Leseempfehlungen

Unter den Leseempfehlungen werden Bücher vorgestellt, die man tatsächlich lesen kann und deren Lektüre Gewinn bringt. Es handelt sich nicht notwendig um Neuerscheinungen. Vorschläge nehme ich gern entgegen. S.H.

Jetzt erhältlich: Römische Quartalschrift 2015, Heft 1-2

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24. 09. 2015

altSoeben pünktlch erschienen ist das 1. Doppelheft 2015 der römischen Quartalschrift. Darin finden sich Beiträge über mittelalterliche Pilgerzeichen, u.a. über jene in der Sammlung des Campo Santo Teutonico. Andere Autoren befassen sich mit den Katakomben, der frühneuzeitlichen Papstkurie, mit Pius XI. und den Juden und mit der Christlichen Archäologie in Russland. Ferner werden Bücher von Martin Kovacs, Franz Brendle, Massimiliano Valente und David Kertzer rezensiert.

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis und Leseproben aller Beiträge.

Beim Verlag Herder kann ein Einzelheft für 96,- Euro erworben oder die Zeitschrift für 154,- (privat) abonniert werden. Ein RQ-App ist in Planung.

   

Werfen Sie einen Blick in unser Antiquariat!

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21. 09. 2015

Dubletten und private Nachlässe zum Teil hochwertiger Bücher finden Sie in unserem allgemeinen Antiquariat und im Nachlass Voelkl. Beiden Listen wurden im September 2015 aktualisiert. Über die Kosten informieren Sie sich bitte hier.

   

Buchempfehlung: Bioethik in einer säkularisierten Gesellschaft

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07. 09. 2015

Die Görres-Gesellschaft gibt im Schöningh-Verlag die Reihe "Politik- und Kommunikationswissenschaftliche Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft" heraus. Als 33. Band erschien 2015 von Ralph Weimann das Buch Bioethik in einer säkularisierten Gesellschaft. Ethische Probleme der Präimplantationsdiagnostik (PID). Es handelt sich um die Dissertation, die Weimann 2013 an der Fakultät für Bioethik an der Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum eingereicht hat. Der Autor behandelt in knapper, präziser Form alle relevanten Aspekte der PID: juristische, medizinische, moralische und theologische Probleme. Es geht um das Menschenbild, um den Schutz des Lebens, um den Wunsch nach Gesundheit, um die riskante Möglichkeit der Selektion und Euthanasie. Bekanntermaßen wird Moral immer so gebogen, wie die Gesellschaft sie braucht und will. Kritiker machen sich da nicht beliebt. Weimann hat hier ein Musterbuch nüchtern-wissenschaftlich-kritischer Befragung der derzeitigen Praxis vorgelegt.

   

Die Görres-Gesellschaft auf Russisch

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17. 07. 2015

Neues Buch von Liudmila G. Khrushkova über die Christliche Archäologie

Nach einem Monat Postweg aus Moskau ist der Band Introduction to Church History 2. Review of the Historiography on General Church History auf meinem Schreibtisch in Rom gelandet. Das in St. Petersburg auf Russisch erschienene Buch (ISBN 978-5-906792-76-1) wurde herausgegeben von Professor Veniamin V. Simonov, Leiter der Abteilung für Kirchengeschichte der Moskauer Universität, und krönt die jahrelangen Studien der dort tätigen Professorin Liudmila G. Khrushkova zur Historiographie der Christlichen Archäologie. Erstmals liegt damit auf Russisch ein Gesamtüberblick vor, der auch die gesamte westliche und römische Christliche Archäologie mit einschließt (Seiten 447-699). Frau Khrushkova hat seit 2007 am Projekt Personenlexikon zur Christlichen Archäologie teilgenommen, zu dem sie zahlreiche Artikel über russische Archäologen beigesteuert hat. Ferner hat sie in der Römischen Quartalschrift 2011-2015 eine 6-teilige Serie über die Christliche Archäologie in Russland veröffentlicht.

