Leseempfehlungen

Unter den Leseempfehlungen werden Bücher vorgestellt, die man tatsächlich lesen kann und deren Lektüre Gewinn bringt. Es handelt sich nicht notwendig um Neuerscheinungen. Vorschläge nehme ich gern entgegen. S.H.

"Bella Arcadia" - Das Italien der Literaten und Künstler

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Ein Italienbuch für Kenner

Mit Herz und Verstand und vielen eigenen Photografien führt Christina Höfferer in ihrem reich bebilderten Buch "Bella Arcadia" uns durch 24 Orte Italiens. In der Auswahl der Orte mit den ihren zugehörigen Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart liegt der Reiz der Lektüre. Literaten und Künstler, so die Autorin, aber auch Weinproduzenten aus Barbaresco oder die verwunschenen Kanäle, die Navigli, von Mailand, alles zeigt "Bella Arcadia" so bunt und kraftvoll, erhaben und lebensfroh: Ein schönes Buch zum Verschenken an Italienliebhaber (für sensationelle 9,99 Euro).

P.Fugazzola

hier weiterlesen

   

Martin Mosebach über "Operation am lebenden Objekt"

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

17. 06. 2014

„Operation am lebenden Objekt – Roms Liturgiereformen von Trient bis Vaticanum II“ heißt der Band, den Stefan Heid aus Beiträgen einer Tagung der Görres-Gesellschaft zusammengestellt hat – ein beunruhigender Titel, der ein noch viel beunruhigenderes Phänomen zum Gegenstand hat. Wenn man sich allein den unerhört kurzen Zeitraum vor Augen führt, in dem die paulinische Liturgiereform durchgeführt wurde, wird klar, daß mit dieser Reform notwendig ebenso viele Probleme entstehen mußten, wie gelöst wurden. Wenn man Liturgie als das Leben der Kirche versteht, dann wird die Berechtigung dieses alarmierenden Titels deutlich. So gibt es kaum einen Gegenstand in der neueren Kirchengeschichte, von dem so viel Zorn und Eifer ausging; jede Art noch so vorsichtiger Reserve gegenüber den scharfen Eingriffen in den gewachsenen Organismus wurde als Ungehorsam und Illoyalität gegenüber Papst und Konzil angegriffen – die Gegner der Reform haben hinwiederum jede Verbindung des Reformwerks mit der Tradition kategorisch geleugnet und den Promotoren des Neuen vorgeworfen, eine andere Kirche zu schaffen. Dieser verhängnisvoller Streit hat, wie mir scheint, nun eine neue Qualität erreicht, wie oft nach zermürbenden Auseinandersetzungen. Man hat das Interesse an der Liturgie verloren – Liturgie ist „nicht mehr so wichtig“, das gehört leider auch zur Botschaft des neuen Pontifikates. Das ist vielleicht die gefährlichste Frucht dieses langen Kampfes, denn bei diesem Kampf geht es um Sein und Nichtsein der Kirche. Es gibt keinen Bereich im Leben der Kirche, der nicht mit der Liturgie in Verbindung stünde – gerade das rechte Verständnis der Schrift ist von ihrer Einbettung in die liturgische Opferfeier abhängig. Deshalb ist der Band „Operation am lebenden Objekt“ ein solches Ereignis. Er versachlicht die Diskussion, indem er mit Scharfsinn und großer Gelehrsamkeit diese Reform einer detaillierten Untersuchung unterzieht. Wer sich in Zukunft zur Frage der Liturgie zu Wort melden möchte, ist darauf angewiesen, seine Kenntnisse auf den Stand dieses Werks gebracht zu haben. Gegner und Befürworter der Reform werden gleichermaßen Überraschungen darin finden. Wenn Sachkunde einen Krieg der Ideologien beenden könnte, dann müßte der Streit um die Liturgie nach Erscheinen dieses Buches in ein neues Stadium getreten sein.

