Die Barmherzigkeit der Beichte an St. Peter

03. 04. 2016

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Einen schönen Beitrag über die Beichtväter von St. Peter in der "Tagespost" vom 26. März 2016 stammt von Ulrich Nersinger. Er wartet mit vielen interessanten Details auf. Bekanntlich hören die Kanoniker von St. Peter nicht selber Beichte; sie haben genug Geld, um damit Ordensleute zu betrauen. Die Aufgabe des Beichthörens in allen gängigen Sprachen ist den schwarzen Franziskanern (Konventualen) anvertraut. Der aus dem Rheinland stammende Pater Bernhard Johannes Schulte ist seit einigen Jahren für die deutschsprachigen Pönitenten zuständig. Im Heiligen Jahr ist natürlich die Beichte besonders wichtig, um einen Ablass zu gewinnen. Die Beichtstühle befinden sich im rechten Seitenschiff von St. Peter. An jedem befindet sich ein Schild mit den Sprachen, in denen ein Beichtvater die Beichte entgegennimmt. Jeder Pater hat seinen festen Beichtstuhl und seine festen Beichtzeiten. Der Beichtstuhl von Pater Bernhard ist just jener, an dem Papst Franziskus medienwirksam beichtet (allerdings nicht bei ihm, sondern beim Prior). Der Normalsterbliche genießt natürlich mehr Privatsphäre als der Papst sie sich gönnt.