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Mittwoch, 13. April, in Berlin: Vortrag zur Hedwigs-Kathedrale

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30. 03. 2016

St. Hedwigs-Kathedrale als multifunktionaler Versammlungsraum und Not-Parlament? St. Hedwigs-Kathedrale als multifunktionaler Versammlungsraum und Not-Parlament? Der hoch umstrittene Total-Umbau der katholischen St. Hedwigskathedrale für geschätzte 40-50 Millionen Euro in der über alle Köpfe verschuldeten Stadt Berlin - man denke nur an das Milliardengrab Flughafen - ist Anlass großen Unbehagens. Ein von zahlreichen Fachleuten unterschriebener offener Brief erging an Erzbischof Koch. Viele Katholiken machen sich Sorgen, dass Berlin zu einem zweiten Limburg wird. Die Neugestaltung der Kathedrale mit Parlamentsbestuhlung macht eher den Eindruck, liturgischer Ideologie geschuldet zu sein als der pastoralen Sorge um das Seelenheil der Menschen. Umso notwendiger sind fachliche Aufklärung und offene Diskussion. Daher lädt das Forum Bernhardinum in der Pfarrei St. Bernhard in Berlin-Dahlem zu einem Vortrag der Berliner Landesdenkmalpflegerin Dr. Sabine Schulte ein. Ihr Thema lautet: "Die St. Hedwigs-Kathedrale: Symbolbau des Aufbruchs und gesamtdeutscher Erinnerungsort". Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr (Königin-Luise-Str. 33).

   

29. März - 2. April in Berlin: Kongress der Altphilologen

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29. 03. 2016

altÜber 1000 Altphilologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tagen an der Humboldt-Universität in Berlin. Zahlreiche Vorträge zur lateinischen und griechischen Philologie stehen auf dem Programm. Der italienische Professor, Diplomat, ehemalige Minister und Gründer der Hilfsorganisation Communità di Sant'Egidio in Rom, Andrea Riccardi, erhält am Mittwoch den diesjährigen Humanismus-Preis des Deutschen Altphilologen-Verbandes. Nähere Informationen finden Sie hier.

   

Internet-Bibliotheken

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16. 03. 2016

Der heutige Student oder Gelehrte hat seine Bibliothek im Computer. Entweder hat er sich riesigen Datenbanken heruntergeladen oder er zapt online Datenbanken an. Zwei Beispiele: Eine riesige Datenbank digitalisierter Bücher und anderer Medien mit freiem Zugang findet sich auf archive.org. Gibt man etwa "Joseph Görres" ein, so findet man eine stattliche Zahl von Publikationen, die man kaum je in einer Bibliothek finden würde, nicht einmal am Campo Santo.

Ein anderes Beispiel ist die Datenbank Gallica der französischen Nationalbibliothek. Hier finden sich vor allem französische Publikationen, unter anderem fast alle historischen Zeitschriften der entlegendsten Art. Leider fehlen weitgehend kirchliche Zeitschriften.

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Rudolf Zinnhobler verstorben

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altPrälat Prof. Dr. Rudolf Zinnhobler, Kirchengeschichtsprofessor in Linz und Direktor des dortigen Diözesanarchivs, ist am 9. März verstorben. Er war durch viele Jahre hindurch ein großer Freund des Campo Santo und natürlich auch des RIGG. Erwin Gatz betonte immer wieder, dass der Linzer Kirchenhistoriker einer der besten und verlässlichsten Mitarbeiter bei allen seinen Großprojekten war. Praktisch immer war Zinnhobler deswegen auch bei den entsprechenden Konferenzen in Rom zu Gast. In der Römischen Quartalschrift veröffentlichte er 1988 einen Aufsatz über Bischöfliche Seminare als Stätten der Priesterausbildung vom Barock bis zur Säkularisation. Die Bibliothek des Campo Santo besitzt mehrere Bücher von ihm: Die Bischöfe von Linz (1985), Geschichte der katholischen Kirche (1986) und Kirche in bewegter Zeit (1994).

   

Emmerich David und der Völkermord an den katholischen Armeniern

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10. 03. 2016

Bekanntlich wurden die Armenier in der Türkei in der Zeit des Ersten Weltkriegs Opfer des Völkermords durch die türkischen Osmanen. Bodo Bost hat im Trierer Bistumsblatt "Paulinus" (1. Nummer 2016) einen bemerkenswerten Artikel darüber veröffentlicht, dass auch die katholischen Armenier der Stadt Angora - heute Ankara - ermordert wurden. Von den ca. 10.000 katholischen Armeniern der Stadt überlebten 2000 meist zwangsislamisierte Frauen. Allein diese Zahl lässt das Ausmaß der himmelschreienden Tragödie erahnen. Insgesamt wurden von den katholischen Armeniern 5 Bischöfe, 140 Priester, 42 Ordensleute und 85.000 Gläubige ermordet. Damit nicht auch noch die letzten Überlebenden dem Messer ausgeliefert würden, schickte Papst Benedikt XV. den Kölner Priester und späteren Kölner Generalvikar Emmerich David (1882-1953) als Pfarrer nach Angora. Über ihn handelt der Beitrag. Emmerich David war 1920-1930 Rektor des Campo Santo Teutonico.

