Leseempfehlungen

Unter den Leseempfehlungen werden Bücher vorgestellt, die man tatsächlich lesen kann und deren Lektüre Gewinn bringt. Es handelt sich nicht notwendig um Neuerscheinungen. Vorschläge nehme ich gern entgegen. S.H.

Buchempfehlung: Dogma und Fortschritt bei Joseph Ratzinger

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Promotionsarbeit von Ralph Weimann veröffentlicht

Die landläufige Meinung heute ist, dass das Dogma dem Fortschritt im Wege steht. Ralph Weimann, zur Zeit Gastprofessor an der Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum in Rom, will nun herausfinden, was Joseph Ratzinger, der Professor und Theologe, zu diesem Themenfeld denkt und ob er eine Lösung anbietet. Kardinal Kurt Koch, einer der besten Kenner der Theologie Benedikts XVI., schreibt im Vorwort, dem Autor gehe es darum, "in der Theologie Joseph Ratzingers jene Prinzipien der Kontinuität im Glauben herauszuarbeiten, die angesichts des relativistischen Zeitgeistes Orientierung ermöglichen und zugleich Kontinuität garantieren wie Fortschritt freisetzen". Tatsächlich versucht Weimann aufzuzeigen, wie Benedikt XVI. im Christus-Logos sowohl Dogma als auch Fortschritt als Prinzipien der Kontinuität und nicht etwa als einander unversöhnt gegenüberstehende Positionen fasst. So gelingt es ihm, im theologischen Werk Ratzingers Ansätze und Antworten aufzuzeigen, die es auch in Zeiten des Umbruchs erlauben, Orientierung zu bieten und Fortschritt zu ermöglichen.

Hier zum Inhaltsverzeichnis und zur Verlagsbestellung

   

Lesempfehlung: Wettsingen vor dem Papst

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

30. 07. 2012

Ein neues Buch von Britta Kägler und Gesa zur Nieden

Goethe, Stendhal, Wilde: dass diese Herren die Vorzüge der Ewigen Stadt genossen, ist bekannt. Aber wenn berühmte Musiker aus Frankreich oder Deutschland genannt werden sollen, fallen Namen sehr viel stockender. Dieses Vergessen ist erstaunlich, denn im barocken Rom gab es eine große Nachfrage und es wurde viel Geld vom Papsthof, dem Adel und den weltlichen Gesandtschaften am Heiligen Stuhl für gute Komponisten und Instrumentalisten ausgegeben. Hier entwickelten sich neue Gesangsstile, neue Gattungen. Dass all dies auch viele ausländische Musiker anzog, können Britta Kägler und Gesa zur Nieden belegen: Beide arbeiten im Forschungsprojekt „Musici“. Die Gruppe von Geisteswissenschaftlern an der École française und dem Deutschen Historischen Institut in Rom untersucht die Lebensweise und Arbeitswelt von ausländischen Musikern im Italien des 17. und 18. Jahrhunderts.

Hier ein Interview von Britta Kägler mit Radio Vatikan zum Buch

Hier weiterlesen

   

Protestanten entdecken Rom

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

01. 06. 2012

Zu einem Tagungsband des Deutschen Historischen Instituts in Rom

Rombilder sind vielfältig. Sie lassen sich – als konkrete Bilder einer konkreten Stadt – in Fotoalben einkleben. Sie lassen sich aber auch – als erinnerte Bilder oder als Metaphern – überprüfen, korrigieren oder als Symbol verstehen. In einem jüngst erschienenen Sammelband "Rombilder im deutschsprachigen Protestantismus. Begegnungen mit der Stadt im langen 19. Jahrhundert" (Tübingen 2012) setzen sich Historiker, Kunsthistoriker, Theologen, Musik- und Literaturwissenschaftler nun speziell mit den Rombildern des deutschsprachigen Protestantismus auseinander. Der Band geht auf eine von Michael Matheus, Jörg Lauster und Martin Wallraff am Deutschen Historischen Institut im Juni 2009 organisierte Tagung zurück.

Hier weiterlesen

   

Endlich: das Personenlexikon für 129 Euro erhältlich!