Martin Mosebach

Zu Martin Mosebach: renommierter Romancier aus Frankfurt a.M., derzeit Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo. 2006 hielt er am Deutschen Historischen Institut in Rom einen viel beachteten Vortrag über Kirche, Kultur und Liturgie. 

hier weiterlesen

   

Die Geschichte des Christlichen Orients

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

16. 06. 2014

Eine Wissenschaftsgeschichte von Hubert Kaufhold

Die einzige deutsche katholische Universität Eichstätt gerät wegen dramatischer Kürzungen im Bereich der Geisteswissenschaften in die Schlagzeilen. Solche Kürzungsorgien - 20 Professuren entfallen - verbreiten Angst und Schrecken, und es ist oft nicht einfach, in Ruhe seinem wissenschaftlichen Auftrag nachzugehen. Die Forschungsstelle Christlicher Orient ist ein junges Pflänzchen, das auf Initiative von Heinz Otto Luthe von Professoren der Universitäten Eichstätt, München und Bamberg 2009 in den Eichstätter Boden gesetzt wurde. Ihr Anliegen ist es, den immer weiter marginalisierten orientalischen Christen von wissenschaftlicher Seite aus eine Stimme zu verleihen.

hier weiterlesen

   

Besprechung des "Personenlexikons" durch Jürgen Merten

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

04. 06. 2014

Anregung für ein Personenlexikon der Archäologie in Deutschland

Jürgen Merten,  Dipl.-Bibliothekar des Rheinischen Landesmuseums in Trier, hat eine ausführliche Rezension des Personenlexikons zur Christlichen Archäologie (Schnell und Steiner, 2012) in der "Trierer Zeitschrift" veröffentlicht (Jg. 75-76, 2012-2013, S. 502-504). Darin heißt es: "Das Personenlexikon ... stellt in Konzeption und Durchführung einen Meilenstein der Wissenschaftsgeschichte dar". Den vollständigen Text finden Sie hier.

 Besondes wichtig sind Mertens weiterführenden Anregungen, die dahin gehen, nun auch ein entsprechendes Nachschlagewerk für die (Provinzialrömische) Archäologie in Deutschland vorzulegen.

hier weiterlesen

   

Besprechung des "Personenlexikons" durch Ingo Herklotz

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

25. 04. 2014

altDer Marburger Professor für Kunstgeschichte Ingo Herklotz, durch zahlreiche fundamentale Veröffentlichungen zur Renaissance und zu anderen Kunstepochen ausgewiesen, hat im Journal für Kunstgeschichte (18. Band, 2014) eine ausführliche und sehr positive Besprechung des 2012 im Schnell und Steiner-Verlag erschienenen "Personenlexikons zur Christlichen Archäologie" veröffentlicht, die mit den Worten endet: "das Material, das die Herausgeber und ihre Autoren vorgelegt haben, ist enorm. Im Gegensatz zu ähnlich orientierten Unternehmungen wird hier nicht nur die Summe der bestehenden Forschungen gezogen, sondern zugleich der Grund für weitere Untersuchungen gelegt - ein Ansatz, den man nicht genug loben kann. Eben deshalb wird man Heid und Dennert für dieses Standardwerk zutiefst dankbar sein".

Hier die gesamte Rezension

   

Bestseller "Roma Romanissima" für junge Leute

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

21. 04. 2014

Der vor zwei Jahren erschienene Romführer für junge Leute kommt nun bereits in die 2. Auflage. Dazu ist seinem in Rom aufgewachsenen Autor Lukas Militello, Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft und derzeit Student in Freiburg, herzlich zu gratulieren! Der Vorteil dieses Führers ist, dass seine Informationen und Hinweise vollständig auf eigener Erfahrung und persönlicher Empfehlung des Autors beruhen, der einerseits Rom bestens kennt, andererseits aber seine deutsche Sichtweise nicht verleugnen kann. Das bringt Vorteile auf beiden Seiten.

Hier kann der Führer für 12,95 Euro bestellt werden.