Hier der Artikel in "Paulinus"

Zu Emmerich David siehe auch das Personenlexikon zur Christlichen Archäologie.

   

Montag, 14. März, in Jerusalem: Görres-Lecture

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06. 03. 2016

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Raúl Fornet y Betancourt spricht - auf Deutsch - zum Thema "Philosophie und Theologie. Anmerkungen zur interkulturellen Überprüfung ihrer Trennung". Prof. Fornet y Betancourt war lange Leiter des Lateinamerika-Referates des Missionswissenschaftlichen Instituts in Aachen; zudem ist er außerordentlicher Professor für Philosophie in Bremen, hält regelmäßig Lehrveranstaltungen am Institut für Katholische Theologie in Aachen und hat häufig Gastprofessuren im lateinamerikanischen Raum inne.

Ort: Dormitio-Abtei auf dem Sion

Beginn: 20 Uhr

   

Pilgerzeichen zum Heiligen Jahr

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24. 02. 2016

Unter den vielen albernen und unsinnigen Kommerzialisierungen des Heiligen Jahres gibt es auch gut gemeinte und durchaus sinnvolle. So kam die Vatikanische Bibliothek auf die Idee, eine ihrer mittelalterlichen Pilgerabzeichen reproduzieren zu lassen. Sie werden nun für 16,- Euro verkauft und können mit einer Nadel fixiert werden. Die originalen historischen Pilgerzeichen, von denen auch der Campo Santo Teutonico eine Reihe besitzt, sind insofern ein wirklich religiöses Souvenir, als sie Petrus und Paulus abbilden und damit die Hauptpilgerziele St. Peter und St. Paul v.d.M. repräsentieren.

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Montag, 21. März in Berlin: Das christliche Nordafrika

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Stefan Heid spricht zum Thema "Als Nordafrika noch christlich war: Ein Überblick zur Geschichte und Forschung"

altTäglich zeigen die Nachrichten Flüchtlinge, die mit Booten von Afrika nach Europa kommen. Wer weiß heute noch, dass einmal ganz Nordafrika von Ägypten bis Marokko christlich war und zu den bedeutendsten und reichsten Landstrichen der christlichen Antike gehörte? Die griechische und die lateinische Kultur war hier weit über das 7. Jahrhundert hinaus zuhause. Erinnert sei nur an die überragenden Bischöfe Athanasius von Alexandria und Augustinus von Hippo Regius. Nicht nur die zahlreichen Bücher der nordafrikanischen Kirchenväter, sondern auch die unendlichen Ruinenfelder in der Wüste Nordafrikas zeugen vom einstigen Glanz, aber auch von den Kriegen, Konflikten und Tragödien.

Ort: St. Bernhard in Berlin-Dahlem, Pfarrsaal (König-Luise-Str. 33)

Beginn: 19.30 Uhr

   

Isidor von Kiew (1380-1463), Pionier der kirchlichen Einheit

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18. 02. 2016

Von Johannes Grohe

In der berechtigten Freude über die historische Begegnung zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill war gelegentlich von der “ersten Begegnung zwischen Oberhäuptern der römisch-katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche überhaupt” oder vom “ersten Treffen nach 1.000 Jahren”, etc. die Rede.

Da gilt es zunächst daran zu erinnern, dass die Kirchenspaltung herkömmlicherweise auf das Jahr 1054 mit der verunglückten Mission einer Delegation unter der Leitung des Kardinals Humbert von Silva Candida datiert wird, die statt der Klärung kontroverser Punkte theologischer, disziplinärer und kirchenpolitischer Natur zu einem Bruch führte. Kardinal Humbert exkommunizierte in seinem Übereifer den Patriarchen von Konstantinopel Michael Kerularios und seine Mitarbeiter, die sich gegenüber den westlichen Emissären feindselig verhalten hatten. Der Patriarch antwortete postwendend mit einer Gegen-Exkommunikation der Gesandtschaft. Damit war ein zunächst nur sehr begrenztes “Schisma” entstanden, wenn man es überhaupt so nennen kann. Erst allmählich weitete es sich dann aus, wobei vor allem die Kreuzzüge, insbesondere der vierte, mit der Eroberung Konstantinopels (1204) und der Errichtung eines lateinischen Kaisertums sowie der zwangsweisen Latinisierung der eroberten Gebiete, eine verhängnisvolle Rolle spielten. Nun wurden auch die anderen Patriarchate des Ostens (Alexandria, Antiochia, Jerusalem) in das Schisma hineingezogen. Und Moskau?

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Klartext-Ökumene: Franziskus und Kyrill

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Das RIGG-Mitglied Kardinal Kurt Koch hat als Verantwortlicher der Ökumene auf vatikanischer Seite entscheidend das Dokument mitformuliert, das am 12. Februar zwischen dem Papst und Patriarchen auf Kuba unterzeichnet wurde. Das Dokument beschreibt ungeschminkt die derzeitigen Bedrohungen für das Christentum und die Gemeinsamkeit zwischen Katholiken und Orthodoxen in der Einschätzung der Lage. Vieles davon läuft gegen den gesellschaftlichen Trend und wird wohl kaum Eingang in die Medien finden. Daher bringen wir hier auf einen Blick die Kernsätze der gemeinsamen Erklärung (Fehler der offiziellen deutschen Übersetzung werden stillschweigend korrigiert):

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