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

19. 05. 2012

Personenlexikon zur Christlichen Archäologie

Dieses erste Personenlexikon zur Christlichen Archäologie bietet in zwei Bänden Biographien und Bibliographien von über 1.500 Personen, versehen mit über 700 Illustrationen. Es wurde von Stefan Heid und Martin Dennert im Schnell und Steiner-Verlag in Zusammenarbeit mit dem Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana herausgegeben und ist nun im Handel erhältlich. Das Lexikon ist chronologisch wie geographisch umfassend: Die behandelten Personen reichen vom 16. bis zum 21. Jahrhundert und stammen aus über dreißig Ländern Europas, Asiens, Nordafrikas und Nordamerikas. Erstmals werden zu jeder Person auch alle bekannten Archivalien aufgelistet. Damit ist das Lexikon nicht nur ein grundlegendes Nachschlagewerk, sondern auch ein innovatives Forschungsinstrument. Ein Index der Wirkungsorte und Institutionen erlaubt es zudem, das akademische Umfeld und Netzwerk der Forscher zu verfolgen.

Hier geht's direkt zur Bestellung im Onlineshop des Schnell und Steiner-Verlags. In Italien wird das Lexikon vom Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie vertrieben.

Geworben wird für das Personenlexikon auch auf zwei russischen Websites: A, B

Hier alle Bücher von Stefan Heid im Schnell und Steiner-Verlag.

Hier das Mitarbeiterverzeichnis

   

Leseempfehlung: Deutsche auf dem Kapitol

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

22. 09. 2011

Das Buch von Dr. Golo Maurer vom Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg mit dem etwas sperrigen Titel "Preußen am Tarpejischen Felsen. Chronik eines absehbaren Sturzes. Die Geschichte des Deutschen Kapitols 1817-1918" (2005, 320 Seiten) zählt zu den herausragenden Veröffentlichungen der letzten Jahre über die Geschichte der Deutschen in Rom im 19. bis beginnenden 20. Jahrhundert im Spannungsfeld von Diplomatie und Archäologie, Preußenherrlichkeit und Luthertum. Es überrascht, dass erst jetzt diese Geschichte geschrieben wurde, die ihren klaren topographischen Bezugspunkt im Kapitol hat, dem römischsten der sieben Hügel der Ewigen Stadt, der zugleich ein Jahrhundert lang Zentrum des nicht-katholischen Deutschtums sein durfte, bis der unsägliche europäische Nationalismus wie so viele andere auch diese Tradition abrupt beendete.

Besprechung und Inhalt

   

Neue maßgebliche Forschungen über Petrus und Paulus in Rom

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

16. 09. 2011

Wichtig für Kirchenhistoriker, Althistoriker, Neutestamentler, Christliche Archäologen und Neugierige!

Jetzt im Buchhandel erhältlich ist der Tagungsband "Petrus und Paulus in Rom" (Herder, 552 Seiten, 98 Euro). Zwei hochrangig besetzte Tagungen der Görres-Gesellschaft liefern in 22 Beiträgen die seit Jahrzehnten umfassendste Auseinandersetzung zu einigen präzisen Fragen: Was wissen wir von Petrus in Rom? War er je dort? Starb er als Märtyrer? Wie sind das Schicksal von Paulus und Petrus miteinander verknüpft? Exegeten, Althistoriker, Altphilologen, Kirchenhistoriker und Archäologen testen die Tragfähigkeit der römischen Aposteltraditionen und bringen in ein längst abgeschlossen geglaubtes Kapitel der Kirchengeschichte neue Bewegung. Lukas, Clemens, Ignatius, Dionysius, Tertullian und andere Autoren werden in den Zeugenstand gerufen; die archäologischen und ikonographischen Quellen werden befragt. Radikale Fragen an widerspenstige Quellen, frische Kontroversen zwischen Kollegen und neue Zugriffe auf historische Erinnerungen zeigen etwas von der Leidenschaft, aus der Forschung lebt und aus der neue Gewissheiten erwachsen.

Dieses Buch wird auch beworben von der sehenswerten Internetseite ROMA ANTIQUA - Rom im Netz.

Vorwort und Inhalt

   

Leseempfehlung: Kirche bei den Kirchenvätern

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Der emeritierte Altkirchenhistoriker und Patrologe Prälat Prof. Dr. Ernst Dassmann erfüllt sich mit seiner jüngsten Veröffentlichung "Die eine Kirche in vielen Bildern - Zur Ekklesiologie der Kirchenväter" (Stuttgart 2010, 264 Textseiten) einen langgehegten Traum. Schon lange wollte er die Bilder, Metaphern und Gleichnisse zusammenzustellen, die die Kirchenväter in ihren Predigten und Katechesen benutzt haben, um damit Sein und Wesen der Kirche auszudrücken. Dassmann knüpft damit an die Veröffentlichungen des großen Jesuiten Hugo Rahner an, der zur Konzilszeit in der Hochblüte katholischer Ekklesiologie entsprechende Arbeiten vorgelegt hat.

