Leseempfehlungen

Unter den Leseempfehlungen werden Bücher vorgestellt, die man tatsächlich lesen kann und deren Lektüre Gewinn bringt. Es handelt sich nicht notwendig um Neuerscheinungen. Vorschläge nehme ich gern entgegen. S.H.

Neuerscheinung: Herman H. Schwedt über die Römische Inquisition

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

15. 07. 2017

64. Supplementband der "Römischen Quartalschrift"

Nachdem der unbestritten beste Kenner der Römischen Inquisition, Herman H. Schwedt, bereits 2013 den Band "Die Anfänge der Römischen Inquisition" (Supplementband 62 der RQ) vorgelegt hat, ist nunmehr der Folgeband "Die römische Inquisition. Kardinäle und Konsultoren 1601-1700" erschienen. Schwedt deckt damit das gesamte personelle Netzwerk dieser wichtigen Behörde auf und analysiert deren Arbeitsgänge. Beide Bände bilden fortan ein unverzichtbares Arbeitsmittel für jede Forschung über die römische Kurie. Der mit 704 Seiten stattliche Band ist im Verlag Herder erschienen. Er kostet 110,- Euro. Autoren der Römischen Quartalschrift erhalten Rabatt.

   

Aktuelles Heft 2016,3-4 der Römischen Quartalschrift erschienen!

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

14. 06. 2017

altAb sofort ist das Doppelheft 2016, 3-4 der Römischen Quartalschrift erhältlich. Die Zeitschrift zu Themen der Kirchengeschichte und Christlichen Archäologie wird herausgegeben vom Priesterkolleg am Campo Santo Teutonico und dem Römischen Institut der Görres-Gesellschaft. Sie ist das wissenschaftliche Flaggschiff des Römischen Instituts. Es ist zu hoffen, dass sich immer mehr Subskribenten für die Zeitschrift begeistern.

Das aktuelle Heft enthält 5 weitere Beiträge zur Tagung "Rom bei Nacht", und zwar von Christine Walde, Anja Wolkenhauer, Jochen Althoff, Jutta Dresken-Weiland und Stefan Heid. Darüber hinaus finden sich Beiträge von Jan-Markus Kötter und Matthias Simperl.

Hier Inhalt und Leseprobe.

Die RQ ist beim Verlag Herder als Papierausgabe, App und bald auch online erhältlich.

   

Neue Zeitschriften der Bibliothek des Campo Santo

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

21. 02. 2017

Durch großzügige Schenkungen besitzt die Bibliothek des Campo Santo Teutonico nunmehr zwei in Italien äußerst seltene Zeitschriften. Zunächst ist dies die Vatikanillustrierte der 1930er Jahre "L'Illustrazione Vaticana". Diese üppig bebilderte Zeitschrift erschien in ihrer italienischen Originalausgabe 1930 bis 1938. Die deutsche Ausgabe, die nun am Campo Santo einzusehen ist, umfasst die Jahre 1932 bis 1936. Die Zeitschrift ist insofern äußerst wertvoll, als sie unzählige sonst nicht dokumentierte Einblicke in die Gebäude, Einrichtungen und Institutionen des 1929 gerade neu geschaffenen Vatikanstaats bietet. Die italienische Ausgabe ist im Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana vorhanden.

hier weiterlesen

   

Anton de Waal und das Ende des Kirchenstaates

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

08. 02. 2017

Anton de Waal (1837-1917), 40 Jahre lang Rektor des Campo Santo Teutonico, erlebte den Untergang des Kirchenstaates durch die italienische Besetzung Roms 1870 als Augenzeuge. Er war und blieb Zeit seines Lebens ein Verfechter des politischen Anspruchs des Papsttums, auch wenn er durchaus sehr realistisch sah, dass der alte Kirchenstaat marode gewesen war. Die dramatischen Ereignisse der Einnahme Roms verarbeitete er schon 1871 in dem Schauspiel "Die Streiter des heiligen Vaters. Episode aus der Eroberung Roms am 20. September 1870", da er selber in den Tagen der Belagerung als freiwilliger Militär-Kaplan der päpstlichen Armee fungiert hatte. Das Schauspiel hat 3 Auflagen erlebt. 1901 veröffentlichte de Waal eine entsprechende Erzählung, die nunmehr von Ulrich Nersinger in einer kommentierten Ausgabe neu herausgegeben wird. Nähere Infos und Bestelladresse finden Sie hier.

