Römische Notizen

Ausstellung zu Winckelmann in den Kapitolinischen Museen

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Sonderausstellung noch bis 20. Mai

Prof. Yvonne Dohna zu Schlobitten, Kunsthistorikern an der Gregoriana, hat den deutschsprachigen Dozentenkreis in Rom durch die Sonderausstellung zum Winckelmann-Jubiläum in den Kapitolinischen Museen geführt. Winckelmann ist für Rom und die römische Museumslandschaft von zentraler Bedeutung. Die Rombegeisterung der Touristen lebt letztlich immer noch von seinen Impulsen. Daher ist der Besuch der Ausstellung eigentlich für alle Römer ein Muss. Ein stattlicher Katalog gibt die entscheidenden Deutungen. Die Ausstellung versucht, die Antike mit den Augen Winckelmanns zu sehen und zu erschließen. Das Studium des originalen Objekts - der Apoll von Belvedere, die Laokoon-Gruppe - war sein Schlüsselerlebnis, und das soll der Besucher nacherleben. Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), der zum katholischen Glauben konvertierte und 1755 von Dresden nach Rom kam, gehört zu den größten deutschen Gelehrten in der Geschichte Roms. Als Päpstlicher Kommissar für die Altertümer war er entscheidend am Aufbau und an der musealen Präsentation der Kapitolinischen Sammlungen beteiligt.