Römische Notizen

Vatikan: Speisung der Tausende

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Sala Nervi, hinter dem Glasfenster befindet sich das Römische Institut der Görres-Gesellschaft Sala Nervi, hinter dem Glasfenster befindet sich das Römische Institut der Görres-Gesellschaft Dem heiligen Papst Gregor dem Großen sagt man nach, er habe wöchentlich etliche Armen gespeist. Ganz im Sinne dieser Tradition führte der Heilige Vater am 19. November den Welttag der Armen unter dem Motto „Wir lieben nicht mit Wörtern, sondern mit Taten“ ein. Bereits um 8:15 Uhr versammelten sich schon etliche Helfer am Eingang der Glaubenskongregation; pünktlich um 10:00 Uhr ging die Heilige Messe los. Der Bischof von Rom rief dabei die Gläubigen auf, Gutes zu tun nicht zu unterlassen.

Sodann zogen 1500 Armen in Begleitung festlicher Musik der Kapelle der Gendarmerie in die Nervi-Halle ein. Inmitten von 150 runden Tischen nahm der Heiliger Vater Platz an einem Ovaltisch unter den Gästen und eröffnete das Mahl. Die Gnocchi mit Tomatensoße wurden mit einem köstlichen Tiramisu gekrönt. Dazu gab es Fanta – eine Hommage an Papst-emeritus – und Wasser. Das Ambiente wurde von einem Kirchenchor musikalisch umrahmt. Zum Kaffee konnte der Heilige Vater nicht bleiben.

Gegen 15:00 Uhr verließen Gäste und Helfer frohen Mutes den Saal, ein prachtvoller Sonntagvormittag ging zu Ende. Das Event mobilisierte Hundertschaften von Helfern von über zwanzig Hilfsorganisationen, was einmal mehr das große Potential an karitativ motivierten Katholiken aller Länder in Rom gezeigt hat. So konnten letztlich nur wenige Erwählte an den Tischen dienen. Aber alle, tausende Arme und Helfer, wurden satt.

Quelle: Görres-Stipendiat Ignacio García, der als Malteser dabei war