Zu Anton de Waal findet vom 22. bis zum 26. November 2017 eine große Tagung am Campo Santo Teutonico statt, in dem es u.a. um das ital. Risorgimento und den deutschen Ultramontanismus geht (Infos hier).

   

Christian Schaller über Pius IX.

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

altDer zusammen mit Johannes XXIII. seliggesprochene Pius IX. war zweifellos ein großer Papst, nicht nur weil er der längstamtierende Papst war - 32 Jahre von 1846-1878! -, sondern auch weil er trotz seiner unbeirrten Ablehnung des zeitgeistigen Nationalismus ausgesprochen populär war. 1871 trug man ihm sogar ausdrücklich den Beinamen "il Grande" als Titulatur an, was er jedoch ablehnte. Man kann sagen, dass Pius vielleicht der erste Papst war, der den modernen Populismus für das Papsttum entdeckte und nutzbar machte. Jedenfalls wird seine faszinierende Persönlichkeit eine wichtige Rolle auf zwei Tagungen spielen, die das RIGG 2017 veranstaltet: im März über die Massenmobilisierung durch Päpste und im November zum 100. Todesjahr des Rektors des Campo Santo Anton de Waal (+ 1917). Daher sei das Taschenbuch "Papst Pius IX. begegnen" (2003) des Stellvertretenden Direktors des Regensburger Instituts Papst Benedikt XVI. unbedingt zur Lektüre empfohlen.

hier weiterlesen

   

Die Katakomben auf Sizilien

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

06. 12. 2016

Dr. Ilenia Gradante, am RIGG tätig, hat eine italienische Übersetzung des Buches "Die altchristlichen Grabstätten Siziliens" von Joseph Führer (aus dessen Nachlass herausgegeben von Victor Schultze) vorgelegt: Le sepolture paleocristiane in Sicilia. Das zuerst 1907 in Berlin erschienene Buch war die erste wissenschaftliche Arbeit über die Katakomben Siziliens und ist bis heute ein unverzichtbares Grundlagenwerk. Da immer weniger Wissenschaftlicher Deutsch verstehen und die zunehmende Globalisierung die Sprachfähigkeit unter Studenten und Professoren verkümmern lässt, war eine solche Übersetzung geboten. Über Führer und Schultze finden sich nähere Informationem im Personenlexikon zur Christlichen Archäologie. Gradante hat unter anderem auch Blutzeuge. Tod und Grab des Petrus in Rom übersetzt (italienisch La morte e il sepolcro di Pietro).

   

Keine Theologie ohne Bilder

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

22. 11. 2016

Peter Hofmanns neues Buch über "Bildtheologie"

Peter Hofmann, Ordinarius für Fundamentaltheologie an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Augsburg und Mitarbeiter des Buches Operation am lebenden Objekt: Roms Liturgiereformen von Trient bis zum Vaticanum II, hat ein bemerkenswertes Buch über Bildtheologie (Verlag Schöningh, 2016) vorgelegt, das gleichermaßen theologische, ökumenische und liturgische Durchsichten liefert und mit seinem paradigmatischen Bezug auf das "wahre Christusbild" der Veronika nach Rom weist. Der Titel "Bildtheologie" soll signalisieren, dass nach Meinung des Autors Christusbilder eine theologische Qualität und Dignität beanspruchen dürfen. Er stellt sie sogar in die Nähe der klassischen theologischen Erkenntnisquellen (loci theologici) und sieht seine Aufgabe darin, gerade dies fundamentaltheologisch aufzuweisen.

hier weiterlesen

   