Hier weiterlesen

   

Leseempfehlung zur Christlichen Archäologie

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

18. 06. 2011

 

Prof. Dr. Jutta Dresken-Weiland, die seit vielen Jahren die exzellent redigierte „Römische Quartalschrift“ betreut und schon bei zahlreichen Fachtagungen am RIGG mitgewirkt hat, legt mit ihrer etwa 350 Seiten umfassenden Studie „Bild, Grab und Wort“ geradezu ein Handbuch zu den Bildmotiven der frühchristlichen Grabkunst vor. Aus der Gräberwelt der frühen Christen sind bekanntlich besonders viele Bilder erhalten geblieben, andererseits tauchen immer wieder dieselben Motive auf. Nüchtern und aufgrund umfassendener Denkmälerkenntnis fragt die Autorin, welche Deutungen man ganz bestimmten Bildern und Bildkompositionen in den Katakomben und auf Sarkophagen gegeben hat. Behutsam arbeitet die Autorin heraus, welche genuin christlichen Vorstellungen man damit verband. Es handelt sich überhaupt um die erste Zusammenstellung dieser Art, die ein besonderes Interesse verdient.

Hier zum Inhalt

   

Inzwischen vergriffen! - italienische Ausgabe in Arbeit

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Christian Gnilka / Stefan Heid / Rainer Riesner:

Blutzeuge. Tod und Grab des Petrus in Rom, Regensburg 2010 (Hardcover, 197 Seiten).

Das Buch behandelt die Frage, ob Petrus je in Rom war und dort als Märtyrer starb. Behandelt werden die frühesten Texte vom Neuen Testament bis zu Dionysius von Korinth. Es ist keine ganz leichte Lektüre: ein wenig Latein und Griechisch sollte man können. Aber den Autoren gelingt es, mit erstaunlich neuen, frischen Argumenten die römische Petrustradition zu bestätigen: Petrus und Paulus starben in Rom den Märtyrertod und wurden dort begraben. Es wird die These aufgestellt, dass die Verehrung der Apostelgräber in Rom ganz an den Anfang der christlichen Verehrung der Märtyrer gehört und keineswegs eine späte, womöglich kirchenpolitisch motivierte „Erfindung“ ist. Der zweite Teil des Buches zeichnet die Enwicklung der Märtyrerverehrung vom 1. bis 4. Jahrhundert nach. Der Schwerpunkt liegt auf der besonderen Situation Roms bis in die Zeit Konstantins.

Inhaltsverzeichnis und Vorwort (PDF)

   

Leseempfehlung: Muße und Verschwendung

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Peter Hersche:

Muße und Verschwendung. Europäische Gesellschaft und Kultur im Barockzeitalter 1-2, Freiburg 2006 (1206 Seiten).

Buchumschlag Buchumschlag Diesem Buch in zwei Bänden begegnete ich erstmals in der Abtei Maria Laach, wo ich mich zu Archivstudien aufhielt und bei den Mittagsmahlzeiten daraus vorgelesen wurde. Ein Rheinländer mit herrlichem Tonfall las vor. Die Mönche aßen mir entschieden zu schnell, jedenfalls hätte ich gern mehr gehört. Das Buch ist eine Offenbarung historischer Art. Ich wage anmaßend zu behaupten, dass man nichts von der Neuzeit verstanden hat, wenn man es nicht gelesen hat. Es ist Pflichtlektüre: die absolut souveräne Abhandlung einer Materie, für die man sonst Bibliotheken lesen müßte, oder besser gesagt: In ganzen Bibliotheken würde man so viele neue Einsichten nicht finden können, wie sie hier zwischen vier Buchdeckeln liegen. Da kann man schon einmal über den stolzen Seitenumfang hinwegsehen. Der Autor, ehemals Professor in Bern und aufgewachsen in Appenzell-Innerrhoden, einem der sog. katholischen Stammlande der Schweiz, hat sein Meisterwerk geschrieben.

Hier weiterlesen

   

Weitere Beiträge...

Seite 10 von 11