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Mit den Kardinälen geht es voran

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16. 07. 2015

Der emsige Dr. Hans-Joachim Kracht, ehemals Leiter der deutschen Ausgabe des Osservatore Romano, legt nun schon den 4. Band seines Lexikon der Kardinäle 1058-2010 vor und hat damit den Buchstaben C abgeschlossen. Das Projekt geht also rasch voran. Das Werk erscheint in der Reihe der "Libelli Rhenani" der Kölner Dom- und Diözesanbibliothek. Dort können die Bände erworben werden. Das Werk ist zweifellos ein grundlegendes Nachschlagewerk über die Fürsten der Heiligen Römischen Kirche, die in ihrer Bedeutung durchaus nicht selten aus dem Schatten der Päpste herausgetreten sind oder gleich selber Papst wurden.

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5 Kilo Buch: Ein archäologisches Monumentalwerk

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29. 06. 2015

Patrizio Pensabene von der römischen Universität Sapienza hat ein über 5 Kilo schweres und 1190 Seiten umgangreiches Buch im Großformat über die Wiederverwendung antiker Baustrukturen in Rom vom 3. bis 13. Jahrhundert vorgelegt. Das Buch wurde vom Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana herausgegeben und kann dort für 200,- erworben werden.

Der Titel Roma su Roma: Reimpiego architettonico, recupero dell'antico e trasformazioni urbane tra il III e il XIII secolo klingt zwar uninteressant, aber der Band ist ein Jahrhundertwerk, das neben so große Werke wie Wilperts Mosaiken oder Krautheimers Basilikenkorpus zu stellen ist. Mag auch manches zu korrigieren sein, so wird der Band doch zweifellos nicht nur für Archäologen, sondern für alle Romforscher und sogar für Romführer unverzichtbar sein. Er bietet eine unerschöpfliche Materialsammlung über Kirchen und Profanbauten Roms. Es geht um deren Geschichte, Baustruktur und wiederverwendete Materialien der Antike, aber auch um mittelalterliche und moderne Restaurierungen. Zahlreiche Zeichnungen und Abbildungen erleichtern die Lektüre.

   

"Orte der Zuflucht" nun auf dem Markt

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25. 06. 2015

Am Campo Santo wurden politisch und rassisch Verfolgte 1943/44 von Deutschen vor den Deutschen versteckt. Hier organisierte der irische Priester Hugh O'Flaherty für Tausende die Flucht

Nach gewissen Verzögerungen ist nun der Tagungsband Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke. Der Campo Santo Teutonico und der Vatikan 1933-1955 im Herder-Verlag als 63. Supplementband der Römischen Quartalschrift erschienen. Der Band umfasst 592 Seiten und zahlreiche Abbildungen und kostet 58 Euro. Es finden sich darin Aufsätze von Christof Dipper, Günther Wassilowsky, Ludwig Schmugge, Annette Vogt, Paul Zanker, Johan Ickx, Stefan Heid, Gregor Wand, Anselm Doering-Manteuffel, Karl-Joseph Hummel, Rudolf Morsey, Michael Matheus, Paolo Vian, Sergio Pagano, Arnold Nesselrath, Klaus Schatz, Dominik Burkard und Norbert M. Borengässer. Das Register wurde von Georg Kolb erstellt.

Das erste Mal wird in diesem Band umfassend auch die Bedeutung des Campo Santo Teutonico für die Rettung tausender Verfolgter während des Zweiten Weltkriegs dargestellt. Ausgerechnet das deutsche Priesterkolleg, in dem man für den Nationalsozialismus keinerlei Sympathie hegte, rettete etwa 50-70 Arme und Verfolgte vor den Deutschen, indem es sie versteckte. Am Kolleg wohnte auch der heroische irische Priester O'Flaherty, der im Campo Santo eine der größten katholischen Rettungsaktionen organisierte und auf diese Weise in der ganzen Stadt Rom etwa 6.000 Verfolgten helfen konnte.

