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Brill schluckt Schöningh

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19. 12. 2016

altDer Traditionsverlag Schöningh in Paderborn, einer der Hauptverlage der Görres-Gesellschaft, wird vom niederländischen Verlag Brill aufgekauft. Schöningh ist bislang für die Görres-Gesellschaft mit weitem Abstand der wichtigste Verlag, während Brill bislang überhaupt nichts für die GG geleistet hat. Schöningh zeichnete sich durch hervorragende Autorenbetreuung und günstige Preise aus. Bei Schöningh erscheinen derzeit noch seitens der Görres-Gesellschaft vor allem wichtige geisteswissenschaftliche Reihen, wie Quellen und Forschungen aus dem Gebiet der Geschichte, Nuntiaturberichte aus Deutschland, Studien zur Geschichte und Kultur des Altertums, Gesammelte Schriften Joseph Görres und wichtige Einzelnbände zur Geschichte der Görres-Gesellschaft. Alle Mitglieder der Görres-Gesellschaft haben bislang die Schöningh-Titel mit 25% Rabatt erhalten. Es stellt sich die Frage, welcher Service jetzt noch den Autoren und Käufern geleistet wird. Angeblich bleibt der Standort in Paderborn erhalten. Für die Zeitschriften der GG könnte jetzt die Ära der Digitalisierung anbrechen. Für das RIGG bedeutet der Wechsel kurzfristig keine Änderung, da dessen Hauptansprechpartner der Verlag Herder (Römische Quartalschrift) und der Schnell & Steiner-Verlag sind.

   

Die Görres-Gesellschaft in "Tagesschau24"

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13. 12. 2016

Andreas Evarist Mader Andreas Evarist Mader Dieser Tage lief in "Tagesschau24" eine Sendung über einen frühislamischen Kalifenpalast am See Genesaret: Chirbet-Minje. Der Archäologe Privatdozent Dr. Hans-Peter Kuhnen (Mainz) stellte sein Grabungsobjekt vor, eben diese ruinöse Palastanlage, die offenbar wieder archäologisch untersucht wird. Dabei erwähnte er dankenswerterweise, dass die "katholische Görres-Gesellschaft" ursprünglich hier gegraben habe. Tatsächlich hat das Jerusalemer Institut der Görres-Gesellschaft (JIGG) seit 1932 Grabungen auf den Besitzungen des Heilig-Land-Vereins am See Genesaret vorgenommen und unter anderem Chirbet-Minje untersucht. Zunächt war dort Pater Andreas Evarist Mader, der Institutgsdirektor, tätig, dann wegen dessen gesundheitlichem Ausfall Alfons Maria Schneider. Mader glaubte noch, ein römisches Kastell zu finden, während Schneider "merkwürdige (ghassanidische?) Anlagen" vorfand. Inzwischen hat sich aufgrund einer Inschrift das Geheimnis gelüftet, dass es sich nämlich um einen frühislamischen Kalifenpalast, der offenbar nie fertig gestellt und nie benutzt wurde, handelt.

Näheres zu Mader und Schneider einschließlich Archivalien finden Sie im Personenlexikon zur Christlichen Archäologie.

   

Mittwoch, 23. Nov., in Jerusalem: Görres-Lecture

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Univ. Doz. Dr. Dr. h.c. Jasmine Dum-Tragut Bakk. rer. nat. von der Universität Salzburg spricht am Jerusalemer Institut der Görres-Gesellschaft zum Thema "Behind monastery walls: Armenians in Jerusalem".

Ort: Dormitio-Abtei auf dem Sion

Beginn: 20 Uhr

   

Johannes Grohe zu Allerheiligen

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17. 11. 2016

Darstellung des Martyriums der 11.000 Jungfrauen der hl. Ursula mit berühmter Stadtansicht Kölns, Wandgemälde in S. Stefano Rotondo Darstellung des Martyriums der 11.000 Jungfrauen der hl. Ursula mit berühmter Stadtansicht Kölns, Wandgemälde in S. Stefano Rotondo Prof. Johannes Grohe hat sich im ZDF in einer Sendung über das Fest Allerheiligen zur Geschichte der Märtyrer, der Heiligen und des Allerheiligenfestes geäußert. Die Szenen spielen in der Kirche des Germanicums, S. Stefano Rotondo, und vor dem Campo Santo Teutonico. Sie können den Film hier einsehen. Das RIGG wird häufig von Journalisten, Schriftstellern und Fernsehproduzenten zu diesem oder jenem Thema angefragt, kann aber nur auf wenige der - oft kurzfristig gestellten - Gesuche eingehen.

Über die Anfänge des Märtyrerkults in den ersten drei Jahrhunderten von Petrus und Paulus bis zur konstantinischen Wende siehe S. Heid, Blutzeuge. Tod und Grab des Petrus in Rom (2. Auflage 2016).

   

Samstag, 19. November: Hildesheimer Domgespräche

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07. 11. 2016

Der hoch verdiente Verein für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim - werden Sie Mitglied! - veranstaltet einen sehr attraktiv konzipierten Studientag über die Armenhilfe und Karitas im Bistum Hildesheim. Referenten sind unter anderen Jörg Bölling, Hans-Georg Aschoff, Monika Suchan und Thomas Scharf-Wrede. Nähere Infos finden Sie hier.

