Römische Notizen

Römische Notizen

In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Notizen zu römischen Ereignissen und Gegenständen, die unser Interesse gefunden haben, auch wenn sie außerhalb unserer Forschungsgebiete liegen.

Papst Franziskus - Konzilien sind Papstsache

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07. 04. 2017

Im Rahmen einer Audienz für Teilnehmer an einer kirchenhistorischen Tagung in Rom hatte Prof. Johannes Grohe Gelegenheit, Papst Franziskus den Jahrgang 2014 der Internationalen Zeitschrift für Konziliengeschichte Annuarium Historiae Conciliorum (AHC) zu überreichen, der die Beiträge zur Tagung “Konzil und Fürst” (Wien 2014) enthält. Angesichts der Tatsache, dass ihm die synodale Tradition der Kirche sehr am Herzen liegt, hat der Heilige Vater die Gabe mit wohlwollendem Interesse entgegengenommen.

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Päpste, Pilger und Fußwaschung

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05. 04. 2017

In früheren Zeiten wurde die päpstliche Fußwaschung des Gründonnerstags nicht im Rahmen der Abendmahlsmesse, die in der Sixtinischen Kapelle stattfand, begangen, sondern anschließend für ein größeres Publikum im rechten Seitenschiff des Petersdoms. Sie war also ein öffentlicher Akt, aber keine streng liturgische Handlung. Die inszenierte Demut vor der Öffentlichkeit gehörte schon immer zum Arsenal päpstlicher und fürstlicher Selbstdarstellung. Dazu konnte die Fußwaschung durchaus auch außerhalb der Liturgie bei verschiedenen Gelegenheiten vorgenommen werden. Die Fußwaschung des Gründonnerstags wurde jedoch biblisch als Nachahmung Jesu aufgefasst, der seinen 12 Aposteln vor dem Letzten Abendmahl die Füße gewaschen hatte. Pius IX. lud dazu im Jahr 1869 arme Priester aus verschiedenen Ländern nach Rom ein.

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Das PIAC vermietet seine Aula

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05. 04. 2017

In Rom werden sehr häufig mittelgroße Tagungs- und Vortragsräume gesucht. Dazu bieten sich nicht nur das Hotel Casa Tra Noi, das Augustinianum oder die Aula des Palazzo Pio X (via della Conciliazione, 5) an, sondern seit kurzem auch die Aula Beccafumi des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie (PIAC). Das PIAC wurde vor wenigen Jahren vom Hl. Stuhl grundsaniert und besitzt nun einen technisch ausgerüsteten, klimatisierten Tagungssaal. Der Vorteil des PIAC ist seine Nähe zum Hauptbahnhof Termini. Es liegt unmittelbar bei Santa Maria Maggiore.

Nähere Informationen finden Sie hier.

   

Benedikt XVI. und der Campo Santo Teutonico im Fernsehen

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31. 03. 2017

Die Journalistin Antonia Pillosio hat eine Reihe von Beiträgen über Benedikt XVI. anlässlich dessen 90. Geburtstags gedreht, in denen auch das Römische Institut der Görres-Gesellschaft und die Benedikt-Bibliothek am Campo Santo Teutonico vorkommen. Die Beiträge werden in RAI STORIA (can 54) übertragen:

Dienstag, 4. April, um 21.07 Uhr: Hier direkt zum Film: Zum Pontifikat Benedikts XVI.

Sonntag, 16. April, um 0.10 - 8.30 - 11.30 - 14.00 und 20.30 Uhr: Leben Benedikts und Benedikt-Bibliothek am Campo Santo Teutonico.

   

Vom Thron zum Klo: die Spannbreite päpstlicher Medienpräsenz

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30. 03. 2017

Von Ulrich Nersinger

Homo sum, humani nihil a me alienum puto – Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches, denke ich, ist mir fremd“. Dieser berühmte Ausspruch, den Publius Terentius Afer (195-159 v. Chr.) für sein Heautontimoroumenos aus einem Werk des griechischen Komödiendichters Menander entliehen hat, ist zu einem geflügelten Wort geworden. Er könnte zum Kommentar genommen werden für die Berichte über den öffentlichen Gang des Papstes zu einem mobilen Ort der Notdurft, vulgo „Dixi-Klo“ tituliert, der sich bei seinem Besuch in Mailand ereignete. Ein eigens für den Papst installiertes knallrotes und bei soviel Zielscheibe hoffentlich kugelsicheres Häuschen wurde neben die kleinen grauen Toiletten der sonstigen Besucher gestellt und allen Blicken preisgegeben.

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Donnerstag, 6. April: Festschrift für Benedikt XVI.

