen und griechischen Kirchenväter (Augustinus, Ambrosius, Gregor von Nyssa us.w.). Es besitzt eine der besten Bibliotheken für frühes Christentum. Seit Herbst 2015 bietet das Augustinianum neben den patristischen Spezialstudien auch einen allgemeintheologischen Studiengang an. Zu den Dozenten dieses Studiengangs zählen u.a. Carlo dell'Osso (PIAC), Hubertus Drobner (Paderborn), Patrick Descourtieux, Robert Dodaro, Emanuela Prinzivalli, Massimiliano Ghilardi (Studi Romani), und Jerónimo Leal. Im Sommersemester 2017 hält Stefan Heid die Vorlesung "Liturgia in Italia settentrionale in epoca patristica: l'esempio di Milano e Aquileia".

Hier das gesamte Studienprogramm 2016/17.

   

Roma Antiqua erinnert an Erwin Gatz

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08. 05. 2016

Am 5. Jahrestag des Todes von Erwin Gatz erinnert die Website Roma Antiqua an den ehemaligen Rektor des Campo Santo Teutonico. Auch am Campo Santo selbst wurde seiner anlässlich einer Hl. Messe gedacht. Siehe auch den von Bischof Zdarsa verfassten Nachruf.

Am selben Tag wurde auch eine deutsch-englische Gedenktafel an den heldenhaften Mons. Hugh O'Flaherty enthüllt, der lange am Kolleg wohnte und 1943/44 von dort aus etwa 6.000 von den Nationalsozialisten Verfolgten half.

   

Franziskus und der Lateran: Die Türen der Barmherzigkeit stehen weit offen

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30. 04. 2016

altPäpste erfinden gern süße Pillen, mit denen sie allerlei durchsetzen können, was vielleicht sonst von den andern nicht geschluckt würde. Jahrhundertelang hieß das Zauberwort "Reform" (der Kirche an Haupt und Gliedern), neuerdings ist es die "Misericordia". Wer will keine Barmherzigkeit? Immer nach vorn! Immer die Türen offen! Nun, so ganz frei erfunden hat Franziskus das auch nicht. Johannes Diaconus, Kanoniker der Lateranbasilika, schrieb im 12. Jahrhundert einen Traktat über ebendiese Kirche, die bis heute die eigentliche Bischofskirche der Päpste ist. In diesem Traktat verkündet er stolz, dass die Laterankirche als "Tempel der Barmherzigkeit" bezeichnet werde. Warum? Das verrät er in folgenden Sätzen:

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Die Görres-Eule in der Villa Ludovisi

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25. 04. 2016

Die römische Adelsfamilie Boncompagni-Ludovisi besaß einst den größten und wohl auch schönsten innerstädtischen Park Roms, aus drei Weinbergen zusammengekauft vom Kardinalnepoten Ludovico Ludovisi (1595-1632), bis die Familie fast alles am Ende des 19. Jahrhunderts an die Stadt verkaufen musste, die die einst so herrlichen Grünanlagen zur Glorie der neuen Hauptstadt komplett verbaute. Das ist das heutige Quartiere Ludovisi (Rione XI). Damals wurde frevelhafterweise der Palazzo Ludovisi abgerissen. Hingegen blieb die kleinere Villa erhalten, die dem Kardinal zu repräsentativen Zwecken diente und heute von Prinz und Prinzessin Boncompagni-Ludovisi bewohnt wird.

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Der Held vom Campo Santo Teutonico: Hugh O'Flaherty

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24. 04. 2016

Der einzige wirkliche Held, den der Campo Santo Teutonico je hervorgebracht hat, war ein Ire! Er wohnte am deutschen Kolleg und half den von den Deutschen Verfolgten! In den dramatischen Jahren 1943/44, als die Nazis Rom besetzten, half der irische Priester Hugh O'Flaherty 6.000 Menschen auf der Flucht. Vielen rettete er das Leben. Ein Held ohne Schnörkel und frei von Gier nach Öffentlichkeit. Endlich wird ihm am Sonntag, dem 8. Mai, nach der Hl. Messe am Campo Santo Teutonico in Anwesenheit des irischen Botschafters eine schlichte Gedenktafel an der Außenwand des Kollegs gewidmet. Diese Initiative geht zurück auf die Gesellschaft der Freunde O'Flahertys, die eine sehr informative Facebook-Seite führt. O'Flaherty wohnte seit 1938 am Kolleg (wie übrigens viele andere Nicht-Deutsche, die traditionell im deutschen Kolleg waren) und hat dort auf seinem Zimmer eine konspirative Hilfszentrale aufgebaut. Über sein Wirken am Campo Santo, soweit es sich aus den Akten ermitteln lässt, finden sich alle Informationen bei Matheus / Heid, Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke (Herder 2015). Die Gedenktafel wird am Eingang zum Atrium über der Gedenkplatte für den nicht weniger bedeutenden Hubert Jedin angebracht. Der Schlesier Jedin war selber Verfolgter, weil "Halbjude". Jedin und O'Flaherty kannten und schätzten sich. Sie sahen sich ja jeden Tag beim Mittagessen.

   

Papst Franziskus und 12 Flüchtlinge nach Rom

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22. 04. 2016

altDie großartige Geste von Franziskus in dem von ihm so apostrophierten "neuen Krieg", 12 muslimische Flüchtlinge, die die notwendigen Dokumente aufweisen konnten, von Lesbos nach Italien zu bringen, lässt die Erinnerung an Pius XII. wach werden, der Tausenden von Flüchtlingen im Vatikan und in Castelgandolfo Obdach geboten hat und dafür während und nach dem Krieg hochgeachtet war, der heute aber wegen seines "Schweigens" im totalitärsten und brutalsten Krieg der Moderne mit kirchlicher und medialer Verachtung gestraft wird. Es ist zu erwarten, dass Franziskus wesentlich mehr Verständnis für seinen einzigartigen Vorgänger aufbringen wird, als manche vermuten. Michael Hesemann hielt über ihn am 22. April einen bemerkenswerten Vortrag am Campo Santo Teutonico auf Einladung der Münchener Verbindung Trifels, der Pius XII. angehörte (siehe Hesemann: Pius XII. - der Papst, der Hitler trotzte).

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Rabattaktion der Herder-Bücherstube in Rom

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13. 04. 2016


Nachdem die traditionsreiche Herder-Buchhandlung am Montecitorio vor einigen Jahren geschlossen wurde, begeht nun die kleine Herder-Bücherstube am Petersplatz (Piazza Pio XII, 4) ihr zweijähriges Bestehen. Aus diesem Anlass läuft bis zum 1. Mai eine Rabattaktion. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Die Herder-Bücherstube vertreibt auch jene Bücher, die mit dem Campo Santo Teutonico zu tun haben. Hierfür gibt es ein Informationsblatt.

   

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