Brill schluckt Schöningh

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altDer Traditionsverlag Schöningh in Paderborn, einer der Hauptverlage der Görres-Gesellschaft, wird vom niederländischen Verlag Brill aufgekauft. Schöningh ist bislang für die Görres-Gesellschaft mit weitem Abstand der wichtigste Verlag, während Brill bislang überhaupt nichts für die GG geleistet hat. Schöningh zeichnete sich durch hervorragende Autorenbetreuung und günstige Preise aus. Bei Schöningh erscheinen derzeit noch seitens der Görres-Gesellschaft vor allem wichtige geisteswissenschaftliche Reihen, wie Quellen und Forschungen aus dem Gebiet der Geschichte, Nuntiaturberichte aus Deutschland, Studien zur Geschichte und Kultur des Altertums, Gesammelte Schriften Joseph Görres und wichtige Einzelnbände zur Geschichte der Görres-Gesellschaft. Alle Mitglieder der Görres-Gesellschaft haben bislang die Schöningh-Titel mit 25% Rabatt erhalten. Es stellt sich die Frage, welcher Service jetzt noch den Autoren und Käufern geleistet wird. Angeblich bleibt der Standort in Paderborn erhalten. Für die Zeitschriften der GG könnte jetzt die Ära der Digitalisierung anbrechen. Für das RIGG bedeutet der Wechsel kurzfristig keine Änderung, da dessen Hauptansprechpartner der Verlag Herder (Römische Quartalschrift) und der Schnell & Steiner-Verlag sind.