Anton de Waal und das Ende des Kirchenstaates

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Anton de Waal (1837-1917), 40 Jahre lang Rektor des Campo Santo Teutonico, erlebte den Untergang des Kirchenstaates durch die italienische Besetzung Roms 1870 als Augenzeuge. Er war und blieb Zeit seines Lebens ein Verfechter des politischen Anspruchs des Papsttums, auch wenn er durchaus sehr realistisch sah, dass der alte Kirchenstaat marode gewesen war. Die dramatischen Ereignisse der Einnahme Roms verarbeitete er schon 1871 in dem Schauspiel "Die Streiter des heiligen Vaters. Episode aus der Eroberung Roms am 20. September 1870", da er selber in den Tagen der Belagerung als freiwilliger Militär-Kaplan der päpstlichen Armee fungiert hatte. Das Schauspiel hat 3 Auflagen erlebt. 1901 veröffentlichte de Waal eine entsprechende Erzählung, die nunmehr von Ulrich Nersinger in einer kommentierten Ausgabe neu herausgegeben wird. Nähere Infos und Bestelladresse finden Sie hier.

Zu Anton de Waal findet vom 22. bis zum 26. November 2017 eine große Tagung am Campo Santo Teutonico statt, in dem es u.a. um das ital. Risorgimento und den deutschen Ultramontanismus geht (Infos hier).