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Als Joseph Görres noch im Religionsbuch stand

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01. 05. 2016

Neulich fiel mir ein altes Schulbuch des Kösel-Verlags aus dem Jahr 1962 in die Hände: Josef Fuchs, Katholische Kirchengeschichte, Ausgabe B für die Diözesen Bayerns. Ich traute meinen Augen nicht: Darin wird Joseph Görres (1776-1848) behandelt: Hier der Text! Das Schulbuch stellt zahlreiche Persönlichkeiten der gesamten Kirchengeschichte von Stephanus bis zu Johannes XXIII. vor. Görres wird also Vorkämper für Meinungsfreiheit und Anwalt der Katholiken gegen staatliche Beformundung und Diskriminierung vorgestellt. Da der aus dem Rheinland vertriebene Görres Professor in München war, blieb er offenbar noch etwas länger in Erinnerung. Der satuierte deutsche Katholizismus der Gegenwart hat viele Gremien und Angestellte, aber man sucht wohl vergeblich nach einer wortgewaltigen, überzeugenden Stimme in der Öffentlichkeit, wie sie Görres einmal war. S.Heid

   

28.-29. April in Mannheim: 4. Tagung zur Papstausstellung

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27. 04. 2016

Als vierte und letzte Tagung in Vorbereitung der großen Papstausstellung 2017 findet am 28./29. April in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim eine Tagung zum Papsttum in systematischer Perspektive statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Programm finden Sie hier.

   

Donnerstag, 7. April, in Jerusalem: Görres-Lecture

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01. 04. 2016

Ralph Greis spricht zum Thema: ">Franz Stock - not a name, but a programm< (Pope John XXIII). A German Priest in Paris during WW II"

Der Paderborner Priester Franz Stock (1904-1948) interessierte sich früh für Frankreich; er studierte am Institut Catholique de Paris. Während der deutschen Besatzung war er Seelsorger in Pariser Wehrmachtsgefängnissen und musste über 2000 Todgeweihte zur Hinrichtung geleiten. Nach dem Krieg leitete er das "Stacheldrahtseminar" von Chartres. Franz Stock gilt als Wegbereiter deutsch-französischer Versöhnung.

Pater Greis ist Prior der Dormitio-Abtei.

Ort: Dormitio-Abtei auf dem Sion

Beginn: 20 Uhr

   

Mittwoch, 13. April, in Berlin: Vortrag zur Hedwigs-Kathedrale

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30. 03. 2016

St. Hedwigs-Kathedrale als multifunktionaler Versammlungsraum und Not-Parlament? St. Hedwigs-Kathedrale als multifunktionaler Versammlungsraum und Not-Parlament? Der hoch umstrittene Total-Umbau der katholischen St. Hedwigskathedrale für geschätzte 40-50 Millionen Euro in der über alle Köpfe verschuldeten Stadt Berlin - man denke nur an das Milliardengrab Flughafen - ist Anlass großen Unbehagens. Ein von zahlreichen Fachleuten unterschriebener offener Brief erging an Erzbischof Koch. Viele Katholiken machen sich Sorgen, dass Berlin zu einem zweiten Limburg wird. Die Neugestaltung der Kathedrale mit Parlamentsbestuhlung macht eher den Eindruck, liturgischer Ideologie geschuldet zu sein als der pastoralen Sorge um das Seelenheil der Menschen. Umso notwendiger sind fachliche Aufklärung und offene Diskussion. Daher lädt das Forum Bernhardinum in der Pfarrei St. Bernhard in Berlin-Dahlem zu einem Vortrag der Berliner Landesdenkmalpflegerin Dr. Sabine Schulte ein. Ihr Thema lautet: "Die St. Hedwigs-Kathedrale: Symbolbau des Aufbruchs und gesamtdeutscher Erinnerungsort". Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr (Königin-Luise-Str. 33).

   

29. März - 2. April in Berlin: Kongress der Altphilologen

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29. 03. 2016

altÜber 1000 Altphilologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tagen an der Humboldt-Universität in Berlin. Zahlreiche Vorträge zur lateinischen und griechischen Philologie stehen auf dem Programm. Der italienische Professor, Diplomat, ehemalige Minister und Gründer der Hilfsorganisation Communità di Sant'Egidio in Rom, Andrea Riccardi, erhält am Mittwoch den diesjährigen Humanismus-Preis des Deutschen Altphilologen-Verbandes. Nähere Informationen finden Sie hier.

