Römische Notizen

Ausstellung über Ordensleute im Ersten Weltkrieg

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Zum 100-jährigen Gedenken des Ersten Weltkriegs finden auch in Rom zahlreiche Veranstaltungen statt. Das Museo Centrale del Risorgimento ("Schreibmaschine") unter Leitung von Marco Pizzo hat in den Räumen der Risorgimento-Dauerausstellung eine Sonderausstellung "Patria e Religione" über den Dienst der männlichen und weiblichen Ordensleute im Ersten Weltkrieg eingerichtet (bis 5. Febr. 2017). Es handelt sich zwar um eine reine Stellwandausstellung, aber der Besuch lohnt doch (Eintritt frei). Das Begleitheft enthält alle Texte und Bilder (5,- Euro). Das Archiv des Museo del Risorgimento besitzt eine große Fotosammlung zum Ersten Weltkrieg, aus dessen reichen Schätzen die Ausstellung bestückt wurde. Interessant ist allein die Tatsache, dass das Zentralmuseum eine solche Ausstellung macht, da ja das Risorgimento ganz überwiegend antiklerikal war. Aber gerade der heroische Einsatz der Ordensleute im Krieg hat das Blatt gewendet und der Kirche neue Anerkennung in den Augen der italienischen Nationalisten verschafft. Erst so war die "Versöhnung" zwischen Kirche und Nationalstaat 1929 in den Lateranverträgen möglich.