Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Eine bewährte Einnahmequelle: Die Lotterie des Papstes

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27. 04. 2015

Von Hartmut Benz

Wer die Wohltätigkeitslotterie, die Papst Franziskus unter dem Namen „Lotteria di Beneficenza“ erstmals 2014 und erneut Ende März 2015 lancierte, für eine Innovation des gegenwärtigen Pontifikates hält, den lehrt der Blick in die Geschichte eines Besseren.

Wie in den meisten europäischen Staaten, so war auch im Kirchenstaat staatlich reglementiertes Glücksspiel etabliert – und umstritten. Seit in Rom 1660 die erste Lotterie, die ihr Vorbild in Genua hatte, abgehalten worden war, wechselten sich päpstliche Verbote und Wiederaufnahmen des Spiels in rascher Folge ab: Erlasse gegen die Lotterie (1685, 1696, 1704, 1727) drängten das Glücksspiel in die Illegalität, machten es unkontrollierbar und entzogen dem Staat Einkünfte. Erst Papst Klemens XII. legalisierte das „Giuoco del Lotto“ und machte es am 9. Dezember 1731 zu einem festen Bestandteil der Staatseinnahmen.

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Papst Franziskus und die Päpstliche Bulle

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21. 04. 2015

Von Johannes Grohe

altPapst Franzikus hat am Samstag, dem 11. April, im Rahmen der Ersten Vesper des II. Sonntags in der Osterzeit (dem “Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit”), mit der Bulle Misericordiae Vultus feierlich das Außerordentliche Jubiläum der Barmherzigkeit angekündigt (hier der deutsche Text).

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Roma Sparita: Ein Fotoalbum im Internet

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06. 04. 2015

Eine junge Seite unter dem Titel Roma sparita ("Verschwundenes Rom") veröffentlicht Fotos der Stadt Rom bis 1990, geordnet nach Munizipien, Rioni und weiteren Kategorien. Es handelt sich um eine Art Fotoarchiv mit ca. 15.000 Bildern, die faszinierende Einblicke in längst untergegangene Welten und verflossene Zeiten vermitteln. Jedem steht es frei, weitere Fotografien einzustellen. Die Fotos sind online einsehbar, können jedoch nicht ohne weiteres heruntergeladen werden. Es handelt sich um eine private Initiative, die 2010 auf Facebook entstanden ist. Die Fotos müssen datiert sein, und ihre Herkunft muss angegeben werden.

Die Seite ist leider nicht sehr benutzerfreundlich, da man Fotos nicht gezielt - etwa nach Straßen - suchen kann, sondern immer jeweils eine ganze Kategorie durchgehen muss, um ein Motiv zu finden. Der Vatikan ist nicht eigens vermerkt, sondern geht in der Kategorie "Municipio XVII" auf. Der Bestand ist hier noch relativ bescheiden. Der Campo Santo Teutonico als solcher kommt nicht vor.

Die Initiative Roma sparita bietet auch Führungen an (Visite culturali).

   

Helfen Sie Papst Franziskus und schenken Sie uns den Gewinn!

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27. 03. 2015

Nur noch wenige Tage! Zwei gute Taten auf einen Streich!

Die erfolgreiche Papstlotterie von Weihnachten geht nun in die 2. Runde. Damit Franziskus weiterhin den Armen helfen kann, benötigt er das Geld der barmherzigen Wohlhabenden. Dazu ist erneut eine Lotterie mit dem schönen Namen Lotteria di Beneficenza per le opere di carità del Santo Padre ausgerufen worden. Der eigentliche Kopf dahinter ist Erzbischof Konrad Krajewski, den man häufig von seiner Wohnung im Borgo Pio zur Arbeit gehen sieht. Er ist, obwohl Bischof, ständig für die Obdachlosen unterwegs, nimmt seine Arbeit mit größter Hingabe wahr und bringt damit nebenei gute Presse für den Papst. Man hört regelmäßig Nachrichten über Duschen neben dem Petersplatz, bibelverteilende Obdachlose auf dem Petersplatz, Sonderführung für Obdachlose in den Vatikanischen Museen und so weiter. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Daher unterstützen auch wir das löbliche Werk.

Preise sind ein Auto, Fahrrad, Madonnenbild, Bilderrahmen und anderes, freilich Dinge, die Sie womöglich gar nicht brauchen. Daher unser Vorschlag: Schenken Sie uns Ihren Gewinn zugunsten der Arbeit des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft! Sie tun damit gleich zwei gute Werke! Schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , dann kaufen wir für Sie Lose, soviele Sie möchten (ein Los kostet 10,- Euro), und halten Sie über den Ausgang auf dem Laufenden (Auslosung am 30. Juni). Besten Dank!