   

Internet-Bibliotheken

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16. 03. 2016

Der heutige Student oder Gelehrte hat seine Bibliothek im Computer. Entweder hat er sich riesigen Datenbanken heruntergeladen oder er zapt online Datenbanken an. Zwei Beispiele: Eine riesige Datenbank digitalisierter Bücher und anderer Medien mit freiem Zugang findet sich auf archive.org. Gibt man etwa "Joseph Görres" ein, so findet man eine stattliche Zahl von Publikationen, die man kaum je in einer Bibliothek finden würde, nicht einmal am Campo Santo.

Ein anderes Beispiel ist die Datenbank Gallica der französischen Nationalbibliothek. Hier finden sich vor allem französische Publikationen, unter anderem fast alle historischen Zeitschriften der entlegendsten Art. Leider fehlen weitgehend kirchliche Zeitschriften.

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Rudolf Zinnhobler verstorben

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altPrälat Prof. Dr. Rudolf Zinnhobler, Kirchengeschichtsprofessor in Linz und Direktor des dortigen Diözesanarchivs, ist am 9. März verstorben. Er war durch viele Jahre hindurch ein großer Freund des Campo Santo und natürlich auch des RIGG. Erwin Gatz betonte immer wieder, dass der Linzer Kirchenhistoriker einer der besten und verlässlichsten Mitarbeiter bei allen seinen Großprojekten war. Praktisch immer war Zinnhobler deswegen auch bei den entsprechenden Konferenzen in Rom zu Gast. In der Römischen Quartalschrift veröffentlichte er 1988 einen Aufsatz über Bischöfliche Seminare als Stätten der Priesterausbildung vom Barock bis zur Säkularisation. Die Bibliothek des Campo Santo besitzt mehrere Bücher von ihm: Die Bischöfe von Linz (1985), Geschichte der katholischen Kirche (1986) und Kirche in bewegter Zeit (1994).

   

Emmerich David und der Völkermord an den katholischen Armeniern

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10. 03. 2016

Bekanntlich wurden die Armenier in der Türkei in der Zeit des Ersten Weltkriegs Opfer des Völkermords durch die türkischen Osmanen. Bodo Bost hat im Trierer Bistumsblatt "Paulinus" (1. Nummer 2016) einen bemerkenswerten Artikel darüber veröffentlicht, dass auch die katholischen Armenier der Stadt Angora - heute Ankara - ermordert wurden. Von den ca. 10.000 katholischen Armeniern der Stadt überlebten 2000 meist zwangsislamisierte Frauen. Allein diese Zahl lässt das Ausmaß der himmelschreienden Tragödie erahnen. Insgesamt wurden von den katholischen Armeniern 5 Bischöfe, 140 Priester, 42 Ordensleute und 85.000 Gläubige ermordet. Damit nicht auch noch die letzten Überlebenden dem Messer ausgeliefert würden, schickte Papst Benedikt XV. den Kölner Priester und späteren Kölner Generalvikar Emmerich David (1882-1953) als Pfarrer nach Angora. Über ihn handelt der Beitrag. Emmerich David war 1920-1930 Rektor des Campo Santo Teutonico.

Hier der Artikel in "Paulinus"

Zu Emmerich David siehe auch das Personenlexikon zur Christlichen Archäologie.

   

Montag, 14. März, in Jerusalem: Görres-Lecture

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06. 03. 2016

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Raúl Fornet y Betancourt spricht - auf Deutsch - zum Thema "Philosophie und Theologie. Anmerkungen zur interkulturellen Überprüfung ihrer Trennung". Prof. Fornet y Betancourt war lange Leiter des Lateinamerika-Referates des Missionswissenschaftlichen Instituts in Aachen; zudem ist er außerordentlicher Professor für Philosophie in Bremen, hält regelmäßig Lehrveranstaltungen am Institut für Katholische Theologie in Aachen und hat häufig Gastprofessuren im lateinamerikanischen Raum inne.

Ort: Dormitio-Abtei auf dem Sion

Beginn: 20 Uhr

   

Pilgerzeichen zum Heiligen Jahr

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24. 02. 2016

Unter den vielen albernen und unsinnigen Kommerzialisierungen des Heiligen Jahres gibt es auch gut gemeinte und durchaus sinnvolle. So kam die Vatikanische Bibliothek auf die Idee, eine ihrer mittelalterlichen Pilgerabzeichen reproduzieren zu lassen. Sie werden nun für 16,- Euro verkauft und können mit einer Nadel fixiert werden. Die originalen historischen Pilgerzeichen, von denen auch der Campo Santo Teutonico eine Reihe besitzt, sind insofern ein wirklich religiöses Souvenir, als sie Petrus und Paulus abbilden und damit die Hauptpilgerziele St. Peter und St. Paul v.d.M. repräsentieren.

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