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30. 03. 2017

Zum 90. Geburtstag Papst Benedikts XVI. präsentieren die Fondazione Joseph Ratzinger/Benedetto XVI und die vatikanische Verlagsbuchhandlung im Augustinianum (via Paolo VI, 25) um 17.30 Uhr eine Festschrift, deren Beiträge von den Trägern des Preises der Fondazione beigesteuert wurden. Es sprechen P. Federico Lombardi und Kard. Kurt Koch.

Hier finden Sie nähere Informationen.

   

29.-31. März: Luther-Tagung in Rom

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26. 03. 2017

Das Päpstliche Geschichtskomitee (Pontificio Comitato di Scienze storiche) unter Leitung von Pater Bernard Ardura veranstaltet eine Luthertagung. Das Programm wurde kürzlich im vatikanischen Pressesaal von P. Ardura und Prof. Johannes Grohe vorgestellt. Prof. Grohe, Vizedirektor des RIGG, hält auf der Tagung einen Vortrag zum Thema "Il concetto di 'Vorreformation', sulla scorta di Joseph Lortz e di Hubert Jedin". Referenten sind ferner unter anderen Matthias Pohlig (Münster), Mirko Breitenstein (Dresden), Alexander Koller (Rom) und Berndt Hamm (Erlangen). In der Kirche des Campo Santo findet ein Konzert statt.

Das ganze Programm ersehen Sie hier.

   

Donnerstag, 9. März: Oriol Schädel 90 Jahre

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07. 03. 2017

Oriol Schädel, der langjährige Leiter der Herder'schen Buchhandlung in Rom, feiert seinen 90. Geburtstag. Oriol Schädel ist seit 1938 (!) Mitglied der Erzbruderschaft am Campo Santo und seit unvordenklichen Zeiten auch Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. 1986 bis 2005 war er Vizecamerlengo der Bruderschaft.

Oriol Schädel wurde in Barcelona geboren, wo sein Vater Anton die Herder-Buchhandlung gegründet hatte. Später kam die Familie nach Rom, wo Anton Schädel wiederum die Herder-Buchhandlung eröffnete. Sohn Oriol besuchte die Deutsche Schule. Während der deutschen Besatzung Roms 1943/44 war die Buchhandlung gefährdet. Darüber liest man im Buch Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke (Herder, 2015), S. 162-163. Anton Schädel zog nicht wie andere Gefährdete in den Campo Santo, um diesen nicht in Gefahr zu bringen, sondern lagerte die Bücher in der Gregoriana ein und ging selber nach Deutschland, wo er Militärdienst leisten musste.

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Donnerstag, 9. März: Vortrag an der Casa di Goethe

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03. 03. 2017

Jobst C. Knigge spricht zum Thema "Philipp Hiltebrandt – Ein Deutsch-Römer zwischen Kaiserzeit und Nationalsozialismus"

altDer Historiker und Journalist Philipp Hiltebrandt (1879-1959), dessen Grab sich auf dem Cimitero Acattolico befindet, hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Rom gelebt und gearbeitet. Er ist ein historisch und politisch bemerkenswerter Zeitzeuge.

Der Vortrag findet um 19 Uhr in der Casa di Goethe (Via del Corso 18) statt. Knigge hat auch schon am RIGG einen viel beachteten Vortrag über Hitler und Mussolini gehalten (hier das Buch).

   

23. Februar: 100. Todestag Anton de Waals

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22. 02. 2017

Am 23. Februar 1917 starb am Campo Santo Teutonico mitten im Ersten Weltkrieg Prälat Anton de Waal, Priester des Bistums Münster, der seit 1868 in Rom war und über vier Jahrzehnte lang eine Zentralgestalt des deutschen Katholizismus in der Ewigen Stadt war. Aus diesem Anlass wird vom 22. bis zum 25. November 2017 eine große Tagung am Campo Santo stattfinden, in der de Waals Bedeutung in den größeren Zusammenhang der Geschichte Roms in der spannenden Zeit vom Risorgimento bis zum Ersten Weltkrieg hineingestellt wird. In Erinnerung an de Waal wurde nach dessen Tod von R. Zaccagnini eine Gedenktafel des betenden de Waal geschaffen, die im vergangenen Herbst wegen des Gedenkjahrs von der Münchener Schule für Steintechnik unter Clemens Sohmen an eine prominentere Stelle versetzt wurde. Die Tafel war nämlich bislang in der dunklen ehem. Sakramentskapelle angebracht. Nun hängt sie sehr gut sichtbar an der Kirchenwand bei der Schweizer Kapelle. Typischerweise wird de Waal im gotischen Messgewand dargestellt: Er liebte die Gotik über alles und verachtete den Barock. Aber alle kostbaren gotischen Messgewänder, die er unter großen Opfern angeschafft hatte, gingen im Bildersturm nach dem Konzil verloren. Eine sehr anschauliche, aber längst nicht umfassende Biographie de Waals hat Erwin Gatz in den Supplementbänden der "Römischen Quartalschrift" veröffentlicht (1980).

   

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