Die politische Seite des Dante Alighieri

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

01. 11. 2016

Der Dante vom Campo Santo Der Dante vom Campo Santo In der Regel kennt man Dantes "Göttliche Komödie", die ihm unsterblichen Dichterruhm gesichert hat. Dass Dante Alighieri (1265-1321) aber in seiner Heimatstadt Florenz auch in höchsten Ämtern politisch aktiv war, somit in das Rad der Geschichte seiner Heimatstadt eingegriffen und einen politischen Traktat verfasst hat, ist weniger bekannt. Dante war als Politiker erbitterter Gegner des mindestens genauso unerbittlichen Bonifaz VIII. und verlor in diesem Poker. Es folgte das Exil in Ravenna: Hier schrieb Dante die "Monarchia" über das Verhältnis von Staat und Kirche.

hier weiterlesen

   

Ein Buch zum Verlieben: Arnold Esch über Rom

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

25. 10. 2016

Arnold Esch, ehemals Direktor des Deutschen Historischen Instituts, hat die Summe seiner Einsichten über das Rom der Päpste und das Rom der Römer im 14./15. Jahrhundert in einem unübertroffenen Buch zusammengetragen. Es erschien im Beck-Verlag unter dem Titel "Rom vom Mittelalter zur Renaissance" (2016). Der glänzende Sprachstil, pendelnd zwischen Unterhaltung und kluger Belehrung, führt tiefer und tiefer in die römische Lebenswirklichkeit einer grandiosen Umbruchszeit - eben vom Mittelalter zur Renaissance - ein, die der Leser nicht nur kennenlernt, sondern förmlich vor seinem Auge sieht und hört und riecht. Dabei geht es thematisch um Bauten, Kurie, Kommune, Alltag, Pilger, Bruderschaften, Humanismus und Wirtschaft. Esch ist ein Historiker, der sich Dinge auch vorstellen und dann schildern kann, als ob er dabei gewesen wäre und überall hinter die Fassade geschaut hätte. Das macht die Lektüre spannend und das Buch sogar in der Metro lesbar. Allerdings handelt es sich nicht einfachhin um leichte Lektüre. Das Buch ist keine Einführung, sondern setzt grundlegende Kenntnisse der (Kirchen-)Geschichte Roms und auch der Stadt selbst voraus. Für werdende, wahre und selbsternannte Romkenner bietet es freilich den reinsten Genuss. S.Heid

   

Umfassender Tagungsband über Christusbilder

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

16. 10. 2016

Aus zwei Tagungen in Wien und Würzburg ging der voluminöse Band "Das Christusbild: Zu Herkunft und Entwicklung in Ost und West" im Echter-Verlag hervor (883 Seiten, 69,- Euro), herausgegeben von Karlheinz Dietz, Christian Hannick, Carolina Lutzka und Elisabeth Maier. Die Beiträge drehen sich um die zum Teil hochbrisanten Themen des Edessa-Bildes, des Turiner Grabtuchs, des Mandyliions und des Grabtuchs der Veronika. Wichtig war die Teilnahme der Experten des Zentrums der Grabtuchforschung in Turin. Mehrere Beiträge der Wiener Tagung sprechen sich dafür aus, das Tuch von Manopello nicht mit dem Veronika-Bild von St. Peter zu identifizieren, sondern es für ein Beispiel der im Spätmittelalter sehr verbreiteten Tüchleinmalerei zu halten (um 1500). Äußerst lesenswert ist der zusammenfassende und weiterführende Beitrag von Karlheinz Dietz (S. 27-74), in dem er die überraschende Feststellung trifft, "dass der Weg zum Christusbild ohne den Anspruch und die Herausforderung des alttestamentlichen Bilderverbotes nicht möglich gewesen wäre". Weitere Autoren sind Christoph Dohmen, Stefan Heid ("Das Sehen beim Beten: visuelle Elemente der frühchristlichen Liturgie"), Peter Bruns, Josef Rist, Karl Christian Felmy, Mechthild Flury-Lemberg u.a.

   

Seite 1 von 10