Der Verein gibt im Verlag Schnell & Steiner (Regensburg) das Jahrbuch für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim heraus. Ein besonders schöner Band - auch gut als Weihnachtsgeschenk geeignet - ist der Band 2014/15, herausgegeben vom Bistumsarchivar Dr. Thomas Scharf-Wrede: Das Bistum Hildesheim - Geschichten aus der Geschichte. Hier wird in über 120 Spotlights die 1200-jährige Geschichte des Bistums anschaulich gemacht. Da geht es genauso um Kelche, Glocken, Kriege und Klöster wie um Kirchen, Prälaten, Bischöfe und Pfarreien. Zahlreiche Beiträge hat Hans-Georg Aschoff (Uni Hannover) geliefert, der auch dem RIGG seit Jahrzehnten - seit den Zeiten von Erwin Gatz - eng verbunden ist.

   

Sendung im ORF über "Orte der Zuflucht"

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28. 10. 2016


Die Journalistin und Autorin Christina Höfferer, Mitglied des RIGG, hat eine Sendung über den Campo Santo Teutonico im Dritten Reich gemacht, die am 28. Oktober ausgestrahlt wurde. Hören Sie die Sendung hier (ab ca. 19.13). Anlass der Sendung war die Veröffentlichung des Tagungsbandes Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke. Der Campo Santo Teutonico und Vatikan 1933-1955.

   

Datenbank Papst- und Kardinalsgräber REQUIEM

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22. 10. 2016

Seit über 10 Jahren besteht die frei zugängliche Datenbank REQUIEM an der Humboldt-Universität Berlin bzw. der Universität Wuppertal, die von Dr. Arne Karsten, Professor der Frühen Neuzeit an der Universität Wuppertal, und Prof. Dr. Horst Bredekamp verantwortet wird. Sie enthält alle Informationen, Literatur und Bilder über die Grabdenkmäler der Kardinäle und Päpste vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Das ist eine wahre Fundgrube der Kulturgeschichte, die gerade auch für interessierte Rombesucher beste Hilfe leistet. Aus dem REQUIEM-Projekt gehen hoch interessante Workshops (vor allem in Berlin), Tagungen und Publikationen hervor. Besonders empfohlen seien von Arne Karsten die allerdings vergriffenen Bände "Künstler und Kardinäle" und "Jagd nach dem roten Hut".

   

25.-26. Nov. in Köln: Symposion über Mittelalterhandschriften

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19. 10. 2016

Die Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek in Köln führt ihre nunmehr 7. Tagung über mittelalterliche Handschriften durch. Es referieren unter anderen Peter Orth, Henry Mayr-Harting, Martin Hellmann, Stephan Dusil, Susanne Wittekind, Daniel Ziemann, Reimund Haas, Klaus Gereon Beuckers, Monika Müller und Anette Löffler. Nähere Infos finden Sie hier. Die Tagungsakten werden in den Libelli Rhenani publiziert, von denen sich eine Reihe von Bänden auch in der Vatikanbibliothek befindet.

   

Donnerstag, 27. Okt., in Venedig: Vatikan und Kommunismus

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18. 10. 2016

In Zusammenarbeit verschiedener Institutionen organisiert u.a. Frau Prof. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Mitglied des RIGG und Direktorin des Slowakischen Historischen Instituts in Rom, an der am Canale Grande gegenüber S. Giorgio Maggiore gelegenen Fakultät für Kirchenrecht Hl. Pius X. eine hoch interessante Tagung zur päpstlichen Diplomatie nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei geht es um die Haltung des Hl. Stuhls gegenüber der im Ostblock unterdrückten und zum Schweigen verurteilten Kirche in Ungarn, Polen, Jugoslawien und der Tschecheslowakei. Das Thema lautet: "Chiesa del silenzio e diplomazia pontificia 1945-1965". Für Mitglieder der Görres-Gesellschaft kann noch kurzfristig eine Unterkunft organisiert werden. Hier das Programm.

Prof. Hrabovec hat in der "Römischen Quartalschrift" 2011 einen Aufsatz über "Die russische Emigration in der Tschechoslowakei zwischen den beiden Weltkriegen" und 2013 den Aufsatz "Der Heilige Stuhl und die russlanddeutschen katholischen Priester zwischen Revolution und Repression" publiziert.

   

Kommission für Zeitgeschichte: Neuer Geschäftsführer

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13. 10. 2016

Nachfolger von Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel als Geschäftsführer der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn ist seit dem 1. September überraschend der Mediävist und Neuzeithistoriker PD Dr. Frank Kleinehagenbrock aus Würzburg. Er ist Mitglied der Görres-Gesellschaft und Funktionsträger der CDU im Stadtverband Wertheim. Die Kommission für Zeitgeschichte ist eine von den Bischöfen finanzierte Forschungsstelle zum deutschen Katholizismus im 19.-21. Jahrhundert. Angesichts der spürbaren Mittelkürzungen ist zu wünschen, dass der neue Geschäftsführer den bisherigen Aktionsradius dieser wichtigen Einrichtung, die ein bewährter Gesprächspartner auch des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft war, aufrecht erhalten kann und sich rasch in sein neues Arbeits- und Forschungsgebiet einarbeitet.

   

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