Die Sektion Christlicher Orient der Görres-Gesellschaft

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altProf. Dr. Dr. Hubert Kaufhold ist Mitglied der Forschungsstelle Christlicher Orient der Universität Eichstätt und seit vielen Jahren im Auftrag der Görres-Gesellschaft Herausgeber der hoch qualifizierten Zeitschrift Oriens Christianus (Hefte für die Kunde des Christlichen Orients). Diese war 1901 am Campo Santo Teutonico von dessen Rektor Anton de Waal zusammen mit dem Laien und zeitweisen "Camposantiner" Anton Baumstark gegründet worden. Kaufhold hat nun im jüngsten Heft einen ausführlichen Aufsatz "Zur Geschichte der Sektion für die Kunde des christlichen Orients der Görres-Gesellschaft" veröffentlicht (OrChr 99 [2016] 221-241). Das ist ein ganz wesentlicher Beitrag nicht nur zur Geschichte der Görres-Gesellschaft, sondern auch des Campo Santo Teutonico und des dortigen Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft.

Obwohl eine eigene Sektion Christlicher Orient erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde, bestand doch bereits seit dem 19. Jahrhundert eine starke Förderung exzellenter Orientforschungen durch die Görres-Gesellschaft, und zwar anfangs im Rahmen der Sektion Altertumswissenschaft. Eng damit verbunden war die Gründung des Jerusalemer Instituts der Görres-Gesellschaft 1908 durch Johann Peter Kirsch, den langjährigen Rektor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. Herausragende Namen der Orient-Sektion sind Baumstark, Arthur Allgeier, Georg Graf, Joseph Molitor, Julius Aßfalg, Johannes Düsing, Gustav Kühnel und Ferdinand Gahbauer. Viele Namen des Christlichen Orients finden sich im Personenlexikon zur Christlichen Archäologie. Nachdem Kaufhold lange die Sektion geleitet hat, steht ihr seit 2015 Josef Rist (Bochum) vor. Die Orient-Sektion ist aufgrund ihrer Kompetenz und Aktivität ein besonderes Juwel der Görres-Gesellschaft.

Wir hoffen auf ein großes Fest in diesem Jahr anlässlich des zu erwartenden 100. Bandes des Oriens Christianus!