   

Monumentale Geschichte der deutschen Jesuiten von Klaus Schatz

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

10. 02. 2014

Eine Rezension von Clemens Brodkorb

Pater Klaus Schatz Pater Klaus Schatz 200 Jahre Jesuitengeschichte

2014 begeht die Gesellschaft Jesu den 200. Jahrestag ihrer weltweiten Wie­derherstellung durch die Bulle „Sollicitudo omnium Ecclesiarum“ Papst Pius VII. am 7. August 1814. Rechtzeitig zu diesem Jubiläum legte der Frank­furter Jesuit und emeritierte Kirchenhistoriker Pater Klaus Schatz im Spätsommer 2013 im Aschendorff-Verlag Münster eine fünfbändige „Ge­schich­­te der deut­schen Jesuiten (1814–1983)“ vor (Münster 2013). Damit reih­te er sich ein in eine lange Reihe von Ordenshisto­rikern, die seit einer ent­sprechenden Anordnung des spanischen Ordensge­nerals Luis Mar­tin (1892–1906) die Geschichte der einzelnen Regionen der Gesellschaft Jesu systematisch erforscht haben. Für die Zeit der so genannten alten Gesellschaft Jesu, also die Zeit von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis zur Aufhebung des Ordens 1773, war diese Aufgabe in der deutschen Assistenz 1895 Pater Bernhard Duhr übertragen worden. Mit seiner „Ge­schichte der Jesuiten in den Ländern deutscher Zunge“ (4 Bde. in 6 Tle. [Freiburg/Br. – München – Regensburg 1907–1928]) schuf er in nahezu lebenslan­ger Arbeit ein bis heute nicht übertroffenes Standardwerk.

hier weiterlesen

   

Neuerscheinung: La morte e il sepolcro di Pietro

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

17. 01. 2014

Italienische Übersetzung von "Blutzeuge - Tod und Grab des Petrus in Rom" im Vatikanverlag

Das längst vergriffene Buch von Christian Gnilka (Münster), Stefan Heid (Rom) und Rainer Riesner (Dortmund) über die Anfänge der römischen Märtyrer- und Apostelverehrung liegt nun in Italienisch vor. Der Schnell und Steiner-Verlag gab freundlicherweise die Konzession. Die von allen Autoren gewünschte und vom emeritierten Papst gern angenommene Widmung der italienischen Ausgabe lautet: "A Sua Santità Benedetto XVI, con profonda gratitudine e venerazione". Ein großer Dank geht seitens der Autoren auch an Don Costa und Don Merola von der Libreria Editrice Vaticana, die für die Finanzierung und vorzügliche Betreuung des Bandes einstanden. Die Übersetzung wurde von Ilenia Gradante angefertigt.

Das Paperbackbuch umfasst 247 Seiten, ist bebildert und kostet 16,- Euro. ISBN: 978-88-209-9164-7.

Eine Bestellung ist über den Buchhandel oder direkt (Direktbestellung) möglich.

ZENIT wirbt für das Buch. Danke!

Das Magazin Il Vaticanese wirbt für das Buch. Danke!

hier weiterlesen

   

Jetzt vorbestellen! Das Buch zur Jubiläumstagung "Orte der Zuflucht"

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

08. 01. 2014

In absehbarer Zeit werden die Vorträge der Tagung zum 125-jährigen Jubiläum des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft in einem prächtigen Band im Herder-Verlag für knappe 50 Euro zu kaufen sein. Das Buch kann jetzt schon vorbestellt werden, so dass Sie es automatisch erhalten, sobald es erschienen ist.

Das Buch behandelt ergreifende Personenschicksale in den schwierigen und bewegten Jahren der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit im Vatikan und um den Vatikan herum.

Verschaffen Sie sich hier einen näheren Einblick!

   

Leseempfehlung: Carola Jäggi, Ravenna

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

29. 12. 2013


Die Züricher Professorin für frühchristliche und mittelalterliche Archäologie und Kunstgeschichte Carola Jäggi hat im Schnell und Steiner-Verlag Regensburg ihre neueste Veröffentlichung über "Ravenna - Kunst und Kultur einer spätantiken Residenzstadt" vorgelegt (hier zur Bestellung). Es wurde im Wesentlichen während eines Forschungsfreijahres verfasst, das die Autorin 2009-2010 in Rom an der Bibliotheca Hertziana verbracht hat (Richard Krautheimer-Gastprofessur). Während dieser Zeit hielt sie an der Hertziana einen fesselnden Vortrag über die "Fundsache Paulus oder: Archäologie als Medienereignis".

hier weiterlesen

   

Seite 8 von 11