Der Held vom Campo Santo Teutonico: Hugh O'Flaherty

24. 04. 2016

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Der einzige wirkliche Held, den der Campo Santo Teutonico je hervorgebracht hat, war ein Ire! Er wohnte am deutschen Kolleg und half den von den Deutschen Verfolgten! In den dramatischen Jahren 1943/44, als die Nazis Rom besetzten, half der irische Priester Hugh O'Flaherty 6.000 Menschen auf der Flucht. Vielen rettete er das Leben. Ein Held ohne Schnörkel und frei von Gier nach Öffentlichkeit. Endlich wird ihm am Sonntag, dem 8. Mai, nach der Hl. Messe am Campo Santo Teutonico in Anwesenheit des irischen Botschafters eine schlichte Gedenktafel an der Außenwand des Kollegs gewidmet. Diese Initiative geht zurück auf die Gesellschaft der Freunde O'Flahertys, die eine sehr informative Facebook-Seite führt. O'Flaherty wohnte seit 1938 am Kolleg (wie übrigens viele andere Nicht-Deutsche, die traditionell im deutschen Kolleg waren) und hat dort auf seinem Zimmer eine konspirative Hilfszentrale aufgebaut. Über sein Wirken am Campo Santo, soweit es sich aus den Akten ermitteln lässt, finden sich alle Informationen bei Matheus / Heid, Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke (Herder 2015). Die Gedenktafel wird am Eingang zum Atrium über der Gedenkplatte für den nicht weniger bedeutenden Hubert Jedin angebracht. Der Schlesier Jedin war selber Verfolgter, weil "Halbjude". Jedin und O'Flaherty kannten und schätzten sich. Sie sahen sich ja jeden Tag beim Mittagessen.