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Das neueste Heft "Pro Lingua Latina"

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11. 06. 2015

Zu den Schätzen der Bibliothek des Campo Santo Teutonico gehört die Zeitschrift "Pro Lingua Latina", die vom Verein zur Förderung der lateinischen Sprache in Schule und Öffentlichkeit in Aachen herausgegeben wird. Ingo Schaaf stellt das neueste Heft vor.

In das Jahr 2014 fiel bekanntlich nicht nur das "Giubileo" für den Prinzeps Augustus, sondern auch der 1200. Todestag Karls des Großen. Die reichlich bunt bebilderte Frühjahrsausgabe der vom Verein "Pro Lingua Latina" herausgegebenen gleichnamigen Zeitschrift bietet diesbezüglich Gelegenheit zur Nachlese, wartet jedoch auch mit regionaler Kulturgeschichte auf. Seiner Verbindung mit dem Bischöflichen Pius-Gymnasium Aachen gemäß – dieses ist gleichzeitig Sitz des e.V. – nimmt dabei Schulisches, wie der Abdruck einer neulateinischen Facharbeit (135-146), Certamen-Carolinum-Beiträge (79-87; 88-95; 97-101) sowie Impressionen eines Filmwettbewerbs Latein (45-46), Exkursionsberichte, Theateraufführungen u.ä. breiten Raum ein.

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Der Roman endet auf dem Campo Santo ...

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... fast zumindest, nämlich das vorletzte Kapitel. Ob der "Thriller" von Arno Strobel mit dem Titel Castello Cristo die Lektüre lohnt, vermag ich nicht zu sagen. Es geht um einen religiösen Geheimbund. Dank sei dem Autor aber auf jeden Fall dafür gesagt, dass er das besagte Kapitel "Vatikan, Camposanto Teutonico" überschreibt. Dort wird ein gewisser Matthias bestattet, und zwar im Jahr 2005. Im Buch heißt es: "Das Recht, auf dem deutschen Friedhof beerdigt zu werden, hatten eigentlich nur Mitglieder der Erzbruderschaft sowie einige religiöse Gemeinschaften deutschen Ursprungs. Papst Alexander IX. selbst aber hatte dafür gesorgt, dass der Tote dort seine letzte Ruhe fand". Strobel kennt den Campo Santo, "der wie ein tropischer Garten anmutete", zweifellos aus eigener Anschauung.

   

Schnell und Steiner legt "Blutzeuge" neu auf

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16. 05. 2015

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Angesichts der dauerhaften Nachfrage legt der Verlag Schnell und Steiner das Buch Blutzeuge. Tod und Grab des Petrus in Rom neu auf. Der Band war 2010 erschienen und nach wenigen Monaten vergriffen; auch antiquarisch ist er nicht greifbar. Da mit dem Ende der Lutherdekade 2017 eine große Papstaustellung in Mannheim und in Rom stattfinden wird, hat sich der Verlag für eine Neuauflage entschieden. Eine italienische Ausgabe liegt bereits vor.

Die deutsche 2. Auflage wird Anfang September erscheinen, kann aber online bereits vorgemerkt werden. Das von Christian Gnilka, Stefan Heid und Rainer Riesner verfasste Büchlein geht auf eine Tagung des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft zurück. Es befasst sich im ersten Teil mit den Petrustraditionen im Neuen Testament, bei Ignatius von Antiochia und bei Tertullian. Der zweite Teil rekonstruiert die Anfänge der Heiligenverehrung nach den heutigen Erkenntnissen, beginnend mit der jüdischen Gräberverehrung in Palästina und endend bei der Verehrung der römischen Märtyrer unter Kaiser Konstantin.

Hier das neue Herbstprogramm von Schnell und Steiner

   

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