PS: Das wäre doch ein schönes Promotionsthema: Die innerkirchlichen Diskussionen um die Erlaubtheit des Glücksspiels unter besonderer Berücksichtigung der Lotterien (man denke nur an die traditionsreiche Dombaulotterie in Köln!).

   

Räumungsverkauf bei Herder in Rom

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20. 03. 2015

Der Herder-Verlag räumt seine Bücherstube im deutschen Pilgerzentrum in Rom, um voraussichtlich in eine neue Lokalität umzuziehen. Daher gewährt er einen Rabatt von 50%.

Hier nähere Informationen.

PS: So billig kriegen Sie "Petrus und Paulus in Rom" und die Römische Quartalschrift nie wieder!

   

Freitag, 20. März: War Thomas von Aquin ein guter Prediger?

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12. 03. 2015

Edition der Predigten des Thomas von Aquin

Texteditionen sind Jahrhundertwerke. Zumal wenn der edierte Autor seit dem Mittelalter hundertfach kopiert wurde und entsprechend viele Handschriften vorliegen. Die Handschrift des Thomas von Aquin (1225-1274) ist noch dazu praktisch unleserlich und nur von einer Handvoll Experten - wenn überhaupt - entzifferbar. Daher ist die Fertigstellung eines neuen Bandes der kritischen Gesamtausgabe der Thomaswerke, nämlich der Predigten des Aquinaten, eine Höchstleistung, die gewürdigt werden will.

Aus diesem Anlass findet ein bemerkenswerter Studientag zu den Predigten des Thomas am 20. März von 9.30 bis 18.00 Uhr an Piazza della Minerva 42 in Rom statt. Es sprechen hochrangige Kirchenvertreter (Exz. Bruguès, Mons. Pasini), Dominikaner, Thomisten und Mitglieder der Commissio Leonina, u.a. Prof. Walter Senner O.P. (Angelicum, Rom), der ebenfalls an der Thomasausgabe mitarbeitet.

Hier das genaue Programm.

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Lesereise durch Rom mit Christina Höfferer

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10. 03. 2015

Mittwoch, 18. März an der Deutschen Schule Rom

Die Kulturhistorikerin und Journalistin Christina Höfferer, Mitglied des RIGG, hat ihren neuesten Essayband "Lesereise Rom: Vom süßen Leben und der großen Schönheit" im Picus-Verlag veröffentlicht (ca. 15,- Euro). Das Buch wurde bereits in Wien am Italienischen Kulturinstitut mit großem Erfolg vorgestellt. Die Autorin plant nun ein weiteres Buch "Lesereise Vatikan". Man darf gespannt sein.

Die Veranstaltung in der Deutschen Schule (via Aurelia Antica 397) findet um 20 Uhr in Raum 207 statt.

   

Archäologenpreis in Höhe von 20.000,- ausgeschrieben

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altDie Pontificia Accademia Romana di Archeologia und die Pontificia Accademia Cultorum Martyrum haben einen Preis über 20.000,- Euro für eine Arbeit in Archäologie, Kirchengeschichte und Märtyrerkult ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 30. April. Auf Nachfrage wurde gesagt, das Höchstalter für Bewerber betrage 35 Jahre. In der Ausschreibung steht auch, dass sich die Ausschreibung an religöse oder laikale Institutionen richte. Damit sind institutionelle Grabungsprojekte u.ä. gemeint.

Nähere Informationen finden Sie hier.

   

Preis für Archäologen in Höhe von 20.000,- ausgeschrieben

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Die Pontificia Accademia Romana di Archeologia und die Pontificia Accademia Cultorum Martyrum hat einen Preis über 20.000,- Euro für eine Arbeit in Archäologie, Kirchengeschichte und Märtyrerkult ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 30. April. Auf Nachfrage wurde gesagt, das Höchstalter für Bewerber betrage 35 Jahre. In der Ausschreibung steht auch, dass sich die Ausschreibung an religöse oder laikale Institutionen richte. Was das heißt, ist nicht zu erfahren.

Nähere Informationen finden Sie hier. 

 

   

Der Barbone Willy Herteleer auf dem Campo Santo

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04. 03. 2015

Willy Herteleer Willy Herteleer Sogar große Gazetten in Italien und Deutschland befassten sich mit dieser Sensation: Der erste Obdachlose, der je auf dem Campo Santo Teutonico im Schatten des Petersdoms bestattet wurde. Und da es eine Sensation sein sollte, musste ein solches Begräbnis natürlich eigens vom Papst gewünscht werden. Dabei lag die Story schon zwei Monate zurück, und niemand hatte sie zur Kenntnis genommen. Der Flame Willy Herteleer war bereits am 12. Dezember wegen Unterkühlung gestorben und selbstverständlich - ohne päpstliche Intervention und Sensation - auf dem "Friedhof der Deutschen und Flamen" bestattet worden. Gern gab ihm die Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes seinen "letzten Ruheplatz" in der Pilgergruft.

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