Ein verspäteter Hinweis: Generationenwechsel in der Theologie

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Konrad Glombik Konrad Glombik Bereits vor vier Jahren fand in Oppeln eine beachtenswerte Tagung zum Generationenwechsel in der katholischen Theologie während und nach dem Konzil statt, die inzwischen veröffentlich vorliegt. Es lohnt sich, diesen unauffälligen Band in der Reihe "Colloquia Theologica" (Nr. 17) in die Hand zu nehmen. Er wurde von Konrad Glombik (Oppeln) und Benedikt Kranemann (Erfurt) herausgegeben. Prof. Glombik war 2006/07 am Campo Santo Teutonico entsprechend einer langen Tradition der Diözese Oppeln, deutschsprachige Priester nach Rom zu entsenden. Es ist offensichtlich, dass sich nach dem Konzil eine neue Theologie etabliert hat, was an sich verwunderlich ist, da Konzilien in der Regel nicht die Theologie verändern, sondern disziplinäre oder doktrinäre Herausforderungen annehmen wollen. Das Phänomen geht aber über die "nouvelle théologie" weit hinaus und hat alle Disziplinen erfasst. Dass dabei schlicht der Generationenwechsel eine Rolle gespielt hat, lässt sich kaum übersehen. Den personengeschichtlichen Weg der einzelnen Disziplinen - Kirchengeschichte, Liturgie, Exegese, Dogmatik, Pastoral u.a. - in Deutschland und Polen seit dem Konzil nachgegangen zu sein, ist das Verdienst des Bandes.